Von Drathen und Siebert stellen in der Galerie aus

Ehefrauen als härteste Kritiker

Gruppenbild mit „Gartenfreund“: Sybille Rob zeigt Metallskulpturen von Günter Siebert und Gemälde und Zeichnungen von Peter von Drathen (v.l.).

Dötlingen - (msi) · Einen interessanten Mix unterschiedlicher Kunststile präsentiert zurzeit die Galerie Dötlingen im Heuerhaus am Rittrumer Kirchweg. Galeristin Sibylle Rob zeigt Werke des Hannoveraner Malers Peter von Drathen und des Kunstschmieds Günter Siebert aus Pattensen.

Peter von Drathen ist Autodidakt. „Er muss die künstlerische Ader schon von klein auf in sich gehabt haben“, erzählt Ehefrau Ingrid von Drathen, die ihren Mann gestern Morgen zur Vernissage begleitete. Peter von Drathen, 1952 in Hannover geboren, besuchte dort die Schule und hatte Kunstunterricht bei dem hannoverschen Maler Erich Grün. „Nach der Schule lernte er zunächst einen richtigen Beruf und wurde Anwalt“, erinnert sich Ingrid von Drathen. Während eines Urlaubs kam dann die künstlerische Ader zum Vorschein. Erste Bilder entstanden. Erich Grün war von den Arbeiten seines ehemaligen Schülers so begeistert, dass er von Drathen riet, eine Ausstellung zu organisieren. Der ersten Werkschau folgten zahlreiche weitere.

Für seine Bilder, die als Zeichnung, in Acryl und Aquarell entstehen, lässt Peter von Drathen sich von seiner Umwelt inspirieren. „Man muss nur mit offenen Augen durch die Welt gehen, dann passiert einfach etwas“, erzählt er. Seine Bilder sind nie geplant. „Oft ergibt sich einfach etwas.“ Verarbeitet werden unter anderem Eindrücke aus dem Urlaub. Dabei spielt von Drathen mit Licht und Schatten. Schärfste Kritikerin seiner Bilder ist Ehefrau Ingrid. „Wenn sie ‚Na ja’ sagt, dann kann ich das Bild sofort verbrennen, oder ich setzte mich noch mal dran“, erzählt er.

Ähnlich geht es Kunstschmied Günter Siebert. Auch seine Ehefrau ist die erste Kritikerin, die eine neu geschaffene Skulptur zu Gesicht bekommt. „Oft gibt es dann ein niederschmetterndes Urteil“, erzählte Siebert während der Vernissage. Das eine oder andere Mal setzte er sich jedoch darüber hinweg. Mit Erfolg, wie die Teilnahme an der Ausstellung „Gift-Fair“ in New York zeigte. Seine Kunstschmiedearbeiten im traditionellen und modernen Stil sind in ganz Deutschland und Europa zu sehen, auch im öffentlichen Raum. Siebert absolvierte eine klassische Lehre als Kunstschmied. Er verarbeitet für seine Skulpturen und Gebrauchsgegenstände Eisen, Edelstahl, Kupfer und Messing. Zu sehen sind die Werke von Siebert und von von Drathen in der Galerie Dötlingen noch bis zum 6. Juni.

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