Angeklagter zu Geldstrafe verurteilt

Zwölfjähriger Junge durch Busfahrer sexuell belästigt

Weil er geständig war, wurde dem Angeklagten ein Teil der Geldstrafe erlassen.
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Weil er geständig war, wurde dem Angeklagten ein Teil der Geldstrafe erlassen.

Delmenhorst/Oldenburg – Wegen sexuellen Missbrauchs eines Kindes hat das Oldenburger Landgericht am Donnerstag in zweier Instanz einen 58 Jahre alten Busfahrer zu einer Geldstrafe von 4.000 Euro verurteilt.

Damit bestätigte die Berufungskammer weitgehend ein früheres Urteil des Delmenhorster Amtsgerichtes. Lediglich die Höhe der Geldstrafe wurde reduziert. Grund dafür: In der jetzigen Berufungsverhandlung hat der nun geständige Angeklagte dem Opfer eine Vernehmung vor Gericht erspart. Das Amtsgericht hatte den Angeklagten zuvor zu einer Geldstrafe von 6.000 Euro verurteilt.

Bei dem Opfer handelt es sich um einen zwölfjährigen Jungen aus Delmenhorst. Der Beschuldigte hatte das Kind Ende 2019 kennengelernt, als er in Delmenhorst als Busfahrer gearbeitet hatte. Der Junge war ein Fahrgast gewesen.

Busfahrer schrieb dem Zwölfjährigen Nachrichten: „Du bist so süß“

Der 58-Jährige wirkte dann über einen längeren Zeitraum durch Nachrichten und Bilder sexuell auf den Jungen ein. Er hatte die Handynummer des Jungen in Erfahrung gebracht. „Du bist so süß“, „Du bist der geilste Junge, den ich je kennengelernt habe“, „Ich liebe dich“, schrieb der Beschuldigte dem Jungen.

Der Angeklagte bat um Fotos, woraufhin der Junge Bilder von seinem Bauch schickte. Der Busfahrer traf sich mit dem Jungen auch privat, ging mit ihm essen. Dann war es in einer anderen Sache zwischen dem Kind und seiner Mutter zu einem Streit gekommen, in dessen Verlauf sie ihrem Sohn das Handy wegnahm. Der 58-Jährige, der den Kontakt mit dem Jungen fortsetzen wollte, schenkte dem Jungen dann ein neues Handy. Der Kontakt wurde immer intensiver. Und jedes Mal forderte der Angeklagte den Jungen auf, seine Nachrichten sofort zu löschen.

Die Mutter schaltete die Polizei ein

Dann entdeckte die Mutter das neue Telefon und schaltete die Polizei ein. Der Angeklagte erklärte, dass er sich der Tragweite des Kontaktes nicht bewusst gewesen sei. Er habe nicht die Absicht gehabt, einen sexuellen Kontakt herzustellen, meinte der Angeklagte. Also doch nur eine Art „väterlicher Kontakt“? Mitnichten. Im Rahmen einer Hausdurchsuchung fand die Polizei auf dem Rechner des Beschuldigten mehrere Dateien mit Kinderpornografie. Dafür musste sich der 58-Jährige in einem gesonderten Verfahren verantworten.

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