Mehrere Gemeinden von Störung betroffen

Dünsener vier Stunden lang ohne Strom

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Zerstört wurde der mittlere der drei Endverschlüsse in der Umspannstation an der Weichselstraße. ·

Harpstedt - DÜNSEN/GROSS IPPENER/KIRCHSEELTE/STUHR · Ralph Montag, Pressesprecher der E.ON-Avacon, bedauerte gestern auf Nachfrage der Kreiszeitung die großräumige Störung, die am Mittwochabend nicht nur vielen Haushalten in Dünsen, insbesondere der Bassmerhoop-Siedlung, und in besonderem Maße Kirch- und Klosterseelte Stromausfälle bescherte (wir berichteten), sondern auch Teilen der Gemeinden Groß Ippener und Stuhr.

Neben dem Kurzschluss in der Trafostation an der Weichselstraße in Dünsen seien dafür nach Lage der Dinge „wohl mindestens drei Kabelfehler“ verantwortlich gewesen.

Das Energieversorgungsunternehmen beschränkte sich zunächst auf notdürftige Reparaturen und darauf, die Versorgung über Nachbarleitungen im vermaschten Netz wiederherzustellen. Die meisten Haushalte hatten nach Kenntnis des Pressesprechers für gut zwei Stunden, von 17.58 Uhr bis 20.10 Uhr, keinen Strom. Nur in Dünsen habe die Behebung der Störung noch etwa zwei Stunden länger gedauert. Hier seien neben dem Fehler in der Trafostation und einem zerstörten Endverschluss zusätzliche Schwierigkeiten in einer Leitung aufgetreten.

Die E.ON-Avacon betrieb gestern mit Hilfe eines Kabelmesswagens genauere Ursachenforschung. Ralph Montag ging davon aus, dass die Reparaturarbeiten zwei Tage in Anspruch nehmen und heute zum Abschluss gebracht werden können.

„Kurz vor dem Stromausfall war zu allem Überfluss bei Fahrenhorst eine Steuerleitung ausgefallen, mit der wir unsere Schaltstationen über die Netzleitstelle in Salzgitter schalten. Grund dafür ist ein offenbar mit einem Bagger in einen Weg gebuddeltes Loch. Wer dafür verantwortlich ist, wissen wir nicht. Der Vorfall hat uns jedenfalls erhebliche Mehrarbeit beschert. Die Steuerleitung hätten wir nämlich im Zusammenhang mit der Bewältigung der nachfolgenden Störungen gut gebrauchen können“, berichtete Ralph Montag. Er bedauerte die Unannehmlichkeiten und bat die Bürgerinnen und Bürger um Verständnis. Wie viele Haushalte zeitweise keinen „Saft“ bekamen, konnte er nicht sagen.

Der Klosterseelter Altenpension bereitete der Stromausfall keine größeren Probleme. „Wir haben Notstromaggregate, die angesprungen sind“, vermeldete Geschäftsführerin Anja Westermann.

Viele betroffene Anwohner fürchteten indes weniger, notgedrungen auf das Fernsehen verzichten zu müssen, als vielmehr angesichts hochsommerlicher Temperaturen um den verderblichen Inhalt in ihren Kühl- und Gefrierschränken. Betroffene gastronomische und andere Betriebe dürften „not amused“ gewesen sein. Udo Sandkuhl vom „Landhaus Dünsen“ konnte sich hingegen nicht beklagen. Sein Betrieb war gar nicht betroffen. „Wir hatten aber auch ohnehin Ruhetag.“ · boh

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