Sozialausschuss in Geberlaune

Drittkräfte für Krippen befürwortet

Harpstedt - Von Jürgen Bohlken · In Geberlaune zeigte sich der Samtgemeinde-Sozialausschuss am Montagabend im Horstedter Kultur- und Tagungshaus „Mikado“.

Das Gremium befürwortete je eine pädagogische Drittkraft (Sozialassistentin/Kinderpflegerin) für die 2009 „Am kleinen Wege“ in Harpstedt neu eingerichtete Krippe und eine weitere Krippengruppe, die eventuell nach den Sommerferien im DRK-Kindergarten hinzu kommt. Dies allein verursacht jährliche Mehrkosten von rund 43 000 Euro. Das Land zahlt nichts dazu. Da die ersten Gehälter erst nach den Sommerferien fällig werden, beläuft sich der errechnete Mittelbedarf für 2010 auf etwa 18 000 Euro. Die neue Kita „Zwergnase“ in Harpstedt soll obendrein wieder eine Hauswirtschaftskraft erhalten. Ein halbes Jahr lang – bis März – war sie von einer Ein-Euro-Jobberin unterstützt worden. Damit ist Schluss: Eine erneute Besetzung der Stelle mit einer Ein-Euro-Kraft kommt aus Sicht des Job-Centers nicht in Betracht. Die Samtgemeinde will das geringfügige daher in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis umwandeln. Die Wochenarbeitszeit soll 25 Stunden betragen. Das verursacht jährliche (Mehr-)Kosten von rund 19 000 Euro; bei einer Einstellung im Mai läge der Mittelbedarf für 2010 bei etwa 12 700 Euro.

Die Auswertung der vorliegenden Anmeldungen für die Kita „Zwergnase“ zum kommenden Kindergartenjahr hat ergeben, dass ein Teil der Eltern einen Frühdienst schon ab 7 Uhr und längere Betreuungszeiten in Kindergarten (bis 14 Uhr) und Krippe (bis 15 Uhr) wünscht. Dies umzusetzen, erfordert 15 zusätzliche Wochenarbeitsstunden. Auch dafür gab der Ausschuss in seiner insgesamt sehr harmonischen Sitzung grünes Licht. Die zusätzlichen jährlichen Personalkosten betragen rund 16 000 Euro (für 2010 etwa 6 700 Euro).

Der „Verein für ganzheitliches Lernen“ soll für die anvisierte Einrichtung von zehn Krippenplätzen im „Zentrum PrinzHöfte“ einen Baukostenzuschuss von 80 000 Euro erhalten. Der geplante Krippen-Anbau erfordert auch einen Umbau des Freinet-Kindergartens; dafür billigte der Ausschuss weitere 10 000 Euro. Zudem soll die Samtgemeinde Bundes- und Landesmittel für die Krippe beantragen und das Geld an den Trägerverein weiterleiten; erwartet werden rund  55 000 Euro.

Die nach dem Ausscheiden von Walter Waltemathe neu zu besetzende Stelle in der Jugendpflege wird um neun auf 39 Stunden aufgestockt und in eine Vollzeitstelle umgewandelt. Das zumindest sieht eine einstimmig bei zwei Enthaltungen gefasste Beschlussempfehlung des Fachausschusses vor. Die Harpstedter Juso-Gruppe und SPD-Ratsherr Jan Finke hatten sich für mehr Stunden stark gemacht, zumal die Politik von der Jugendpflege künftig auch „Streetwork“ und (mehr) projektbezogene Arbeit erwartet.

Einen Zuschuss an den Harpstedter Turnerbund (HTB) für eine automatische Beregnungsanlage für den Schulsportplatz gemäß Richtlinien für die außerschulische Sport- und Jugendförderung hat der Ausschuss ebenfalls befürwortet. Offen ist, wie viel Geld genau fließt. Der HTB hatte zunächst einen Zuschuss von 13 66 Euro errechnet – für eine Anlage, die 13 778 Euro kosten sollte. Dann stellte sich heraus, dass der Wasserdruck des Ortsnetzes nicht ausreicht. Daher holte der Verein kurzfristig ein neues Angebot ein. Kostenpunkt nunmehr: 20 078 Euro. Bedingt durch die höhere Gesamtinvestition stiege auch die Zuschuss-Summe. Die genauen Zahlen bekommt der Samtgemeindeausschuss, der morgen tagt, auf den Tisch.

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