Küchenchef von „la vie“ in Osnabrück zu Besuch in der „Farmschool“ in Spasche

Drei-Sterne-Koch Bühner: Kochen ist Teamplay

Thomas Bühner (l.) zeigte, wie Schalotten geschnitten werden.
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Thomas Bühner (l.) zeigte, wie Schalotten geschnitten werden.

Wildeshausen - Vor einer Woche sagte Thomas Bühner spontan auf die Anfrage von Bettina Bogdanski zu, dass er in die „Farmschool“ der Schule Gut Spascher Sand kommen würde. Gestern war er da und stand stundenlang für Fragen und Koch-Tipps zur Verfügung.

„Wir machen das gerne mal“, sagte der Drei-Sterne-Koch, der mit den Kollegen Timo Fritsche und Sander de Jong gekommen war. „Außerdem hat Frau Bogdanski so nett gefragt.“ Die Mutter des Siebtklässlers Dorian hatte per Suchmaschine nach exquisiten Restaurants gesucht. Das nächste Drei-Sterne-Lokal war das „la vie“ in Osnabrück. Bühner war zu der Zeit zwar gerade auf Kochtour in Hongkong, rief dann aber später zurück und kündigte spontan sein Kommen an. „Ganz toll“, fanden das die Lehrmeisterin Bernadette Lönnecke und die drei siebten Klassen der „Farmschool“. Die jungen Menschen bauen in der Schule selbst Gemüse an, betreuen Bienenkästen und lernen viel über vollwertige Ernährung.

„Es ist genial, wenn man sehen kann, wie die Pflanzen wachsen und was man alles davon essen kann“, sagte Bühner. Er selbst gesteht, nach der Schule gar nicht gewusst zu haben, was er beruflich machen wollte. „Da bin ich damals zum Test beim Arbeitsamt gewesen. Heraus kamen als günstige Berufe Bäcker oder Landwirt. Da habe ich mich lieber für Koch entschieden. Und wenn ich das schon machen wollte, dann wollte ich auch ein richtig guter werden.“

Die Ausbildungszeit sei hart gewesen. „Ich habe sogar manchmal eine gescheuert bekommen.“ Aktuell sei die Situation in deutschen Küchen deutlich besser. „Kochen ist Teamplay“, sagte Bühner. Dazu gehörte in der „Farmschool“ auch das Dekorieren und Servietten falten. Auf den Tisch kam Gazpacho von Roter Bete mit Wildkräutern und Pistazienöl, Tomatenrisotto mit Limone und Quarkbällchen mit marinierten Erdbeeren.

„Wichtig ist, dass die Schüler die Zutaten wertschätzen lernen, dass wir im Sitzen essen, uns unterhalten und lachen“, so Bühner. „Die Schüler haben viel gefragt“, freute sich Lönnecke, und Bogdanski fand es klasse, dass sich der Koch kostenlos zur Verfügung gestellt hatte. „Er hat sogar ganz viele Zutaten mitgebracht.“ Und vielleicht möchte einer der Schüler ja bald Koch werden. · dr

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