Investitionen von 970 000 Euro mit insgesamt 320 000 Euro bezuschusst

„Dorferneuerung ist eine Erfolgsgeschichte“

Eine „halb öffentliche“ Dorferneuerungsmaßnahme sei die Erweiterung der Schützenhalle gewesen, urteilte Planer Spille.

Harpstedt - Von Jürgen BohlkenBECKELN · Eine „Erfolgsgeschichte“ nannte Bügermeister Heinz Nienaber am Dienstagabend die Dorferneuerung in der Gemeinde Beckeln während der Ratssitzung in „Asendorf's Bauerndiele“.

Hannes Spille vom „Plankontor Oldenburg“ stimmte im Großen und Ganzen zu: Für Dorferneuerungsmaßnahmen mit einem Gesamtvolumen von etwa 970 000 Euro hätten private Bauherren rund 320 000 Euro an Zuschüssen erhalten. Das könne sich in der Tat sehen lassen. „Nicht so erfolgreich“ sei indes die Bilanz mit Blick auf öffentliche Maßnahmen. Die Gemeinde Beckeln habe lediglich den Bereich beim Denkmal verschönert, die Investitionssumme dafür etwa 22 000 Euro betragen. Nach Spilles Worten hätte die Behörde für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften (GLL) „mehr erwartet“. Heinz Nienaber wollte in die kommunalen Maßnahmen zumindest die Erweiterung der Klein Köhrener Schützenhalle zu einem Dorfgemeinschaftshaus „eingerechnet“ wissen. Spille pflichtete mit Einschränkung bei. Das Projekt sei nur „halb öffentlich“, zumal die Ausführung in den Händen des Schützenvereins Groß und Klein Köhren lag.

Noch bis Ende 2011 können die Gemeinde und die Einwohner aus dem Dorferneuerungstopf schöpfen. Dann läuft das Programm aus. Von dem festgelegten Fördervolumen sind noch rund 152 000 Euro übrig. Eine Aufstockung und eine Verlängerung des Förderzeitraums (für gewöhnlich um ein Jahr) seien grundsätzlich möglich, erläuterte Spille.

Allerdings müsse ein entsprechender Antrag frühzeitig gestellt und gut begründet werden. Lägen der GLL Zuschussanträge für viele Maßnahmen vor, bei denen sich abzeichne, dass sie 2011 nicht mehr umgesetzt werden können, dann erhöhten sich die Chancen auf eine Verlängerung und eine Aufstockung des Förderrahmens deutlich. Spille appellierte an den Rat, noch einmal über etwaige kommunale Projekte nachzudenken, die in Angriff genommen werden könnten. Nicht ausgeschlossen sei sogar eine Förderung von Maßnahmen, die nicht im Dorferneuerungsplan stünden.

Beschlossen hat der Rat, die beiden Bäume beim Beckelner Denkmal von einem Fachmann „köpfen“ zu lassen. Treiben sie erneut aus, werden sie erhalten. Zeichnet sich aber bei dem „Auf-den-Stock-Setzen“ bereits ab, dass die Stämme innen faul oder hohl sind, wird konsequent gefällt.

Hintergrund des Beschlusses: Die Dorf- und Soldatenkameradschaft (DSK) hat die Pflege der Fläche beim Denkmal übernommen. Den Arbeitsaufwand aber hält der Verein mittlerweile wegen der großen Menge des anfallenden Laubs und Geästs für deutlich zu hoch.

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