Verwaltung, Pflegeeinrichtungen, Vereine und viele mehr laden zum Aktionstag 60+ in die Grundschule Neerstedt

Dötlinger bündeln Kompetenzen

Kreiszeitung Syke

Neerstedt - (ts) · Mit vereinten Kräften wollen die Gemeinde, Pflegeeinrichtungen, Ärzte, Sportvereine und viele mehr am Sonntag, 21. März, zeigen, dass es sich auch im Alter gut in der Gemeinde leben lässt. Dann laden sie von 10 bis 18 Uhr zu dem „Aktionstag 60+“ in die Grundschule Neerstedt ein.

„Ursprünglich hatten wir für den Informationstag nur die Aula ins Auge gefasst, da die Resonanz so groß ist, haben wir jetzt schon ein paar Klassenräume dazu genommen“, berichtete Sozialamtsleiterin Elke Brunotte am Mittwochabend während des ersten Treffens aller Mitwirkenden in der Grundschule. Vorstellen werden sich neben den örtlichen Pflegeeinrichtungen, Arztpraxen, der Apotheke und der Kirchengemeinde unter anderem auch Sport- und Schützenvereine, die Volkshochschule Wildeshausen sowie das Seniorenservicebüro des Landkreises. Gleichzeitig sollen während des Aktionstags ehrenamtliche Kräfte gewonnen und motiviert werden.

Offiziell eröffnet wird die Veranstaltung um 11 Uhr von Bürgermeister Heino Pauka. Bereits ab 10 Uhr ist ein Gottesdienst mit Pastor Hartmut Lübben geplant. Neben Informationen zu den jeweiligen Angeboten erwartet die Besucher am 21. März auch ein Rahmenprogramm, das bis Ende kommender Woche stehen soll. So wird die Volkshochschule beispielsweise an den acht internetfähigen PCs in der Grundschule eine Computer-Einführung anbieten-, Egbert Ahlrichs vom Betreuungsverein Oldenburg-Land wird zu Themen wie „Vorsorgevollmacht“ und „Betreuungsrecht“ referieren, und Juliet Rasche kommt mit Yoga, Nackenentspannung und Gehirngymnastik. Vera Vollmer vom Seniorenservicebüro des Landkreises möchte über die Vermittlung von Altenbegleitung sowie die Einsatzfelder ehrenamtlichen Engagements berichten. „So gibt es zum Beispiel auch hier in Dötlingen zwei ausgebildete Seniorenbegleiterinnen“, sagte Vollmer.

Der 21. März soll aber nicht nur ein Tag für Senioren sein, sondern für die ganze Familie. „Schließlich sind alle betroffen“, ergänzte Brunotte. So wird es beispielsweise auch Informationen für pflegende Angehörige geben. Fragen wie „Wie lassen sich Beruf und Pflege vereinbaren?“ sollen dann beantwortet werden.

Ehe es am Mittwochabend um die Feinheiten wie die Standplatzverteilung, Stromversorgung und Bewirtung ging, verwies Brunotte noch auf die Hintergründe dieses „Aktionstags 60+ – Informationen für mehr Lebensqualität im Alter“. Die Börse ist das Ergebnis eines Arbeitskreises, der sich bereits 2008 mit Blick auf den demografischen Wandel gegründet hat und sich mit den Problemen und Veränderungen beschäftigt, die eine alternde Gesellschaft mit sich bringt. „Immer mehr Menschen verlassen im Alter den Ort, weil sie meinen, hier nicht gut versorgt zu sein“, so Brunotte. „Das müssen wir ändern.“ Zusammen mit ansässigen Einrichtungen wurden bereits die Bereiche ermittelt, in denen Handlungsbedarf besteht – von der Mobilität bis zur ärztlichen Versorgung.

Schnell habe festgestanden: Die im Seniorenbereich Tätigen müssen sich besser vernetzen. Erstellt wurde ein Konzept – das „Dötlinger Modell – Leben zu Hause, so lange wie möglich“, das beim Wettbewerb „Orte mit Zukunft – Nicht ohne Netzwerke“ vom Kommunalverbund Bremen/Niedersachsen ausgezeichnet wurde. Mit dem Preisgeld wird nun die Umsetzung des Aktionstags finanziell unterstützt.

In den kommenden Tagen und Wochen soll kräftig die Werbetrommel gerührt werden. Plakate und Flyer sind in Arbeit, eine Postwurfsendung an alle Haushalte ist geplant.

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