Debatte im Umweltausschuss des Kreises

Buchreihe bei Hockensberg: Zwei Voten, aber noch kein Beschluss

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Zukunft der Buchenreihe an der Iserloyer Straße (K 237): Zwar hat sich der Ausschuss mehrheitlich für eine Variante ausgesprochen, doch eine Entscheidung steht noch aus.

Wildeshausen/Hockensberg – Das Problem war letztlich schon lange bekannt, dennoch brandeten bei der Diskussion um die Zukunft der Buchenreihe an der Kreisstraße 237 bei Hockensberg (wir berichteten) am Dienstagabend im Umweltausschuss des Landkreises die Emotionen noch einmal hoch.

Nach einer rund anderthalbstündigen Diskussion, einer Sitzungsunterbrechung und einer Kampfabstimmung kam das Gremium dann zu vorgerückter Stunde zwar zu einem Ergebnis. Dieses muss allerdings noch in der kommenden Woche vom Kreisausschuss bestätigt werden. Nach Willen von SPD, Grünen, Linken und UWG soll nun die Fahrbahn der Iserloyer Straße südlich der jetzt bestehenden Trasse neu angelegt werden. 

Die alte Trasse wird zum Radweg. Zusätzlich sind südlich der neuen Fahrbahn Baumanpflanzungen vorgesehen, mindestens 13 Buchen müssten weichen. Acht der Ausschussmitglieder stimmten dafür, sieben – CDU und FDP – dagegen. Dies entspricht der Variante „6a“ der von der Verwaltung vorgelegten zwölf Möglichkeiten. Ein Großteil davon war allerdings bereits im Vorfeld ausgeschieden, da ihre Umsetzung verkehrsrechtlich nicht zulässig ist. CDU und FDP hatten schließlich „Variante 2“ befürwortet: Dabei hätte die gesamte südliche Reihe alter Bäume (32) für den Neubau gefällt werden müssen. Eine neue, gesunde Baumreihe hätte die entfernte stattdessen ersetzt. Der Radweg hätte in diesem Fall südlich verlaufen sollen. Nur sieben der Ausschussmitglieder hatten schließlich dafür gestimmt, acht dagegen.

Landrat Carsten Harings hatte beide Vorschläge nach der fünfminütigen Sitzungsunterbrechung zur Abstimmung gebracht. Da die nun favorisierte Version jedoch um geschätzt mindestens 400 000 Euro teurer ist als der Gegenentwurf, müsse der Kreisausschuss darüber befinden, erläuterte der Verwaltungschef. Dieser tage bereits in der kommenden Woche. Seine Aufgabe sei dann, die Entscheidungen des Ausschusses „zusammenzuführen“, sagte Harings. Er hatte vorher betont, dass der Ausschuss lediglich über die Straße und den Radweg zu befinden habe. Etwaige Diskussionen über den Sinn und Zweck des an der Kreisstraße von der Gemeinde Dötlingen geplanten Gewerbegebiets seien an dieser Stelle fehl am Platze und stünden dem Gremium nicht zu, so Harings: „Es geht nur um die Straße – das ist die zentrale Frage.“

Eingangs des Tagesordnungspunktes hatte der Baumgutachter Helmut Titschak die Varianten bewertet. Dabei ging es ihm vor allem um den Wert und die Erhaltenswürdigkeit der Buchen. Diese seien allerdings teilweise nicht in dem besten Zustand. Auch hatte er nochmals die dann von CDU und FDP befürwortete Variante ins Spiel gebracht. Titschak hatte bereits ein Gutachten für den Heimatverein Hockensberg über die teils 80 Jahre alten Bäume verfasst.

Mehr dazu lesen Sie in der morgigen Ausgabe. 

fra

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