Silke Schumann-Binarsch und Christina Hundhausen

Zwei neue Ärztinnen für Neerstedt - zum 1. Oktober

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Wagen den Schritt aufs Land: Dr. Silke Schumann-Binarsch (l.) und Dr. Christina Hundhausen übernehmen zum 1. Oktober die Hausarztpraxis an der Heuberge in Neerstedt.

Neerstedt – Christina Hundhausen und Silke Schumann-Binarsch heißen die neuen Ärztinnen in der Gemeinde Dötlingen. Die 46- beziehungsweise 45-Jährige übernehmen die Hausarztpraxis an der Heuberge in Neerstedt, die sie nach einer Renovierungsphase zum 1. Oktober öffnen wollen.

Bekanntlich haben die bisherigen Landärzte Dr. Manfred Schwarz und Dr. Ansgar Schmidek ihre Zusammenarbeit aufgrund von unüberbrückbaren Differenzen zum 30. Juni beendet. Schwarz, der die Praxis 1984 übernommen hatte, wird bereits Ende kommender Woche in den Ruhestand gehen. Mit den gekündigten Mitarbeitern führen Hundhausen und Schumann-Binarsch derzeit Gespräche zwecks Übernahme.

Einig geworden sind sie sich bereits mit Versorgungsassistentin Andrea Strudthoff, die als „Gemeindeschwester“ seit Jahren präventive Hausbesuche in der Kommune übernimmt. Damit sie diese Tätigkeit auch in der Übergangszeit fortführen kann, wird sie zunächst kurzfristig in Hundhausens bisheriger Gemeinschaftspraxis in Oldenburg angestellt. Auf diese Weise wollen die Ärztinnen die Patientenversorgung bis zur Wiedereröffnung im Oktober sichern. „Und ich bin froh, dass mein Praxispartner in Oldenburg und die Kassenärztliche Vereinigung (KVN) da mitspielen“, sagt Hundhausen.

Die 46-Jährige war 17 Jahre lang als Sanitätsoffizier bei der Bundeswehr, ehe sie in der Oldenburger Praxis begann. Sie ist Fachärztin für Allgemeinmedizin, Chirotherapie, Ernährungsmedizin und Akupunktur. Zudem ist sie leitende Medizinerin beim Palliativstützpunkt des Landkreises Oldenburg in Ganderkesee. „Diese Aufgabe möchte ich auch nach meinem Wechsel nach Neerstedt weiter wahrnehmen“, sagt Hundhausen, die mit ihrer Familie in der Gemeinde Hatten lebt.

Über die Palliativmedizin hat die 46-Jährige auch Schumann-Binarsch kennengelernt. Die Bremerin ist seit 2008 am Klinikum Oldenburg tätig. Acht Jahre lang arbeitete sie dort in der Onkologie, unter anderem als Oberärztin. Ab 2016 baute sie die Klinik für Palliativmedizin am Klinikum Oldenburg mit auf, die sie bis heute leitet. Die Fachärztin für Innere Medizin träumt seit einer Weile von einer eigenen Hausarztpraxis. „Erst gab es Überlegungen in die Stadt zu gehen. Aber Christina hat zu mir gesagt: ,Nein, du gehörst aufs Land‘.“ Durch ihre Arbeit beim Palliativstützpunkt hat Hundhausen intensiven Kontakt zu Praxen, Apotheken und Pflegediensten in der Region – auch in der Gemeinde Dötlingen. Auf diese Weise erfuhr sie vom Ende der Landärzte. „Es hat sich dann einfach gefügt“, sagt Schumann-Binarsch, die schon Ende Mai die Zulassung für den bis dato freien Arztsitz im Planungsbezirk von der KVN erhalten hat. Zu diesem gehören neben der Gemeinde Dötlingen auch die Stadt Wildeshausen, die Gemeinde Großenkneten sowie die Samtgemeinde Harpstedt.

Mit der Renovierung und anschließenden Einrichtung der Räume wollen die Ärztinnen schon im Juli beginnen. „Dann erhalten sie einen weiblichen Stempel“, meint Hundhausen. Und auch einen neuen Namen möchten sich die Kolleginnen für die Praxis überlegen.

Ein Teil der Patienten wird Hundhausen übrigens schon vor der Wiedereröffnung kennenlernen, wenn sie Strudthoff anfangs bei den Hausbesuchen begleitet.

Von Tanja Schneider

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