120 Zuhörer erleben eine besondere Winternacht

Stimmungsvolles Konzert lockt in die Dötlinger St.-Firminus-Kirche

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Markus Häger (l.) und Thomas Schlegel spielten zum achten Mal ihr „Winternacht“-Konzert in der Dötlinger Kirche.

Dötlingen - Von Tanja Schneider. Es war eine ganz besondere Stimmung, die sich am späten Sonntagnachmittag mit den ersten Konzertklängen in der Dötlinger St.-Firminus-Kirche ausbreitete – ruhig, besinnlich, fernab des Alltags. Rund 120 Zuhörer lauschten dem Programm „Winternacht – alles still“, das Markus Häger (Keyboard, Gesang) und Thomas Schlegel (Gitarre, Gesang) das achte Jahr in Folge im Gotteshaus präsentierten. Natürlich brachten sie auch dieses Mal neue Lieder mit.

Mit Erklärungen, viel Witz und stimmungsvollen Texten, unter anderem von Erich Kästner und Theodor Fontane, leitete das Duo durch die Veranstaltung, in deren Fokus die Stücke deutscher Liedermacher standen. Hans Zimmermanns „Schneeweiße Nacht“ kam ebenso zu Gehör wie Reinhard Meys „Ich denk, es war ein gutes Jahr“ oder auch Konstantin Weckers „Das schrecklich schöne Leben“. 

„Dies hat Wecker ja eine Zeit lang in Syke geführt, wo er eine junge Frau heiratete“, meinte Häger, und wurde umgehend von einem Zuschauer korrigiert, der genau Bescheid wusste, was „Wecker einst in Bassum trieb“. In „Das schrecklich schöne Leben“ wünscht sich der Liedermacher allerdings seine Kindheit zurück. Wie schön wäre es, noch einmal sechs Jahre alt zu sein?

Traurigkeit, Furcht und Grantigkeit

„Eine ganz herrliche Gefühlswelt beschreibt auch Ludwig Hirsch in seinem Song ,Und der Schnee draußen schmilzt‘. So wunderbar, dass ich es nicht erklären kann“, sagte Häger. Umso gespannter lauschten die Zuhörer den Zeilen, die Tipps bei Traurigkeit, Furcht und Grantigkeit parat hielten: einfach hinsetzen, zuhören, und „der Schnee draußen schmilzt“.

Im Gepäck hatten Häger und Schlegel auch einige Eigenkompositionen, mit denen sie dem Publikum alltägliche Erfahrungen und Situationen näher brachten. Von „Mollig warm“ über „Die schönste Zeit“ und „Viel zu schnell“ bis hin zu „Lass Los“ und „Vorbei“ reichte das Repertoire.

Mit ihrem „Winternacht“-Konzert erhellten Häger und Schlegel einmal mehr die dunkle Jahreszeit. Nach dem Auftakt in Dötlingen folgen drei weitere Auftritte – am 14. Januar in der St.-Marien-Kirche in Heiligenloh, am 21. Januar in St. Katharinen in Schönemoor sowie am 11. Februar in St. Ansgari in Kirchhatten. Beginn ist jeweils um 17 Uhr.

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