1. Startseite
  2. Lokales
  3. Landkreis Oldenburg
  4. Dötlingen

Kindergärten „Kleeblatt“ und „Schatzkiste“: Zu viel Wasser, zu wenig Spielgeräte

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Lara Terrasi

Kommentare

Die Schlammreste sind vor dem Kindergarten „Kleeblatt“ in Brettorf noch zu sehen.
Die Schlammreste sind vor dem Kindergarten „Kleeblatt“ in Brettorf noch zu sehen. © Malik

Neerstedt/Brettorf – Zu viel Wasser vor dem Eingang, zu wenige Spielgeräte auf dem Spielplatz: Während der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bildung und Erziehung der Gemeinde Dötlingen im Neerstedter Rathaus ging es unter anderem um die Kindergärten „Kleeblatt“ in Brettorf sowie um die „Schatzkiste“ in Neerstedt.

Markus Knoop (CDU) hatte bezüglich des „Kleeblatts“ eine Frage an die Gemeindeverwaltung gestellt: „Da es ja in vergangener Zeit vermehrt Regenfälle gegeben hatte, hatten wir eine beträchtliche Pfütze vor der Einrichtung.“ Seine Fraktion hatte diesbezüglich eine Anfrage gestellt, so der Christdemokrat. „Ich wollte eigentlich nur mal wissen, wie da jetzt der weitere Ablauf ist.“

Bauhof soll Wasser abpumpen

Bürgermeisterin Antje Oltmanns bestätigte seine Anfrage: „Es ist tatsächlich so, dass es da die vergangenen Tage nicht gut aussah. Da kamen extreme Regenmengen runter, die sich im Eingangsbereich gesammelt haben. Unser Bauhof ist inzwischen beauftragt, da das Wasser abzupumpen. Die sind auch mit der Feuerwehr im Gespräch, um die Situation vor Ort zu bereinigen.“ Zudem sei vorgesehen, im Eingangsbereich eine kleine Überdachung anzubringen, „sodass man dann auch trockenen Fußes in den Container reinkommen kann und die Situation insgesamt deutlich verbessert werden soll“, sagte Oltmanns.

Maren Meyer-Thöle, Elternvertreterin in der Kindertagesstätte „Kleeblatt“, berichtete während der Einwohnerfragestunde, dass es bei dem Kindergarten schon häufiger zu dieser Situation gekommen sei. „Ein einmaliges Abpumpen wird an der Gesamtsituation ja nichts ändern“, sagte sie. „Beim letzten Mal war die ganze Fläche vorm ,Kleeblatt‘ komplett verschlammt, und Abhilfe geschaffen hat eine Erzieherin, die einen Kinderschneeschieber genommen hat, um den Schlamm wegzuschieben, weil der Bauhof gesagt hat, er könne hier nichts machen. Da würde mich interessieren, ob eine langfristige Lösung geplant ist.“

Dass das Problem schon länger bestehe, konnte Oltmanns bestätigen. „Aber es wird auch versucht, dauerhaft diese Situation zu verbessern und nicht nur einmal abzupumpen. Und wenn jetzt abgepumpt worden ist beziehungsweise auch die Leitungen freigelegt worden sind – und das ist letztendlich das Ziel – dann wird auch noch mal eine Reinigung des Platzes erfolgen. Dafür hat der Bauhof den Auftrag von mir erhalten.“

Containerbauten nur eine Übergangslösung

Weiter hatte Meyer-Thöle eine Frage zur Kindertagesstätte in Neerstedt: „Aktuell ist es ja so, dass bei der ,Schatzkiste‘ noch nicht wirklich viele Spielgeräte vorhanden sind.“ Sie wollte wissen, wie die Planung für den Außenbereich der Einrichtung aussieht: „Soll da noch etwas passieren, soll es noch weitere Spielgeräte geben?“, fragte sie.

Die Gemeinde Dötlingen plane den Bau einer neuen Kindertagesstätte, so Oltmanns. „Das heißt, die Containersituation soll da behoben werden.“ Die Kindergärten „Kleeblatt“ und „Schatzkiste“ stellten also nur eine vorübergehende Lösung dar. Wie berichtet, sollen die beiden Kitas in Modulbauweise in den Neubau umsiedeln.

Katrin Albertus-Hirschfeld von der Gemeindeverwaltung sagte noch dazu: „Wenn nicht gerade Corona wäre, ist es mit der Einrichtung ,Unterm Regenbogen‘ abgestimmt, dass der Außenbereich durchaus mitbenutzt werden könnte. Im Moment ist es nur etwas schwierig.“

Sarah Hermann äußerte sich dazu ebenfalls zu Wort. Sie ist als Elternvertreterin der Kindertagesstätte „Schatzkiste“ hinzugezogenes Mitglied in Ausschuss für Bildung und Erziehung. Während des ersten Elternabends sei das Thema Spielgeräte bei der „Schatzkiste“ angesprochen worden. „Es wurde der Leitung der Einrichtung zugesichert, dass bereits Spielgeräte bestellt wurden. Das ist mehr als ein halbes Jahr her, und es steht noch nichts. Es kommt anscheinend auch nichts“, monierte Hermann. Das, was zugesagt worden ist, sei dort auch aufgestellt worden, sagte Albertus-Hirschfeld dazu.

„Das ist schon ein bisschen schade. Eine Schaukel für eine Gruppe, die dann 25 Kinder umfassen soll. Und der Spielplatz, der zugesagt wurde, ist der hintere Bereich des Kindergartens ,Unterm Regenbogen‘, wo wirklich nur diese eine Rutsche steht. Sonst ist da nichts, das ist echt lächerlich“, ärgerte sie sich. Es sei lediglich eine Übergangslösung, so Albertus-Hirschfeld.

Kita-Neubau in Neerstedt geplant 

Um dem steigenden Bedarf gerecht zu werden, plant die Gemeinde Dötlingen eine weitere Kindertagesstätte. „Mit dem Beschluss des Rates der Gemeinde am 16. Dezember 2021 wurden 3,63 Millionen Euro für die Errichtung einer neuen Kindertagesstätte in Neerstedt im Investitionsprogramm des Haushaltes für das Haushaltsjahr 2022 bereitgestellt. Da noch einige Fragen zu klären sind, wurde der Betrag mit einem Sperrvermerk versehen“, informiert Bürgermeisterin Antje Oltmanns auf Nachfrage. Der konkrete Standort in Neerstedt stehe bislang noch nicht fest. „Aktuell prüft die Verwaltung verschiedene Fragen und wird die Angelegenheit anschließend den politischen Gremien zur Beratung und Beschlussfassung vorstellen“, berichtet die Bürgermeisterin weiter. 

Auch interessant

Kommentare