Birgit Abel engagiert sich ehrenamtlich / Wöchentliche Einsätze im Dötlinger Schulgarten

Zeit sinnvoll verschenken

Ehrenamtliche Hilfe für den Dötlinger Schulgarten: Lehrerin Caroline Schütte und Schulleiterin Melanie Kahnt-Bock (v.r.) freuen sich über die regelmäßige Unterstützung von Birgit Abel (l.). Vermittelt hat sie die Freiwilligenagentur „mischMIT!“ mit Geschäftsführer Thorben Kienert.
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Ehrenamtliche Hilfe für den Dötlinger Schulgarten: Lehrerin Caroline Schütte und Schulleiterin Melanie Kahnt-Bock (v.r.) freuen sich über die regelmäßige Unterstützung von Birgit Abel (l.). Vermittelt hat sie die Freiwilligenagentur „mischMIT!“ mit Geschäftsführer Thorben Kienert.

Dötlingen – Als Birgit Abel zu ihrem ersten ehrenamtlichen Einsatz den Dötlinger Schulgarten betrat, hatte sie ein mulmiges Gefühl. Ist diese Aufgabe wirklich etwas für mich? Und werden mich die Schüler mögen? Ihre Zweifel stellten sich schnell als unbegründet heraus. „Schon beim zweiten Besuch hingen die Kinder förmlich an ihr“, erinnert sich Schulleiterin Melanie Kahnt-Bock. „Mittlerweile haben sie sie lieb gewonnen, und sie hilft uns sehr.“

Abels Mut, sich für ein Ehrenamt zu entscheiden, hat sich gelohnt. Seit gut drei Jahren ist die Dötlingerin verwitwet, hat keine Kinder. „Deshalb habe ich viel Zeit zu verschenken“, erzählt die 68-Jährige. „Ich wollte etwas Sinnvolles tun, etwas Lebendiges.“ Die jetzige Aufgabe sei genau das Richtige. Vermittelt hat sie die Freiwilligenagentur „mischMIT!“ in Wildeshausen, die seit 2018 auch in der Gemeinde Dötlingen aktiv ist, Institutionen und Freiwillige zusammenbringt. Seit einem knappen Jahr gehört laut Geschäftsführer Thorben Kienert auch die Dötlinger Grundschule zu den nach Unterstützung suchenden Einrichtungen. Dort sind inzwischen drei Ehrenamtliche aktiv – eine Lesepatin, ein Helfer für den Förder- und Forderunterrricht sowie eben Birgit Abel, deren Haupteinsatzgebiet der Schulgarten ist. „An dieser Auswahl sieht man, wie vielseitig Ehrenamt sein kann“, meint Kienert.

Vor etwa einem halben Jahr hat Abel mit ihrer Aufgabe begonnen. Zusammen mit den Kindern räumte sie den Schuppen auf, hakte das Laub weg und freute sich auf die geplanten Aktivitäten im Frühjahr – dann kam das Coronavirus und eine Auszeit. „Eigentlich hatten wir im Rahmen unserer erneuten Bewerbung zur Umweltschule in Europa unterschiedliche Elemente geplant, um den Garten insektenfreundlich zu gestalten“, berichtet Lehrerin und Schulgarten-Obfrau Caroline Schütte. Neben der Pflanzung von Stauden und Kräutern war der Bau eines Insektenhotels in einem alten, ausrangierten Ruderboot vorgesehen. Das muss nun noch warten – ebenso wie die Schulgarten-AG. Denn weil Arbeitsgemeinschaften aufgrund der Pandemie noch untersagt sind, ist momentan nur „Gartenarbeit“ im Zuge des Sachunterrichtes drin. „Wir müssen genau schauen, welche Aufgaben sich auch mit Abstand realisieren lassen“, sagt Schütte. „Schließlich wollen wir auch Frau Abel schützen.“

Die 68-Jährige verbringt gerne Zeit im Schulgarten und fühlt sich vom Kollegium der Dötlinger Grundschule gut aufgenommen. „Da wird aus einer Stunde auch schnell ein bisschen mehr“, verrät sie. Kahnt-Bock, Schütte und Abel sind sich einig: „Es passt und ist eine super Ergänzung.“

Von Tanja Schneider

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