Benefizführung zugunsten der Neerstedter Bühne

Elise Plietsch führt mit Witz durch Dötlingens Geschichte

Elise Plietsch sorgt für Sicherheit während ihrer Gästeführung durch Dötlingen: An einem langen Tau müssen sich die Teilnehmer festhalten. Das Schlusslicht muss ein Gast mit hellgelber Warnweste bilden. - Foto: Pleuß

Dötlingen - Von Alina Pleuß. „Na dann machen wir uns jetzt mal rund und bummelig auf den Weg. Zack, zack jetzt!“, ertönte am Sonntag die schrill-schöne Stimme der Dötlinger Gästeführerin Elise Plietsch (Dette Zingler).

Die selbsterklärte „84-jährige alleinstehende Dame“ hatte zu einer Benefizführung zugunsten der Neerstedter Bühne eingeladen. 19 Teilnehmer kamen dafür auf dem Parkplatz „Zur Loh“ in Dötlingen zusammen.

Gemeinsam mit der lustigen Entertainerin ging es zunächst zum Dorfgarten mit der „Drehkuhle“, dem Ort an dem Plietsch ihr Youtube-Video zum Kulturpavillon aufnahm (wir berichteten). Aber auch die Müller vom Siel-Kate, der alte Friedhof, das Heuerhaus und weitere Dötlinger Aushängeschilder standen auf dem Programm.

Am Tau aufgereiht geht es durch Dötlingen

„Aber bevor wir lostüddeln, muss ich dafür sorgen, dass mir unterwegs keiner verloren geht“, erklärte die Gästeführerin. Prompt holte sie ein langes Tau aus ihrer Handtasche, an dem sich alle Teilnehmer festhalten sollten. „So, und wir brauchen auch noch ein Schlusslicht.“ Gesagt, getan. Ein Teilnehmer erhielt eine Warnweste und sollte das Ende der Menschenschlange kennzeichnen. 

Vermischt mit vielen Gags, neckischen Spitzen und der unverkennbaren Plietschen Stimme sorgte die Tour für viel Gelächter unter den Gästen. Diese kamen sowohl aus Neerstedt und Wildeshausen, als auch aus Ganderkesee und Berne. „Mein Mann war bei einer ihrer Gästeführungen und fand es so witzig, dass er mir nun einen Gutschein dafür geschenkt hat“, erzählte eine Teilnehmerin.

Tour beliebt, um Männer zu entsorgen

Auf die vergleichsweise hohe Anzahl an Paaren erwiderte Plietsch: „Es gibt da eine interne Statistik von uns Dötlinger Gästeführern. Und zwar haben wir die Theorie, dass die Frauen ihre Männer auf diese Touren nur mitschleppen, um sie hier zu entsorgen.“ Oft käme es vor, dass sie übriggebliebene männliche Teilnehmer mit der Schubkarre abtransportieren muss. 

„Sehr interessant zu sehen, wie viele Männer, nachdem ich das erzählt habe, spontan nach der Hand ihrer Frau greifen“, so Plietsch schmunzelnd. Mit viel Humor widmete sich die Gästeführerin der Dötlinger Geschichte und erzählte einiges zu den Biografien der Künstler Georg Müller vom Siel und Otto Pankok.

„Ja, also nett ist nicht so meins. Die Dötlinger wissen das schon, die kriegen auch oft mal einen Spruch gedrückt“, erzählte sie. „Aber umso besser, dass ich mit meinen 84 Jahren noch so mobil bin. Da kann man den Steinen, die dann aus den Vorgärten fliegen, noch ganz gut ausweichen.“

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