Warten auf grünes Licht für Hühnermobil

Hof Osterloh hat seine Direktvermarktung erweitert 

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Jürgen Osterloh und Anke Holtmann sind mit der Resonanz auf den „Regiomat“, aus dem rund um die Uhr Produkte wie Grillfleisch und Marmeladen gezogen werden können, zufrieden. Er befindet sich in einer Holzhütte in Klattenhof.

Klattenhof - Von Tanja Schneider. Anke Holtmann und Jürgen Osterloh müssen nicht lange überlegen: „Jetzt im Sommer sind auf jeden Fall das Grillfleisch und die Krakauer der Renner“, sagen sie.

Aber auch die Wurst in Gläsern sei gefragt. Vor knapp zwei Monaten stellten sie auf ihrem landwirtschaftlichen Hof an der Straße „Im Dorfe“ in Klattenhof den „Regiomat“ auf, an dem rund um die Uhr heimische Produkte erhältlich sind. Ihr erstes Fazit fällt positiv aus – abgesehen von einem Juckepunkt.

Aus dem gekühlten Automaten, der in einem schmucken Holzbau zu finden ist, können Interessierte zu jeder Tag- und Nachtzeit die Spezialitäten erwerben. Sie brauchen nur Geld einwerfen und die Nummer des gewünschten Produktes wählen. Eine Liste hängt aus. „Bislang lief alles nur über Vorbestellungen. Die Kunden mussten zu bestimmten Terminen kommen, um die Ware abzuholen“, begründet Holtmann den Schritt zur erweiterten Direktvermarktung. Genutzt wird das Angebot unter anderem von Einwohnern, aber auch Radfahrern, die Getränke ziehen und auf den Sitzbänken mit Tischen neben der Hütte eine Pause einlegen können.

Neben Wurst- und Fleischwaren wie Bauernleberwurst, Hausmachersülze und Bratwurst, für die der Hof mit der Schlachterei Tonn zusammenarbeitet, gibt es Honig vom Geveshauser Imker Josef Alterbaum, Getränke sowie selbst gemachte Marmeladen und Gelees in unterschiedlichen Sorten, zum Beispiel Erdbeere und Pflaume. „Osterloh‘s schmeckt! Gutes vom Hof – in Verantwortung für Mensch und Natur“ steht auf den Gläsern und verweist auf den regionalen Charakter, der Holtmann und Osterloh wichtig ist. 

Auf dem Hof halten sie zudem seit rund drei Jahrzehnten Galloways, von denen sie rund zehn Tiere im Jahr vermarkten. „Im Regiomat bieten wir die Mettwurst an. Der Rest funktioniert nur über Bestellungen. Aber wir informieren rechtzeitig, wenn es Fleisch gibt“, verspricht Holtmann, die regelmäßig schaut, ob der „Regiomat“ nachgefüllt werden muss.

Aufhängen möchten die Direktvermarkter im videoüberwachten Holzhaus noch einen Kasten für Kundenwünsche. „Sehr oft nachgefragt werden momentan Eier“, erzählen die Klattenhofer, die diese auch anbieten wollen. Schon Ende Juni hatten sie einen mobilen Hühnerstall gekauft, nachdem sie gelesen hatten, dass die Baugenehmigungspflicht für diese in Niedersachsen wegfallen soll. 

„Wir können das Hühnermobil aber nicht ohne grünes Licht vom Landkreis in Betrieb nehmen“, sagt Osterloh. Gedanken machen sich die Klattenhofer auch über Produkte für den Winter, wenn das Grillfleisch aus dem Automaten verschwindet. „Vielleicht gibt es dann Kochwurst, Pinkel und Eintöpfe“, sagen sie.

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