Woche des Buches an den Neerstedter Schulen/Kinder bereiten Ausstellung „Große Kunst von kleinen Händen“ vor

Von Aschenputtels Schuhen und Woll-Trollen

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Die 2b hat „Wo die wilden Kerle wohnen“ gelesen. Und da die Hauptfigur Max in einem Boot davonfährt, haben sie welche gebastelt.

Neerstedt - Von Tanja Schneider. Das Zimmer der Klasse 4a gleicht Aschenputtels Schuhschrank, nebenan heben Drachen ab, durch die 2b toben wilde Kerle, und Lara und Sarah spielen mit Trollen – anlässlich der Woche des Buches haben sich die Grund- sowie die Sprachheilschule in Neerstedt in eine Märchen- und Fantasiewelt verwandelt. In sämtlichen Räumen erklingen dabei nicht nur Geschichten, es geht auch kreativ zu – die Kinder malen, kleben, drucken und modellieren.

„Wir nutzen die Woche des Buches auch, um Kunstwerke für die Ausstellung im Neerstedter Rathaus zu schaffen“, erklärt Lehrerin Rita Mutke. Diese steht alle vier Jahre unter dem Motto „Große Kunst von kleinen Händen“ auf dem Programm, sodass jedes Kind während seiner Grundschulzeit einmal seine Arbeiten präsentieren kann. Eröffnet wird die Ausstellung am 18. Juni. So manches Werk ist bereits fertig, an anderen arbeiten die Mädchen und Jungen noch fleißig. So basteln die Schüler der 4b, die gerade das Buch „Ein Drache in der Schultasche“ lesen, Drachen aus Pappmaché. Viele der Fantasietiere haben bereits ihre Flügel. Nun fehlt noch Farbe. Zudem kreieren sie bunte Eier.

Nebenan in der 4a steht Aschenputtel im Mittelpunkt. „Vier haben uns in vier Gruppen aufgeteilt. Jede befasst sich mit einer Passage des Märchens, schreibt eine Kurzfassung und malt Bilder“, berichten Pascal und Matthias. Die Ergebnisse sollen in einem Buch zusammengefasst werden. „Ach ja, wir machen auch Prinzessinnenschuhe“, ergänzt Ida mit Blick auf die Tische. Auf jedem findet sich ein von Mama oder Oma gesponserter Schuh. Einige sind bereits bunt bemalt, andere glitzernd beklebt. Mit den Grimmschen Märchen haben sich auch die Kinder der 3a befasst. Nun schreiben sie Fantasiegeschichten für ein eigenes Buch. Für ihre Kunstwerke erhalten sie Unterstützung vom Bremer Mirsad Herenda, der mit ihnen Radierungen anfertigt. Dafür zeichnen die Kinder Skizzen, die sie dann auf Plastikscheiben ritzen. Schwarze Druckerfarbe drüber, und schon kann die von Herenda mitgebrachte Presse zum Einsatz kommen.

Etwas Besonderes hat sich auch Jürgen Möhle für seine Sprachheilschüler einfallen lassen. Die Zweitklässler gestalten ein Fühlbuch – passend zu der Geschichte „Die kleine Spinne spinnt und schweigt“. Hierfür statten sie Holzrahmen mit einem Spinnennetz aus, das im Laufe der Geschichte immer größer wird. Zudem schauen unterschiedliche Tiere vorbei.

Trolle aus Wolle haben unterdessen die 1a der Grundschule erobert. Bis zur Ausstellung sollen sie noch Gesichter und Füße erhalten. Auch die „wilden Kerle“ in der 2b sind noch nicht fertig. Bei einigen Figuren aus Modelliermasse fehlen Augen. Gut sehen hingegen schon die Bilder und gebastelten Boote aus.

Während die 1b Sterntaler aus Salzteig „backt“, nehmen die Aschenputtelschuhe der 4a immer mehr Gestalt an. „Wer Größe 38 hat, kann meinen bei der Ausstellung anprobieren“, flachst einer der Jungen, und ruft nach „noch mehr Gold und Glitzer für meinen Schuh“.

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