„Wir warten nur noch auf das Go“

Wild- und Freizeitpark Ostrittrum hat privates Testzentrum vor den eigenen Toren beantragt

Konnten sich während des Rundgangs austauschen: (v.l.) Betreiberin des Testzentrums Annette Schürmann, Inhaber des Tierparks Tanja und Thomas Riesmeier, Bundestagsabgeordnete Susanne Mittag (SPD), Bürgermeisterkandidatin Antje Oltmanns (SPD) sowie Vorsitzender der SPD Dötlingen, Thore Güldner .
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Konnten sich während des Rundgangs austauschen: (v.l.) Betreiberin des Testzentrums Annette Schürmann, Inhaber des Tierparks Tanja und Thomas Riesmeier, Bundestagsabgeordnete Susanne Mittag (SPD), Bürgermeisterkandidatin Antje Oltmanns (SPD) sowie Vorsitzender der SPD Dötlingen, Thore Güldner .

Ostrittrum – Familie Riesmeier hat die Errichtung eines privaten Testzentrums an ihrem Wild- und Freizeitpark in Ostrittrum geplant. Das wurde am Mittwoch auf einem Rundgang durch den Tierpark mit der SPD Bundestagsabgeordneten Susanne Mittag, SPD-Bürgermeisterkandidatin Dötlingens Antje Oltmanns sowie dem Kreistagsabgeordneten und Vorsitzenden der SPD Dötlingen, Thore Güldner, deutlich.

Seit vergangenem Montag läge der Antrag bei der Amtsärztin des Landkreises vor, heißt es von der Betreiberin des Freizeitparks, Tanja Riesmeier. Eingereicht habe ihn Annette Schürmann. Die ehemalige Mitarbeiterin des Pharmaunternehmens Bayer, die selbst Medizinerin sei, habe bereits elf Anträge dieser Art unterstützt. Fünf weitere Testzentren leite sie selbst, auch das neue Zentrum in Ostrittrum würde unter ihre Verantwortung fallen.

Schürmann und Tanja Riesmeier kritisieren die Dauer des Genehmigungsverfahrens des Landkreises. „Die Bearbeitung eines Antrages bis zur Genehmigung hat im Landkreis Cloppenburg gerade einmal 36 Stunden gedauert“, so Schürmann. „Wir warten mit diesem Antrag nun seit mehreren Tagen.“ Familie Riesmeier hat sich vorsorglich dazu entschlossen, den Freizeitpark bis Montag zu schließen. „Im Falle einer Genehmigung kann mit der Errichtung des Zentrums dann schon über das Wochenende begonnen werden. Wir warten nur noch auf das Go“, so die Betreiberin. Das Testangebot werde dann für alle Bürger zugänglich sein. Güldner kann sowohl die Kritik als auch die Bearbeitungsdauer des Antrags nachvollziehen. „Gerade im gesundheitlichen Bereich habe der Landkreis in Zeiten der Pandemie viel zu tun.“ Jedoch dürfe ein Testzentrum nicht daran scheitern, dass sich der Landkreis nicht zurückmelde. „Dafür ist keine Zeit.

Testangebot soll für alle Bürger zugänglich sein

Geplant ist das Zentrum an den angrenzenden Ferienapartments des Wildparks. Es dort einzurichten, erscheint auch Mittag logisch. Gerade in einer Zeit, in der vermehrt landwirtschaftliche Saisonkräfte in den Landkreis kämen, sei ein erhöhtes Testangebot hilfreich. „Außerdem können sich so die Besucher des Parks auch direkt vor dem Eintritt testen lassen“, so Mittag.

Dies sei auch laut Tanja Riesmeier wichtig. Denn unter den Käufern der Online-Tickets wären häufig Personen aus Hochinzidenzgebieten. „Wenn dort alles geschlossen ist, kommen sie eben zu uns, da wir noch geöffnet haben.“ Besucher aus Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und auch den Niederlanden seien deshalb keine Seltenheit im Park.

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Der Esel-Nachwuchs ist gerade mal zwei Wochen alt.

Während des Besuchs der Parteimitglieder wurden auch die Probleme des Wildparks während der Pandemie angesprochen. „Wir wollen uns nicht beschweren, vielen geht es schlechter als uns. Aber auch uns fehlt es an Besuch“, sagte Tanja Riesmeier. Die Anzahl der Menschen im Park musste auf ein Drittel reduziert werden. Zudem seien die Kosten, die beispielsweise durch Desinfektionsmittel anfallen würden, enorm. Ein weiteres Problem sei die Kommunikation der geltenden Coronaregeln gewesen. „Normalerweise wären hier in einer achtmonatigen Saison etwa 180  000 Menschen. Die potenziellen Gäste muss ich doch über die Bestimmungen informieren. Was ich jedoch nicht weiß, kann ich nicht kommunizieren“, schilderte die Betreiberin.

Trotz der pandemiebedingen Probleme habe die Familie die vergangenen Monate für Arbeiten an ihrem Park genutzt. Besonders im Winter sei viel an den Beeten und Wegen gearbeitet worden. „Außerdem haben wir nun drei neue Tierarten, Mäuse, Wildmeerschweinchen und Streifenhörnchen.“ Zudem kann seit Kurzem ein junges Eselskind im Gehege entdeckt werden.

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