„Winternacht“-Zuhörer spenden rund 320 Euro für die Flüchtlingshilfe

Unterstützung der Ehrenamtlichen im Fokus

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ie Spenden, die die Zuhörer beim Konzert von Markus Häger und Thomas Schlegel gegeben haben, kommen der Flüchtlingshilfe von Patin Gertrud Nordbrock, Pastorin Susanne Schymanitz und Werner Knoll (von links) zugute.

Dötlingen - Von Sophie Filipiak. Eine Premiere mit überraschendem Erfolg: Zum ersten Mal verlangten die Musiker Markus Häger und Thomas Schlegel bei ihrem „Winternacht“-Konzert in Dötlingen keinen Eintritt, sondern baten die Zuhörer um eine Spende für die Flüchtlingsarbeit vor Ort. 321,50 Euro sind dabei zusammengekommen.

„Das ist ein hoher Erlös, wenn man bedenkt, dass nur 50 Leute beim Konzert waren“, erklärte Häger am Freitag, als er und sein Kollege das Geld an Pastorin Susanne Schymanitz sowie die beiden „Flüchtlingspaten“ Gertrud Nordbrock und Werner Knoll in der St.-Firminus-Kirche überreichte.

Wegen der ungünstigen Witterung und gefährlichen Straßenverhältnissen am Sonntag waren die Plätze bei dem Konzert nicht so gut gefüllt wie in den Vorjahren. Dennoch haben sich die Hoffnungen der beiden Musiker über die große Spendenbereitschaft erfüllt.

Das Geld geht auf ein Konto, das die Kirchengemeinde extra für die Flüchtlingshilfe eingerichtet hat. „Damit werden einige Kosten, die den ehrenamtlichen Paten entstehen, erstattet oder beispielsweise Material für die Sprachlernkurse angeschafft“, erläuterte Schymanitz. Bei den Ausgaben gehen die Verantwortlichen nach einem strengen Kriterienkatalog vor. „Es geht uns vor allem um Nachhaltigkeit, damit möglichst viele davon profitieren können“, so die Pastorin.

„Wir haben uns im Vorfeld viele Gedanken gemacht“, führte Häger aus. Ihm und Schlegel sei es wichtig gewesen, ein Projekt vor Ort zu unterstützen. „Die Flüchtlingssituation ist ein sehr aktuelles Thema. Wie wollen dabei besonders die Ehrenamtlichen unterstützen.“

Die Paten sind den beiden Musikern für ihre Hilfe sehr dankbar. Nordbrock unterstützt mehrere Flüchtlinge. „Zu Anfang habe ich ihnen alles Wichtige gezeigt. Wo die Kleiderkammer und die Verwaltung sind“, erzählte sie. Ihr Engagement begründete sie mit ihren Erinnerungen an die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. „Damals kamen auch viele Flüchtlinge zu uns und brauchten Hilfe.“ Werner Knoll repariert ehrenamtlich Fahrräder, um sie den Flüchtlingen zur Verfügung zu stellen. „22 Räder habe ich bis jetzt wieder in Schuss gebracht“, so der Neerstedter. Eine Nähmaschine habe er auch schon richten können.

Trotz der Spende und dem Einsatz vieler Ehrenamtlicher in der Gemeinde sieht Schymanitz mit Sorge in die Zukunft. Bislang konnten die rund 90 Flüchtlinge dezentral untergebracht werden. „Aber bald ist die Grenze erreicht“, erklärte sie mit Blick auf die noch kommenden Asylbewerber. Langsam werde der Wohnraum knapp und händeringend würden freie Unterkünfte gesucht.

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