„Winternacht“-Konzert in Dötlingen

Lieder zum Nachdenkenund Träumen

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Markus Häger (l.) und Thomas Schlegel sorgten für eine winterliche Atmosphäre in der Kirche.

Dötlingen - Von Sophie Filipiak. „Dieses Mal passt das Thema wirklich zum Wetter da draußen“, begrüßte Pastorin Susanne Schymanitz die Zuhörer am Sonntagabend in der St.-Firminus-Kirche in Dötlingen. Tatsächlich passten der Schnee und die eisigen Temperaturen draußen perfekt zum Konzert „Winternacht – Alles still“ von Markus Häger und Thomas Schlegel.

In der heimeligen Kirche vergaßen die rund 50 Gäste aber schnell das kalte Wetter draußen und genossen das Konzert, dass die beiden Musiker gewohnt als Mix aus Eigenkompositionen und Coverversionen gestalteten. Nun schon zum fünften Mal traten sie in der Kirche auf. „Die meisten von Ihnen kennen ja das Prinzip“, wandte sich die Pastorin an das Publikum. „Es ist eine Stunde zum Genießen und eine Möglichkeit, sich voll und ganz auf die Musik einzulassen.“

Besinnliche und nachdenkliche Stücke dominierten das Konzert, unterbrochen von einigen schwungvolleren Liedern. Los ging es mit dem beschwingten Song „Wirklich schon wieder ein Jahr“ von Reinhard Mey – passend zum Beginn des neuen Jahres. Danach ließen Häger und Schlegel ihre Instrumente sprechen, als sie die Eigenkomposition „Ankommen“ erklingen ließen.

So zauberten sie eine ruhige Atmosphäre in die Kirche, die von „Exile“ der Künstlerin Enya noch verstärkt wurde. Der Song, so erklärte Häger einleitend, handele von der Sehnsucht, nach Hause zu kommen, während draußen arktische Winde wehen und man einfach nur in die warme Geborgenheit der eigenen vier Wände und in die Arme der Liebsten flüchten will. „Frieren ist also angesagt“, kündigte Häger an. Er allein bestritt den Song und zeigte dabei, was ein Musiker nur mit seiner Stimme und dem Repertoire des Keyboards alles schaffen kann.

„Ich hoffe, niemand ist eingeschlafen“, sagte Häger im Anschluss. Um das Publikum wieder ein wenig „aufzuwecken“, gab er einen Text von Mey zum Besten. In „Lieber kleiner Silvestertag“ beschreibt der Künstler die teils krampfhafte Feierlaune, die sich bei manchen am letzten Tag des Jahres breit macht. „In Häusern und in Stuben dehnt qualvoll der Frohsinn sich dahin“, hieß es da – bis dann spätestens zu Mitternacht die Ernüchterung folge. Quasi als kleines Trostpflaster präsentierte Schlegel sein Lied „Alles wird gut“.

Die Musiker nahmen für ihr Konzert keinen Eintritt, erklärten aber zu Beginn, dass die Spenden des Abends der Flüchtlingshilfe in der Gemeinde Dötlingen zugutekommen.

fio

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