Wilder Wuchs ist gewollt

Fläche „Am Kohlhoff“ entwickelt sich aus Nabu-Sicht gut 

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Informierten über positive Entwicklungen und geplante Aktionen: Wolfgang Pohl, Carlo Beeskow und Marianne Steinkamp, Simon Kosellek und Uwe Kläner vom Bauamt, Walter Ulrich vom Bürger- und Heimatverein sowie Dietmar Wilkens vom Bauhof (v.l.). 

Dötlingen - Von Tanja Schneider. Manch einer stört sich an dem Wildwuchs auf der Ausgleichsfläche „Am Kohlhoff“ in Dötlingen. Die Nabu-Ortsgruppe, die von der Gemeinde die Pflege des Areals übernommen hat, freut sich hingegen über das „geordnete Chaos“ sowie die positive Entwicklung dieses Bereiches.

Dort sowie im Dorfgarten hatte der Nabu im Rahmen des Sperlingsprojektes, das von der Bingo-Umweltstiftung unterstützt wird, Obstbäume und Hecken gepflanzt (wir berichteten). Nun steht mit der Abgabe von Wildstaudenpaketen die dritte und letzte Stufe des Projektes an.

Acht Boxen Wildstaudenpakete für den eigenen Garten abzugeben

Darüber informierte die Nabu-Gruppe um Marianne Steinkamp vor Ort ebenso wie über eine besondere Pflegeaktion, die für Freitag, 7. Juli, geplant ist. „Ab 15 Uhr rückt ein alter Trecker an. Dann wird mit einem Balkenmäher gemäht – zuerst hier ,Am Kohlhoff‘, dann im Dorfgarten“, so Steinkamp. „Wer Lust hat, kann eine Sense mitbringen und sich beteiligen.“ Anschließend sind alle Interessierten zum Picknicken auf den frisch gepflegten Flächen eingeladen. Zudem sucht der Nabu noch jemanden, der das Abgemähte wenden und abtragen möchte. „Vielleicht hat ein Pferdehalter Interesse am Heuen“, sagte Steinkamp, die unter der Telefonnummer 04433/9699856 als Ansprechpartnerin zur Verfügung steht.

Bei ihr können sich auch diejenigen melden, die gerne eines der Wildstaudenpakete für den eigenen Garten hätten, um für Insekten und damit auch Vögel den „Tisch zu decken“. Wer Interesse hat, sollte schnell sein, denn es gibt nur acht Boxen. Mit der Abgabe endet das Sperlingsprojekt, bei dem der Nabu mit der Verwaltung, dem Bauhof sowie dem Bürger- und Heimatverein (BHV) kooperiert hat. „Und das lief sehr gut“, lobte neben Steinkamp auch Bauamtsleiter Uwe Kläner. Ihm sowie seinem Kollegen Simon Kosellek überreichte der Nabu zum Projektabschluss ein „Sperlingsreihenhaus“. Dieses soll einen Platz am alten Feuerwehrturm hinter dem Neerstedter Rathaus erhalten. Die Verwaltung hatte beim Nabu angefragt, welche Maßnahme sich dort anbietet. Wie Steinkamp verriet, könnten sich bei dem Turm auch Schwalben wohlfühlen. Praktischerweise hatte sie eine Nisthilfe dabei.

Info-Schilder gegen Wildwuchs-Beschwerden

Die gute Zusammenarbeit soll natürlich über das Projekt hinaus fortgeführt werden, versicherten die Beteiligten. So hat der Nabu beispielsweise im Rahmen einer Pflegevereinbarung mit der Gemeinde einen Mähplan erarbeitet. Der Bauhof kümmert sich bei der „Kohlhoff“-Fläche um Wege und Seitenränder, der Nabu um den Rest. Zudem gibt es einen Gießplan. Die Ehrenamtlichen wechseln sich mit wässern und entkrauten ab. 

„Schön wäre, wenn sich noch ein paar Anlieger beteiligen“, so Steinkamp, die sich ebenfalls noch eine Bank für das Areal wünschte. Den Tipp nahm Kläner gerne auf. Der Bauamtsleiter sowie Anja Müntinga vom BHV hatten ebenfalls einen Vorschlag. Sie plädierten für das Aufstellen von Info-Schildern. So könnte auch Beschwerden über Wildwuchs entgegengewirkt werden. Wie Steinkamp betonte, handelt es sich bei der vor rund zehn Jahren angelegten Fläche um die Kompensation des Baugebietes und nicht um einen Park. „Die Wildpflanzen bieten Nahrung und Rückzugsorte für Insekten. Die Pflege wird zudem fachlich begleitet“, betonte sie.

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