Neue Bewohner im Tierpark

Landkreis Oldenburg freut sich über tierischen Nachwuchs: Babyboom im Wild- und Freizeitpark Ostrittrum

Nachwuchs in vielen Gehegen des Wild- und Freizeitparks Ostrittrum: Bei den Eseln wurden zwei Stuten geboren. Bei den Affen kam am Wochenende ein Junges zur Welt. 
Foto: ts
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Nachwuchs in vielen Gehegen des Wild- und Freizeitparks Ostrittrum: Bei den Eseln wurden zwei Stuten geboren. Bei den Affen kam am Wochenende ein Junges zur Welt. Foto: ts

Ein Besuch im Wild- und Freizeitpark Ostrittrum sorgt gerade in Coronazeiten für eine willkommene Abwechselung. Derzeit lohnt er besonders, denn in den Gehegen tummeln sich jede Menge süße Tierbabys.

  • Der Besuch eines Wild- und Freizeitparks sorgt gerade in Corona-Zeiten für eine gelungene Abwechslung
  • Im Tierpark Ostrittrum im Landkreis Oldenburg kam jetzt einiges an Nachwuchs zur Welt
  • Dort herrscht ein regelrechter Boom an Tierbabys

Tierpark Ostrittrum verzeichnet Nachwuchs bei Affen, Ziegen, Kängurus und Silberfüchsen

Ostrittrum – Vermeintlich entspannt sitzt die Affenmama unter ihresgleichen. Doch der Schein trügt. Aufmerksam beobachtet sie jede Bewegung ihrer Artgenossen – und wehe, einer von ihnen greift nach ihrem Baby. Dann gibt es sofort etwas auf die Finger. Solche und ähnliche Szenen können die Besucher des Wild- und Freizeitparks in Ostrittrum seit wenigen Tagen beobachten. Denn am Wochenende kam das niedliche Affenbaby zur Welt. Es scheint putzmunter und beäugt neugierig seine Umwelt – immer in Mamas schützendem Arm.

Das Affenjunge ist längst nicht der einzige Nachwuchs, der momentan sowohl Besucher als auch Tierpfleger erfreut. Etwa 15 Ziegen, jede Menge Wild- und Mini-Schweine sowie rund ein Dutzend kleine Kängurus befinden sich in den Gehegen des Parks. „Wir haben bei den Kängurus sogar erstmals Zwillinge“, berichtet Tanja Riesmeier von der Betreiberfamilie. Die braun-graue Mama brachte zwei Albinos zur Welt. Das sei sehr selten. Da es im Beutel inzwischen doch etwas eng zu zweit ist, döst der Nachwuchs lieber auf der Wiese. Doch droht Gefahr, flüchtet er noch gerne wieder in den Beutel.

Alles andere als scheu sind die vier Welpen der Silberfüchse, die erst seit anderthalb Jahren im Park leben. Umso glücklicher ist Riesmeier, dass schon Nachwuchs da ist – drei Jungen und ein Mädchen. Sie sind mittlerweile vier Wochen alt und halten ihre Mutter auf Trab. Namen haben sie wie die meisten Tierbabys noch nicht. Denn die dürfen die Paten auswählen, und für viele der jungen Bewohner werden noch welche gesucht. Das gilt auch für den zweifachen Nachwuchs beim Sikawild.

Tierparkteam aus Ostrittrum wird oft morgens vom Nachwuchs im Stall überrascht

Bei der Geburt der Jungen im Park sind die Tierpfleger übrigens nicht immer dabei. Manchmal wartet morgens einfach eine Überraschung im Stall. „Meistens bekommen wir es aber schon irgendwie mit – und manchmal rufen uns sogar Besucher vom Gehege aus an und sagen Bescheid, dass gerade ein Baby kommt“, erzählt Riesmeier. Die meisten Geburten verliefen problemlos. „Die Tiere in der Gruppe unterstützen sich auch gegenseitig“, weiß die Ostrittrumerin. Nur selten müssten die Tierpfleger eingreifen. Ist das Junge auf der Welt, lassen es die Mitarbeiter erst einmal „ankommen“. Doch vor einer Untersuchung kann sich keiner auf Dauer drücken. Schließlich gilt es, Geschlecht, Gewicht und Gesundheit unter die Lupe zu nehmen. „Und wir müssen sie natürlich irgendwann impfen“, sagt Riesmeier.

Im August rechnet sie noch mit Nachwuchs bei den Guanakos, einer Kamelart. Bis dahin erfreut sie sich unter anderem am Eselnachwuchs. Denn der ist endlich weiblich. „In den vergangenen Jahren waren es immer Hengste, die wir dann abgeben mussten“, erklärt Sarah Klems vom Tierparkteam. Doch die zwei Stuten dürfen bleiben. Noch sind sie deutlich kleiner als ihre Mütter und auf deren Milch angewiesen. Schon in wenigen Monaten werden sie Gras und Heu fressen.

Ohne Nachwuchs sind in diesem Jahr übrigens die Nandus und Emus. Die jeweiligen Hähne, die eigentlich fürs Ausbrüten zuständig sind, hätten ihre Aufgabe diesmal nicht so ernst genommen. „Wir hoffen auf 2021“, meint Riesmeier. Dann rechnet Klems auch mit Alpaka-Jungen. „Der neue Hengst war auf jeden Fall schon fleißig“, verrät sie.

Wild- und Freizeitpark Ostrittrum bietet Tierpatenschaften an

Der Wild- und Freizeitpark Ostrittrum bietet auf etwa 18 Hektar zwei Spielplätze, einen Tretbootsee, ein gastronomisches Angebot, einen Märchenwald sowie mehr als 500 Tiere in einer Vielzahl von Gehegen. Das Spektrum reicht von Wildschweinen und Hirschen über Strauße und Alpakas bis hin zu Fischottern, Affen und Luchsen. Wer möchte kann für ein Tier eine Patenschaft übernehmen und damit den Park finanziell bei der Haltung der verschiedenen Tierarten unterstützen. Der gespendete Betrag kommt den Tieren in Form von Futter, Medikamenten, Tierarztbesuchen, Hufschmiedarbeiten, Narkosen, Vorsorgen, Transport sowie Neubauten von Stallungen oder Gehegen zugute. Der Pate erhält im Gegenzug eine Urkunde, auf der das Tier und der Pate mit seinem Namen verzeichnet sind, sowie ein Patenschild am Gehege. Zudem darf er einen Namen für das Tier aussuchen. Weitere Informationen und einen Überblick über die im Park lebenden Tiere erhalten Interessierte im Internet unter www.freizeitpark-ostrittrum.de.

Von Tanja Schneider

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