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Wild- und Freizeitpark Ostrittrum startet in die Saison

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Von: Leif Rullhusen

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Sarah Klems mit dem jüngsten Bewohner des Wild- und Freizeitparks. Eine Woche ist der kleine Esel alt.
Sarah Klems mit dem jüngsten Bewohner des Wild- und Freizeitparks. Eine Woche ist der kleine Esel alt. © Rullhusen

Nach einem Pre-Opening für Saisonkarten-Inhaber startet der Wild- und Freizeitpark Ostrittrum zum Frühlingsbeginn mit zahlreichen Tierbabys in die Saison.

Ostrittrum – Sollte es eine Steigerung von zuckersüß geben, auf das kleine, weiße Eselbaby würde sie zutreffen. Vor einer Woche erblickte der Wuschelpelz unerwartet das Licht der Welt. Der jüngste Nachwuchs im Wild- und Freizeitpark Ostrittrum ist nicht nur unendlich niedlich, er ist auch wahnsinnig verschmust. Selbst bei den am Zaun des Geheges stehenden Besuchern holt er sich selbstbewusst seine Streicheleinheiten ab.

Zahlreicher Nachwuchs im Tierpark

Der kleine Eselhengst ist der jüngste, aber bei weitem nicht einzige Nachwuchs in dem Tierpark. So haben bereits die Ziegen und die Kamerunschafe im Januar Babys bekommen. Auch ein bis zwei Monate alte Frischlinge sind im Wildschweingehege munter unterwegs. Die Kängurus sind dagegen noch nicht so weit. „Gäste, die sich etwas Zeit nehmen und genau hinschauen, können mit etwas Glück bereits etwas sehen. Ab und zu guckt schon mal ein kleines Köpfchen aus dem Beutel der Muttertiere“, berichtet die 29-jährige Sarah Klems, Tierparkmitarbeiterin sowie Nichte des Inhaberehepaars Tanja und Thomas Riesmeier.

Keine Einschränkungen am Einlass

In den Genuss dieses Erlebnisses kommen gegenwärtig allerdings nur Saisonkarten-inhaber. Für Tagesbesucher öffnen sich die Kassen erst am Sonntag, 20. März. „Das ist ein Dankeschön an unsere Dauergäste, die uns in den vergangenen beiden schwierigen Pandemie-Jahren unterstützt haben“, erklärt Klems. Die nahmen den Dank am vergangenen Wochenende bereitwillig an. „Die ersten Pre-Opening-Tage mit dem perfekten Wetter liefen super. Mit so vielen Gästen hatten wir nicht gerechnet“, freut sie sich. Pandemiebedingte Einschränkungen beim Einlass gibt es für die Besucher aktuell nicht. Lediglich in bestimmten Bereichen, wie im Sanitätshaus und Souvenirshop besteht noch Maskenpflicht. „Bei uns ist alles draußen an der frischen Luft, selbst die Gastronomie“, begründet die 29-Jährige die wenigen Beschränkungen.

Neugierig: Der Strauß. Kameraobjektive interessieren ihn besonders.
Neugierig: Der Strauß. Kameraobjektive interessieren ihn besonders. © Rullhusen, Leif

Das sah in den vergangenen beiden Jahren noch anders aus. „Mit jeder neuen Corona-Verordnung mussten wir den entsprechenden Regeln gerecht werden“, berichtet Klems. „Teilweise mussten wir auch Menschen am Eingang wieder wegschicken, weil wir voll waren.“ Maximal 1 000 Besucher waren gleichzeitig erlaubt. Deshalb hatte Familie Riesmeier die Besuchszeit in eine Vor- sowie eine Nachmittagsschicht unterteilt. „Dazwischen wurde alles desinfiziert“, erzählt die 29-Jährige. Ostern vergangenen Jahres war der Park sogar komplett geschlossen. „Wir hatten Auflagen bekommen, die nicht so schnell umzusetzen waren“, sagt Klems.

Neue Beete und neue Bewohner

Das ist Vergangenheit. Die Besucher brauchen nun nicht einmal einen Impfnachweis oder ein negatives Testergebnis. Neben den Tierbabys offenbart sich ihnen Neues bei einem Rundgang erst auf dem zweiten Blick. Das Wild- und Freizeitpark-Team hat zahlreiche Beete neu angelegt. „Sie wurden ausschließlich mit heimischen Gewächsen bepflanzt“, erläutert die 29-Jährige. Jedes Beet sei für bestimmte Vogel- oder Insektenarten gedacht. Auch ein paar neue Bewohner gibt es. Alpensteinböcke ersetzen die schwer zu haltenden Sibirischen Steinböcke und der Luchskater darf sich über die Gesellschaft von zwei Luchsweibchen freuen.

Tiere haben Orkan gut überstanden

Zudem wurde alles auf Vordermann gebracht und gereinigt. Lediglich die Vogelvoliere der „Lachenden Hänse“ fehlt noch. Sie wurde Opfer der Februarstürme und wird derzeit instand gesetzt. Die Tiere haben den Orkan dagegen ausnahmslos gut überstanden. Nicht alle verbrachten das Unwetter allerdings in sicheren Ställen. „Fluchttiere, wie das Rotwild, sind schwer einzusperren, weil sie dann Panik bekommen und sich verletzen können“, erklärt Klems. Die seien trotz eines gewissen Risikos draußen besser aufgehoben.

Mehr als 500 Tierarten aus verschiedenen Kontinenten

Seit dem Jahr 1976 ist der Wild- und Freizeitpark in Besitz der Familie Riesmeier. Auf dem 18 Hektar großen Areal erwarten die Besucher neben mehr als 500 Tieren aus verschiedenen Kontinenten ein Märchenwald, ein großer Spielplatz sowie die Möglichkeit, auf einem kleinen See Tretboot zu fahren.

Ganz in Weiß: Der Känguru-Nachwuchs versteckt sich noch im Beutel der Muttertiere.
Ganz in Weiß: Der Känguru-Nachwuchs versteckt sich noch im Beutel der Muttertiere. © Rullhusen, Leif

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