Wie sieht es mit dem 24-Stunden-Laden aus?

Dötlinger FDP spricht mit Jürgen Hasselberg in Brettorf über Stand der Dinge / Vorhaben verzögert sich

Wollen wissen, wie es mit dem 24-Stunden-Laden weitergeht: die Dötlinger FDP, Mitglieder des Vereins „Dorfladen Brettorf“ und weitere Interessierte.
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Wollen wissen, wie es mit dem 24-Stunden-Laden weitergeht: die Dötlinger FDP, Mitglieder des Vereins „Dorfladen Brettorf“ und weitere Interessierte.

Brettorf – Der Unternehmer Jürgen Hasselberg möchte im Brettorfer Gewerbegebiet einen 24-Stunden-Laden eröffnen. Um zu erfahren, wie der aktuelle Stand der Dinge ist, war der FDP-Ortsverband Dötlingen am Dienstagabend zusammen mit Bürgermeisterkandidat Andreas Krems, einigen interessierten Bürgern und Mitgliedern des wirtschaftlichen Vereins „Dorfladen Brettorf“ vor Ort.

„Wir haben zwei Läden am Start, einen in Rechterfeld und den anderen hier“, sagte Hasselberg, der die Shops zusammen mit Investor Nico Mansholt eröffnen möchte. Für den Standort in Brettorf kämen zwei Möglichkeiten infrage: Entweder würde ein Anbau an seinem bisherigen Geschäft „MePro“ an der Straße Neuer Kamp entstehen oder es müsste ein Neubau auf seinem Areal in Bahnhofsnähe errichtet werden.

Zwei Läden sind geplant

Vor vier Monaten hatten die Männer dem Landkreis Oldenburg diesbezüglich eine Bauvoranfrage gestellt – auf eine Rückmeldung warten sie noch. In Rechterfeld gehe es schneller, der Bauantrag liege bereits beim Landkreis vor. „Der Laden wird als erstes kommen“, so der 68-jährige Hasselberg. Sobald dafür die Genehmigung vorliegt, könnte der 24-Stunden-Laden nach seiner Einschätzung innerhalb von etwa acht Wochen fertig werden – anders als in Brettorf. „Hier wird sich das noch bis zum Herbst hinziehen.“ Das Café Hasselberg solle bestehen bleiben. „Das soll integriert werden, aber es kommt auf die Auflagen an“, so Hasselberg.

„Es wird ein digitaler Hybrid-Markt“, sagte der 68-Jährige. Heißt: Es wird kaum Personal geben, bis auf eine Kraft, die für etwa drei Stunden am Tag arbeitet, um sich um die Pfandannahme und Kistenabgabe zu kümmern. Der Zugang in den Shop soll über eine EC-Karte und der Einkauf komplett digital erfolgen, erklärte er das geplante Konzept. Krems erkundigte sich nach dem Warenangebot. „Es wird Obst, Gemüse und auch einen Schlachter geben. Sein Grillfleisch wird man kaufen können“, erläuterte Hasselberg. Non-Food-Artikel seien ebenfalls geplant. Etwa 1 500 Produkte auf einer Fläche von etwa 200 Quadratmetern könnten in dem Shop als Vollsortiment angeboten werden. Hasselberg sagte, dass die Kunden am Ende des Jahres eine Rückvergütung erhalten sollen.

Zuhörer Karl-Heinz Sube wollte wissen, wie es mit dem Thema Regionalität aussieht. „Ulrich könnte die Kartoffeln liefern oder die Frischekiste fährt hier vorbei“, nennt der Unternehmer Beispiele für die Umsetzung. Edeka könnte das Standardsortiment wie beispielsweise Flocken oder Süßigkeiten liefern.

Arbeit des Vereins „Dorfladen Brettorf“ ruht derzeit

Als die Vereins-Mitglieder damals von dem geplanten 24-Stunden-Laden erfuhren, teilten sie in einem Schreiben mit: „Es macht aus unserer Sicht keinen Sinn, dass zwei Parteien gleichzeitig auf ein Ziel hinarbeiten – wohlwissend, dass am Ende nur ein Dorfladen in Brettorf existieren kann.“ Dem Verein lag bei seinen eigenen Planungen am Herzen, dass der Dorfladen zugleich eine Kommunikationsstätte ist. „Unser Ansinnen ist, dass sich – insbesondere ältere Menschen – dort treffen und sich austauschen“, sagte Vorsitzende Marion Einemann am Dienstag. Die Mitglieder bezweifeln dies bei Hasselbergs Konzept. „Wir denken auch, dass ältere Menschen Probleme mit der Technik haben werden.“ Derzeit ruhe die Arbeit des Vereins. Einemann weiter: „Wir warten ab, ob der Laden eröffnet wird, und wenn es dazu kommt, lösen wir uns auf. Wenn er nicht öffnet, dann nehmen wir die Arbeit wieder auf.“ Hasselberg sagte dem Verein zu, ihn über weitere Schritte zu informieren.  

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