Führung im Dorfgarten

Wie geht es weiter mit der Magerwiese?

 Biologin Hildegard van’t Hull erklärte den Anwesenden die Arten- und Pflanzenvielfalt des Dötlinger Dorfgartens.
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Erklärte den Anwesenden die Arten- und Pflanzenvielfalt des Gartens: Biologin Hildegard van’t Hull (r.).

Welche Pflanzen- und Tierarten gibt es eigentlich im Dötlinger Dorfgarten? Und wie geht es weiter mit der zerstörten Magerwiese? Um diese Fragen zu beantworten und zu diskutieren, hatte der Naturschutzbund Dötlingen-Wildeshausen für vergangenen Freitag unter dem Titel „Artenvielfalt trifft Ehrenamt“ zu einem Rundgang eingeladen. Mit dabei waren die Biologin Hildegard van’t Hull sowie Naturpädagogin Silke Kreusel, um den Interessierten Rede und Antwort zu stehen.

Dötlingen – „Leider gibt es nicht so viel zu entdecken, wie wir es uns gewünscht hätten“, sagte van’t Hull zu Beginn der Führung zu den rund 20 interessierten Teilnehmern. Das liege zum einen an dem heißen Sommer 2020 und den jetzigen nassen Monaten, zum anderen aber auch an der Zerstörung der Magerwiese. Eine Firma hatte wegen eines Missverständnisses die etwa 5 000 Quadratmeter große Fläche umgebrochen (wir berichteten). „Es ist erschreckend, dass sie weg ist. Aber machen wir das Beste draus“, so van’t Hull.

Die Biologin zeigte den Interessierten nach genauer Betrachtung einige Pflanzenarten, die typisch für die Dötlinger Region sind. „Nelken und Spitzwegerich sind häufig in diesem Garten zu finden, wenn man ganz genau hinsieht. Die sind ganz typisch für diese Art von trockenen Böden“, erklärte van’t Hull. Bezeichnend für den Dötlinger Dorfgarten sei auch die Weitläufigkeit des Areals. „Dass es hier so viel Platz gibt, ist sehr gut für unsere heimischen Bienenarten. Auch die Heuschrecken fühlen sich hier wohl“, so van’t Hull. Ebenso sei die Streuobstwiese ein Highlight des Gartens, der durch Ehrenamtliche betreut wird.

So trist sieht die ehemalige Magerwiese im Dorfgarten aus.

Nachdem van‘t Hull und Kreusel den Rundgang beendet hatten, sammelten sich die Beteiligten zu einer Diskussionsrunde bezüglich der neu entstandenen Brachfläche. Die Kommunikationsprobleme, die zur Zerstörung der Fläche führten, seien mehr als bedauerlich, erklärte Marianne Bernhard-Beeskow vom Naturschutzbund Dötlingen-Wildeshausen. „Wir sind enttäuscht und irritiert gewesen, müssen aber nun auch nach vorne schauen.“

Abstimmung aller Beteiligten notwendig

Schnelles Handeln sei deshalb wünschenswert: „Für die Wiederherstellung der Magerwiese bedarf es jetzt kurzfristig der Abstimmung aller beteiligten Akteure und keine übereilten Entscheidungen der Gemeinde“, fasste Bernhard-Beeskow den Austausch zusammen. So solle eine Plattform gefunden werden, auf der die nun anfallenden Maßnahmen kommuniziert werden. Die wichtigsten Akteure seien dabei der „Arbeitskreis Artenvielfalt vor Ort“, der Naturschutzbund und die Firma, die in Zukunft die Arbeiten ausführt. Gleichwohl trage die Gemeinde die Verantwortung für die Ausgleichsfläche. „Und wie der Name es sagt, muss der Verbrauch von Natur an anderer Stelle wieder ausgeglichen werden“, so Bernhard-Beeskow.

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