Wie es läuft? „Tipptopp“

Ärztinnen in Dötlingen ziehen nach sieben Monaten Bilanz

Seit dem 1. Oktober in der Gemeinde Dötlingen: Dr. Silke Schumann-Binarsch (l.) und Dr. Christina Hundhausen haben die Hausarztpraxis an der Heuberge in Neerstedt übernommen.
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Seit dem 1. Oktober in der Gemeinde Dötlingen: Dr. Schumann-Binarsch (l.) und Dr. Christina Hundhausen haben die Hausarztpraxis an der Heuberge in Neerstedt übernommen.

Neerstedt – Die beiden Ärztinnen Christina Hundhausen und Silke Schumann-Binarsch wirken sichtlich zufrieden in ihrer Landarztpraxis Dötlingen: „Die Patienten nehmen es sehr gut an und freuen sich. Sonst wäre kein Hausarzt hier gewesen“, sagt Hundhausen. Zusammen mit Schumann-Binarsch hat die 47-Jährige vergangenes Jahr die Hausarztpraxis an der Heuberge in Neerstedt übernommen, die sie am 1. Oktober nach einer Renovierungsphase öffneten. Und die Räume können sich sehen lassen: Sie sind hell, offen und modern eingerichtet.

Wie berichtet, haben die bisherigen Landärzte Dr. Manfred Schwarz und Dr. Ansgar Schmidek ihre Zusammenarbeit aufgrund von unüberbrückbaren Differenzen zum 30. Juni beendet. Schwarz, der die Praxis 1984 übernommen hatte, ging im Sommer in den Ruhestand.

Dr. Norbert Kaiser unterstützt die beiden Ärztinnen

Unterstützung bekommen die beiden Ärztinnen von fünf medizinischen Fachangestellten, einer Raumpflegerin und seit Januar auch noch vom Allgemein-, Sport- und Palliativmediziner Dr. Norbert Kaiser, der mittwochs und freitags vor Ort sei.

Wie den Ärztinnen Dötlingen gefällt? „Hervorragend“, antworten beide gleichzeitig. Hundhausen ist Fachärztin für Allgemeinmedizin, Ernährungsmedizin, Chirotherapie, Akupunktur und Palliativmedizin. Zudem ist sie leitende Medizinerin beim Palliativstützpunkt des Landkreises Oldenburg in Ganderkesee. Das mache sie auch noch weiterhin, erzählt die 47-Jährige, die mit ihrer Familie in Dingstede lebt. Im Rahmen ihrer palliativen Zusammenarbeit lernten sich die beiden Frauen im Jahr 2011 kennen.

Schumann-Binarsch war zwölf Jahre lang am Klinikum Oldenburg tätig. Acht Jahre lang arbeitete sie dort in der Onkologie, unter anderem als Oberärztin. Ab 2016 baute sie die Klinik für Palliativmedizin am Klinikum Oldenburg mit auf. Die 46-Jährige ist Fachärztin für Innere Medizin, Hämatologie, Onkologie, Notfall- und Palliativmedizin.

„Es ist eine schöne Atmosphäre“

Wie sie auf die Gemeinde Dötlingen gekommen sind? Hundhausen habe durch ihre Arbeit beim Palliativstützpunkt viel in der Region gearbeitet. Vorher hatte sie in einer Praxis in Oldenburg gearbeitet. „Ich habe dann gehört, dass die Vorgänger gehen wollen“, erzählt sie. „Wir wollten beide einen Berufswechsel und wir wollten beide aufs Land“, fügt Schumann-Binarsch hinzu. „Ich wohne hier direkt und es ist ein angenehmes Arbeiten. Zudem wollten wir, dass die Versorgung sichergestellt werden kann“, nennt die 47-Jährige weitere Gründe für die Entscheidung, die 140 Quadratmeter große Praxis zu übernehmen.

Die Patienten seien sehr dankbar. „Das hören wir auch jetzt noch. Sie sind sehr angetan“, sagt Hundhausen. Schumann-Binarsch ergänzt: „Sie fühlen sich wohl, es ist eine schöne Atmosphäre.“ Es laufe „tipptopp“. „Ich würde mich immer wieder so entscheiden“, sagt die 46-Jährige.

Langeweile komme bei ihnen nicht auf, vor allem nicht in Zeiten einer Pandemie. Obwohl sie Impfstoff bestellt hatten, hätten sie vor zwei Wochen keine einzige Impfdose bekommen. „Jetzt haben wir aber wieder welche da“, so Hundhausen. Insbesondere die älteren Patienten bevorzugten eine Impfung beim Hausarzt, sagen die beiden Ärztinnen.

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