Wie entsteht eigentlich Humus?

Naturschutzjugend-Gruppe trifft sich im Jugendhaus Dötlingen

Dustin Bolle von der Naturschutzjugend erläutert anhand einer Skizze den Nährstoffkreislauf.
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Dustin Bolle von der Naturschutzjugend erläutert anhand einer Skizze den Nährstoffkreislauf.

Dötlingen – Wie entsteht eigentlich Humus? Dieser Frage ging kürzlich die Naturschutzjugend (NaJu) der Nabu-Ortsgruppe Dötlingen-Wildeshausen im Jugendhaus in Dötlingen auf den Grund.

„Warum finden wir im Sommer deutlich weniger von den Bäumen gefallenes Laub als im Herbst? Wo bleibt es? Wer kümmert sich um das ganze Laub?“ All das erfuhren die jungen Teilnehmer. „Wenn man in der Erde buddelt, hat man vielleicht schon einmal festgestellt, dass darin sehr viel Leben steckt“, schreibt der Nabu in einer Pressemitteilung.

In einer Handvoll Erde lebten beispielsweise mehr Bodentiere als Menschen auf der Welt. „Diese Zahl erscheint so besonders groß, weil die meisten Lebewesen so winzig klein und mit bloßem Auge nicht erkennbar sind“, erklärten die Mitglieder der Nabu-Ortsgruppe den Kindern.

Kinder erfahren etwas über den Nährstoffkreislauf

Anhand einer Skizze wurde den Jungen und Mädchen der Nährstoffkreislauf erklärt. Sie erfuhren, dass für die Zersetzung und Humusbildung Bodentiere, Mikroorganismen sowie Pilze zuständig sind und dass die Zersetzung ebenfalls für die Bäume wichtig ist, um sie mit Nahrung (Dünger) zu versorgen, damit sie im Frühjahr wieder kräftig austreiben können. Zudem erfuhren die Kinder, wo sie diese Kleintiere, die bevorzugt in dunklen, feuchten und kühlen Lebensräumen wohnen, finden. Die Antwort: in der Erde, unter Totholz und Steinen, heißt es in der Mitteilung weiter.

Danach machten sich die Mädchen und Jungen mit ihren Rucksäcken auf den Weg in den nahegelegenen Wald, um die praktische Aufgabe zu erfüllen: Sie sollten vier verschiedene Bodentiere auffinden und identifizieren. Die gefundenen Kleintiere gaben sie – einzeln und regelkonform – in eine Becherlupe, um sie näher betrachten und die Art bestimmen zu können.

Die Kinder identifizieren die Kleintiere mithilfe einer Bestimmungskarte. Betreuerin Gertraud Kreye hilft.

Danach schnitten sie das Bodentier, das sie in einer Kopie der Bestimmungskarte erkannten, aus und klebten es in ein Heft ein. „Bei dieser Aufgabe stellte die Gruppe schnell fest, dass es nicht möglich war, alle gefundenen Kleintiere exakt zu bestimmen“, so der Nabu. Weil auf der Bestimmungskarte lediglich 34 Bodenbewohner abgebildet waren, konnten einigen nur eine Tierart wie beispielsweise „käferartig“ zugeordnet werden.

Den Ehrgeiz, den die Kinder beim Suchen zeigten, hätten sie anschließend bei einem Quiz fortgesetzt. Zum Inhalt des Treffens stellten die Betreuer zehn Behauptungen auf, die die Kinder auf einem Zettel mit „wahr“ oder „falsch“ beantworteten. Durchweg erreichten sie laut Mitteilung dabei neun oder zehn Punkte. Im Gruppengespräch stellten sie abschließend noch einmal ihre Funde vor und erläuterten das Aussehen und die Besonderheiten wie Pflanzen- oder Fleischfresser, Anzahl der Beine und Fühler, Größe sowie Farbe. Zur Vorbereitung auf den zweiten Teil des Treffens vergruben sie Teebeutel, die sie in drei Monaten wieder ausgraben sollen. Beim September-Treffen bestimmen sie dann die jeweilige Bodenqualität, so der Nabu.

Zu ihrem nächsten Treffen kommt die NaJu am Samstag, 17. Juli, von 14 bis 16 Uhr zusammen. Treffpunkt ist bei Imker Götz Neuber in Klattenhof. Dann soll es um das Thema Bienen gehen.

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