Gemeindemitarbeiterin zieht Bilanz

Ein durchwachsenes Jahr für „Wi helpt di“

 Ina Schäfer mit einigen Broschüren vor dem Rathaus in Neerstedt.
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Obwohl einige Mutmach-Broschüren übrig sind, weiß Ina Schäfer, dass die Aktion vielen Menschen eine Freude bereitet hat.

Keine Infoveranstaltungen und weniger Kontakt zu den Senioren: Das ist die diesjährige Bilanz von „Wi helpt di“ in der Gemeinde Dötlingen. Ina Schäfer, die im Rathaus in Neerstedt für den Verein tätig ist, blickt auf ein durchwachsenes Jahr zurück, in dem aber auch einige Erfolge gefeiert werden konnten.

Neerstedt – „Corona hat in diesem Jahr alles überschattet“, berichtet Schäfer über die Probleme des Vereins. Gerade zu Beginn 2021 hätten die Ehrenamtlichen, die die Senioren bei Einkäufen und Arztbesuchen unterstützen, wegen der Pandemie zu kämpfen gehabt. „Viele waren auch nicht geimpft, weshalb der Kontakt mit den Älteren zum Schutze aller heruntergefahren werden musste.“ Die Einkaufstouren, bei denen sie die Senioren normalerweise begleiten, wurden über Einkaufszettel nahezu kontaktfrei organisiert. Gemeinsam mit dem Impfzentrum Wildeshausen seien deshalb „relativ schnell“ Schutzimpfungen organisiert worden. „Unsere Ehrenamtlichen haben wegen ihrer Tätigkeit etwas schneller eine Impfung erhalten“, so Schäfer.

Die Zeit sei aber vor allem für die betreuten Senioren schwierig gewesen, erklärt die Mitarbeiterin weiter. Es sei das eine, wenn die Begleitung zum Arzt wegfalle. Das andere sei das Problem des mangelnden Kontakts gewesen. „Unsere Helfer telefonierten viel mit den Älteren, um wieder einen Austausch herzustellen. Außerdem habe vor kurzem der Vereinsvorstand Weihnachtsgrußkarten geschrieben.“

Mutmach-Aktion war „ein voller Erfolg“

Durch die Corona-Problematiken seien aber auch einige Ideen entstanden, auf die der Verein freudig zurückblickt. „Die Mutmach-Aktion, in der den Senioren Briefe zugeschickt werden konnten, war ein voller Erfolg“, freut sich Schäfer. Viele Bilder, Nachrichten und Bastelarbeiten seien wegen der guten Resonanz in einer Broschüre zusammengetragen worden, die im Rathaus in Neerstedt kostenlos mitgenommen werden konnten. „Leider stellt sich das Rathaus zurzeit als nicht so gute Anlaufstelle heraus, weshalb einige Hefte übrig sind. Aber unsere Helfer verteilen sie nun auch an Senioren in der Gemeinde.“

Die Personen, die einmal ein Tablet entliehen hatten, waren begeistert. Manche sogar so sehr, dass sie sich selbst eins anschafften.

Ina Schäfer, Mitarbeiterin im Gemeinderathaus und Ansprechpartnerinfür „Wi helpt di“

Ebenfalls gut angekommen seien die seniorengerechten Tablets, die Interessierte für zwei bis vier Wochen entleihen können. Auf diesen seien neben allerlei Spielen auch Programme zu finden, die einen Videoanruf zu zum Beispiel Verwandten ermöglichen. „Insgesamt könnte diese Aktion, die wir seit dem ersten Quartal des Jahres anbieten, etwas besser laufen“, gesteht Schäfer. „Aber die Personen, die einmal ein Tablet entliehen hatten, waren begeistert. Manche sogar so sehr, dass sie sich selbst eins anschafften.“ Dabei helfe der Verein, der dann einen Kontakt zu dem Dienstleister der Geräte herstellt.

Das zweite Halbjahr 2021 sei vor allem von vielen Neuvermittlungen geprägt worden, so Schäfer weiter. Parallel konnte der Verein vier neue ehrenamtliche Kräfte dazugewinnen. „Momentan begleiten 24 von 39 Helfern die Senioren bei uns dauerhaft“, erklärt Schäfer, die für jeden Ehrenamtlichen eine eigene Personalakte erstellt. „So können eigene Zeitwünsche, Präferenzen und Lebenssituationen mit aufgenommen werden.“ Denn die Aufgaben der Helfer gehen über das Besuchen der Senioren weit hinaus: „Drei Personen kümmern sich vorwiegend um technische Themen. Sie helfen zum Beispiel beim Einrichten neuer Handys. Die Bereiche, in denen Hilfe benötigt wird, sind also sehr vielfältig. Jeder könnte theoretisch etwas beitragen“, wirbt Schäfer um neue Ehrenamtliche. Wenn „Corona nicht mehr ein so großes Thema ist“, werde versucht, weitere Angebote und Veranstaltungen zu planen, bei denen Helfer benötigt werden. „Für 2022 haben wir noch einiges in petto und einige Termine stehen schon“, so Schäfer. So seien zwischen April und Oktober insgesamt fünf Infoveranstaltungen angesetzt. Der gesamte Kalender sei zur Zeit noch in Arbeit und solle voraussichtlich im Februar vorgestellt werden.

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