Wenn Natur, Mensch und Tier verschmelzen

Galeristin Heike Wendeln präsentiert im Heuerhaus 35 Werke des Osnabrückers Sebastian Osterhaus. Foto: Schneider

Dötlingen – Sebastian Osterhaus malt die Welt, so wie er sie wahrnimmt. Die Verbindung zwischen Mensch, Tier und Natur ist sein zentrales Thema. Sowohl in seinen Ölbildern als auch in seinen Zeichnungen verschmelzen sie häufig, „fließen ineinander“, sagt Heike Wendeln. Derzeit präsentiert sie 35 teils großformatige Werke des Osnabrücker Künstlers in der Dötlinger Galerie im Heuerhaus. Für Sonntag, 16. Februar, 15 Uhr, ist die offizielle Eröffnung der Ausstellung geplant, die den Titel „Lichtpunkte“ trägt und bis zum 5. April zu sehen ist.

Der 1981 geborene Osterhaus absolvierte sein Studium der Bildenden Künste in Dresden und war dort von 2012 bis 2014 auch Meisterschüler. Das klassische Handwerk präge seine Arbeiten, sagt er. Gleichzeitig setze er aber auch auf zeitgenössische, kraftvolle und innovative Malerei, die spielerisch keine Grenzen kenne. Die nun zu sehenden Bilder und Collagen sind allesamt recht neu, stammen aus 2018 und 2019. „Eines ist sogar aus diesem Jahr“, weiß Wendeln.

Mal dominiert auf der Leinwand die Natur, zeigt sich in Form wild verschlungenen Geästes, in dem Mensch oder Tier kaum auszumachen sind und verschmelzen. Dann wiederum weicht die Natur und lässt den Menschen oder andere Lebewesen in den Vordergrund treten. Immer wieder finden sich in den Werken auch Vögel und Motten – manchmal etwas versteckt, dann wieder ganz offensichtlich. „Die Motte ist ein Symbol für Zersetzung, für die menschliche Seele, aber auch für komische Gedanken“, hat Wendeln recherchiert.

Das Miteinander von Mensch und Tier nimmt einen besonderen Raum ein. Wer ist der Stärkere? Wer sucht Schutz und wer bietet diesen? Die Rollen wechseln, und oft sind Mensch-Tier-Kombinationen zu sehen, die einfach nicht zusammengehören. „Speziell ist auch die Zusammenstellung der Farben“, sagt Wendeln.

In den ganz neuen Werken spielt Ostertag mit Abstrahierungen und geometrischen Formen. Letztere dominieren auch seine Collagen, für die er häufig die Hintergründe seiner Ölbilder aufgreift und so Verbindungen schafft.  ts

Vernissage

Die Kunsthistorikerin Kirsten Fitzke führt am Sonntag ab 15 Uhr im Beisein des Künstlers in die Ausstellung ein. Diese ist bis zum 5. April mittwochs und freitags von 15.30 bis 18 Uhr, donnerstags von 10 bis 13 Uhr sowie samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

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