Wenn Kinder mit Butterblumen malen

27 Teilnehmer bei „talentCampus“-Naturerlebniswoche in Dötlingen

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Nach dem Malen mit Blumen und Gräsern ging es zum Holzhacken. Volker Wessels (r.) zeigte den Teilnehmern der Naturerlebniswoche, wie es funktioniert. Das Ergebnis: wohlige Wärme in der Waldhütte.

Dötlingen - Von Tanja Schneider. Das Feuer im Ofen sorgt für wohlige Wärme in der Waldhütte des Polizeisportvereines an der Hunte in Dötlingen. Es duftet nach Kakao, und angesichts der 27 Kinder, die gerade durch die Räume wuseln, ist es verdächtig still. „Wir bereiten gerade den Fackelbau vor“, erklären einige Teilnehmer der „talentCampus“-Erlebniswoche.

„Kunst und Kultur in freier Natur“ lautet seit Montag das Motto. Die angemeldeten Mädchen und Jungen kommen hauptsächlich aus Dötlingen, Harpstedt, Wildeshausen und Oldenburg. „Einige sind zum wiederholten Mal dabei“, weiß Heike Agresti.

„Xavier“ fordert Dozenten Flexibilität ab

Insgesamt vier Dozenten betreuen die Gruppe. Im Vergleich zu den Erlebniswochen in den Vorjahren müssen sie diesmal besonders flexibel sein. Schuld ist Sturm „Xavier“, der das geplante Programm ordentlich durcheinandergewirbelt hat. „Aus Sicherheitsgründen verzichten wir weitestgehend auf Wanderungen durch den Wald“, informiert Agresti. Auch die Kanutour auf der Hunte haben die Dozenten abgesagt – denn zu viele große Äste würden im Fluss treiben oder die Durchfahrt erschweren.

Langeweile kommt in der Waldhütte dennoch nicht auf. Täglich um 9 Uhr geht es los. Siebeneinhalb Stunden lang beschäftigen sich die Kinder und Jugendlichen dann – aufgeteilt in vier Gruppen – mit unterschiedlichen Aspekten aus dem Bereich Kultur in der Natur. Gerade ist das Bogenschießen Thema. Der Nachwuchs erfährt Wissenswertes über die kulturellen Hintergründe in Nord- und Mitteleuropa und darf auch Pfeile unter die Lupe nehmen. Gleich nebenan sind die Vorbereitungen für den Fackelbau so gut wie abgeschlossen. Dickere Äste, Birkenrinde und Stoffreste liegen bereit. Nach dem Mittagessen soll es losgehen. „Die Fackeln dürfen die Kinder mit nach Hause nehmen“, sagt Agresti, die Anfang der Woche schon mit den Kindern gemalt hat. Stifte oder Pinsel waren dabei allerdings nicht im Spiel. Stattdessen nutzten die Mädchen und Jungen Pflanzen, die sie rund um die Hütte fanden. So entstanden Bilder aus Butterblumen, Vogelbeere und Tannenzweigen. „Praktischerweise haben wir diesen Kunstpart auch gleich mit einer kleinen Kräuterkunde verbunden“, erzählt sie.

Geocaching statt Wanderung durch den Wald

Volker Wessels gibt unterdessen eine kleine Einweisung in das Holzhacken. Schließlich müssen weitere Scheite für den Ofen her. Beim Umgang mit der Axt ist Vorsicht geboten. Bei vielen reicht zudem noch nicht die Kraft fürs Holzspalten aus.

„Morgen machen wir noch Geocaching“, erzählen die Kinder. Eine Aktion, die es aufgrund von „Xavier“ ins Programm geschafft hat. Die GPS-gesteuerte Schatzsuche durch das Dorf verbinden die Dozenten mit einer kleinen Geschichtsstunde. Die Mädchen und Jungen lernen prägende Orte Dötlingens kennen – vom Großsteingrab über die Kirche bis hin zum Gierenberg.

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