Mehrere Ideen für zweckgebundene Summe

Gemeinde Dötlingen muss noch fast 9.000 Euro ausgeben

Neerstedt - Die Gemeinde Dötlingen hat ein kleines Luxusproblem: Sie muss bis Juli noch 8 918,65 Euro für Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Prävention älterer Menschen beziehungsweise für damit in Zusammenhang stehende Projekte ausgeben.

Dass dies schwerer ist als gedacht, verdeutliche Ina Schäfer nun den Mitgliedern des Jugend-, Sport- und Sozialausschusses. Hintergrund ist die erfolgreiche Teilnahme am Bundeswettbewerb „Älter werden in der Kommune – bewegt und mobil“. Für die beispielhaften Aktivitäten und Angebote von „Wi helpt di“ gab es den ersten Platz und 10.000 Euro Preisgeld. 

Die Summe ist allerdings zweckgebunden und muss innerhalb von zwei Jahren nachweislich verwendet werden. Geschieht dies nicht, muss die Kommune den Betrag zurückzahlen. 1.081,35 Euro sind bereits in die Beschilderung der „Nimm-mich-mit“-Bänke geflossen, bleibt der Restbetrag.

Laut Schäfer, die bei der Verwaltung für den Bereich „Demografischer Wandel“ zuständig ist, hat sich die Projektgruppe „Wi helpt di“ Gedanken gemacht. Viele Ideen haben sich mittlerweile jedoch zerschlagen, sodass „wir jetzt am Ende unseres Lateins sind“, sagte Schäfer und nannte Beispiele.

Dreiradtandem war im Gespräch

Erster Vorschlag war die Anschaffung eines Autos, das die Ehrenamtlichen statt ihrer eigenen Fahrzeuge nutzen können. „Doch dann kam die Förderzusage im Rahmen der E-Mobilität im ländlichen Raum“, so Schäfer. Die Idee, E-Bikes zum Ausleihen anzuschaffen, sei schnell verworfen worden, da die Räder stets auf die jeweiligen Nutzer hätten angepasst werden müssen. „E-Bike-Schulungen für Senioren kamen ebenfalls nicht infrage, denn die bietet die Verkehrswacht kostenlos an“, berichtete sie.

Geliebäugelt wurde anschließend mit einem Dreiradtandem zum Ausleihen. Dies ist neu zwar zu teuer, aber eine Oldenburgerin hatte ihres zum Kauf angeboten. „Wir hatten sogar schon eine Unterstellmöglichkeit sowie eine Person gefunden, die die Verwaltung übernimmt“, erzählte Schäfer. 

Da dann aber das Mehrgenerationenhaus ins Gespräch kam, plädierte die Projektgruppe dafür, von dem Preisgeld lieber Materialien anzuschaffen, die die Senioren dort verwenden können. Also übernahm der Verein „Wi helpt di“ das Dreiradtandem. Das Mehrgenerationenhaus (MGH) lässt bekanntlich aber noch etwas auf sich warten.

Bewegungsparcours findet keine Zustimmung

Nächste Idee war deshalb ein Bewegungsparcours mit Outdoor-Fitnessgeräten. „Der Standort sollte sich bevorzugt im Bereich MGH, Turnhalle und Sportplatz befinden“, erklärte Schäfer mit Blick darauf, dass der Mehrgenerationenplatz am Steinweg vermutlich wegen seiner Lage nicht gut frequentiert werde. Das Problem mit dem Bewegungsparcours sind die Finanzen. Die Basis-Version mit vier Geräten kostet 14 000 Euro, bei zwölf Geräten sind es 37 000 Euro. Denkbar sei unter gewissen Voraussetzungen eine 50-prozentige Förderung aus dem „Leader“-Topf „Demografie“.

Der Bewegungsparcours bereitete dem Ausschuss allerdings „Bauchschmerzen“. Wieland Garms (FDP) schlug stattdessen vor, Kontakt mit den Vereinen aufzunehmen, die Angebote für Senioren vorhalten und dort abzufragen, was an Materialien und Geräten benötigt wird. Diese Anregung stieß auf allgemeine Zustimmung. Die Verwaltung soll nun die Vereine abfragen. ts

Rubriklistenbild: © dpa

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