Weniger Besucher bei der „GartenKultour“ in Dötlingen

„Es ist ein ruhiges Wochenende“

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Herbert Vinken zeigte auch exotische Kräuter.

Dötlingen - Von Sophie Filipiak. Ruhig sei es gewesen, da waren sich alle Teilnehmer der „GartenKultour“ in Dötlingen einig. „Aber das ist ein Trend der vergangenen Jahre“, berichtete Sabina Dalg-Vinken in ihrem Kräutergarten in Nuttel. Sie fand es aber nicht schlimm. Die Gäste seien sehr interessiert und nehmen sich viel Zeit, alles zu erkunden.

Und davon gab es einiges am Wochenende. Die Veranstaltung zog einige Besucher von nah und fern an. Viele waren Wiederholungstäter, wie Klaus und Sigrid Ohliger aus Westerstede. „Wir sind schon zum sechsten Mal hier“, erklärte Klaus Ohliger. Seine Begeisterung für die Gemeinde Dötlingen ist auch nach den vielen Besuchen ungebrochen: „Das ist landschaftlich ein schönes Fleckchen Erde hier.“ Das Ehepaar informierte sich vor ihrer Tour durch den Ort beim Info-Stand der Gästeführer. „Es gibt ja immer wieder was Neues zu entdecken“, sagte Klaus Ohliger. Ein Pflichttermin sei aber immer ein Spargelessen im Kläner-Hof.

Auch die frisch restaurierte „Müller vom Siel-Kate“ gab in Form zahlreicher Exponate einen Überblick über die in Dötlingen heimischen Künstler. Irma Hamann betreute die Ausstellung und zeigte auch ihre eigenen Glasarbeiten und Gedichte. Sabine Bourjau zeigte sich fasziniert von den Landschaftsbildern, die die Malerin Sophie Wencke präsentierte. „Ich weiß gar nicht, wie oft ich schon an der ‚GartenKultour‘ teilgenommen habe“, so die Oldenburgerin. Mittlerweile interessiere sie sich mehr für die Gärten, daher sei der Besuch im Kräutergarten in Nuttel ein Pflichttermin für sie. Aber zuvor wollte Bourjau noch zum Lopshof.

Dort feierte gestern der familienentlastende Dienst der Norle sein 20-jähriges Bestehen mit einem Tag der offenen Tür. „Es ist ein bunter und schöner Nachmittag“, freute sich Martina Tzschoppe. Im Garten des Lopshofes sollten Menschen mit und ohne Behinderungen zusammen kommen. Dazu gab es zahlreiche Info-Stände, an denen die Besucher auch Werke erwerben konnten, die Teilnehmer des betreuten „Paradiesvogel“-Projektes hergestellt hatten. Für die musikalische Unterhaltung sorgte die Bremer „Barrakudas-Combo“.

In Dötlingen waren zwar viele mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs, aber zum „Garten der Sinne“ kamen die meisten mit dem Auto. „Zu 80 Prozent sind neue Leute hier“, erklärte die Gartenbesitzerin Anke Dunker-Bureck. Auch ein Ehepaar aus Augustfehn (Landkreis Ammerland) war zum ersten Mal zu Besuch und erstaunt über die Größe der Ramblerrose. „Und sie duften auch noch so gut“, zeigte Dunker-Bureck. Rund 100 Besucher waren in ihren Garten gekommen. „Das ist relativ wenig, aber alle nehmen sich viel Zeit“, sagte sie.

Doppelt so viele Gäste hatten sich am ganzen Wochenende im Kräutergarten von Sabina Dalg-Vinken und Herbert Vinken eingefunden. Dieser führte die Besucher herum und ließ sie viele neue Kräuter probieren – meist ohne vorher zu verraten, um was es sich handelt. „Aber ausspucken kann man immer“, sagte Vinken mit Blick auf einen vietnamesischen Koriander. „Das ist nicht jedermanns Sache.“ Für jedermanns Geschmack war aber die Dötlinger „GartenKultour“ – dafür sorgte das große Angebot an Schaugärten und Kulturveranstaltungen.

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