Verregnete Dötlinger Gartenkultour

Weniger Besucher, aber dennoch zufrieden

Ein Mann steht vor einem Doppel-Pavillon.
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Die Rosen kommen später: Karl-Heinz Krüger an seinem neuen „Corona-Pavillon“.

Dötlingen/Iserloy/Simmerhausen – Die Voraussetzungen waren nicht die Besten: die noch immer mitschwingende Pandemie, andere Veranstaltungen wie der Tag der Regionen, die Straßensperrung ab Aschenstedt in Richtung Bundesstraße – und natürlich das herbstlich-durchwachsene Wetter. Das spiegelte sich bei der Dötlinger Gartenkultour am Sonntag dann auch teilweise in den Besucherzahlen wider.

Um 11 Uhr, zu Beginn der Veranstaltung, hatten sich die Gästeführerinnen Marianne Mennen und Ingrid Kuhlmann sowie ihr Kollege Ralf Holtz noch dafür entschieden, an ihrem Infostand in der Dötlinger Ortsmitte keinen Pavillon aufzubauen – und es bei einem großen Sonnenschirm zu belassen. „Wir dachten, es kommt keiner vorbei“, sagte Mennen und musste lachen. „Seitdem hatten wir keine ruhige Minute.“ Einige Besucher, insbesondere von außerhalb des Landkreises, nutzten das Programm, das die Gartenkultour auf die Beine gestellt hatte. „Es ist nicht der Ansturm, aber mehr als erwartet“, so Mennen. „Wir hatten erstaunlich viel zu tun.“ Viele Gäste hätten sich für Informationsmaterial zu dem Angebot in der Gemeinde interessiert. Fahrradgruppen seien diesmal allerdings keine dabei – was bei dem Wetter aber auch verständlich sei. Die Witterung sei auch der Grund, warum die sonst üblichen Ortsführungen oder Radtouren diesmal nicht im Angebot seien. Diese seien auch nicht nachgefragt worden, so die beiden Gästeführerinnen.

Gut war der Zulauf ebenfalls nur wenige Meter weiter in der Müller-vom-Siel-Kate. Dort sind 18 Bilder zu sehen, die in den vergangenen Wochen bei der Malschule mit dem Künstler Theo Leijdekkers entstanden sind. Gerti Essing von der Dötlingen Stiftung freute sich nicht nur über die abwechslungsreiche Ausstellung, sondern auch über die vielen Besucher. Bis 14 Uhr seien es schon 53 gewesen, berichtete sie – so viel seien es sonst an guten Tagen bis zum Abend.

Zu den Besucherinnen zählten Ria Lusga aus Heide (Gemeinde Ganderkesee) und ihre Freundin Brigitte Sitthauer aus Stuhr. Beide sind kunstinteressiert und auch selbst künstlerisch tätig. Die Gemeinde Dötlingen und die Gartenkultour kenne sie gut, sagte Lusga: „Ich bin zum vierten oder fünften Mal hier“, erzählte sie. Bevor sie nach Dötlingen gekommen sind, waren sie im Garten der Familie Krüger in Simmerhausen: „So einen Garten hätte ich auch gerne“, zeigte sie sich beeindruckt. „Aber nicht die damit verbundene Arbeit“, scherzte sie.

Zwischen der Künstler-Kate sowie dem Stein- und Wassergarten liegt das Gartencafé in Iserloy. Gisela Garms vom Golf- und Gartencafé war dort am frühen Nachmittag enttäuscht vom Zulauf. „Am vergangenen Sonntag haben sie uns hier überrannt“, zog sie einen Vergleich. Dagegen sei das Café an diesem Tag eher mäßig besucht. Weniger Besucher bedeuteten für die Gartenkultour insgesamt weniger Einnahmen, gab sie zu bedenken. Diese seien nötig, damit die Veranstaltung, die von ihrem Vorstand stets mit Leben erfüllt werde, weiterentwickelt werden könne. Die „Tour“ habe einen hohen Stellenwert für Dötlingen und sei schon in anderen Gemeinden kopiert worden, sagte Garms.

Weniger Besucher als sonst kann auch Karl-Heinz Krüger in Simmerhausen vermelden. Der Zulauf sei „durchwachsen“. „Wir hatten hier auch schon 400 bis 500 Leute“, berichtete er. Radfahrer fehlten diesmal fast vollständig. „Doch man muss zufrieden sein“, so Krüger. „Es ist viel los im Umfeld.“ An diesem Nachmittag waren es rund 160 Gäste. Diese konnten sich über den extrem vielfältigen Garten freuen, der sich jetzt über eine Fläche von 1,5 Hektar erstreckt. Für die Stammgäste sei es nach anderthalb Jahren die erste Gelegenheit, den Garten und die Neuerungen (darunter den „Corona-Rosen-Pavillon“ – mit Sitzplätzen für zwei Familien mit Abstand) wieder zu erleben, so Krüger.

Viele Besucher in der Müller-vom-Siel-Kate: Gerti Essing von der Dötlingen Stiftung.
Trotz des schlechten Wetters zufrieden: die Gästeführerinnen Ingrid Kuhlmann (l.) und Marianne Mennen.

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