Endspurt bei der Dorferneuerung

Welche Maßnahme hat in Ostrittrum Priorität?

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Die FDP Dötlingen hatte zum Bürgergespräch auf den Hof Schweers in Ostrittrum eingeladen.

Ostrittrum - Von Anja Nosthoff. Welche im Rahmen der Dorferneuerung angedachten Maßnahmen liegen den Einwohnern in Ostrittrum, Geveshausen, Rhade, Grad und Wehe noch am meisten am Herzen?

Das wollte die FDP Dötlingen am Mittwochabend während eines Gespräches vor Ort in Erfahrung bringen. Rund 20 Bürger aus allen Ortsteilen waren der Einladung ins Kaffeehaus auf dem Hof Schweers gefolgt. Die FDP-Fraktion sowie Bürgermeister Ralf Spille nahmen das Feedback für Politik und Verwaltung mit.

Förderung endet 2019

Um die letzten möglichen Projekte bis zum Ende der Förderung in 2019 wieder in Abstimmung mit den Einwohnern umzusetzen, soll sich der Arbeitskreis Dorferneuerung unter der Federführung der Gemeindemitarbeiterin Ulrike Hollmann nun zeitnah wieder zusammenfinden.

Seit 2013 sind im Rahmen der Dorferneuerung zahlreiche private Vorhaben und eine Handvoll öffentlicher Maßnahmen, darunter die Umgestaltung des Ostrittrumer Dorfplatzes, realisiert worden. Nun steht der Endspurt an: Deshalb hat der Gemeinderat Gelder für einen Radwanderweg eingeplant, der die fünf beteiligten Ortschaften verbinden soll. 27.500 Euro finden sich als Plankosten im Etat 2017 und 244.000 Euro für die Umsetzung im Haushalt 2018. Davon ist dann die Fördersumme abzuziehen.

Dorfstraßenerneuerung oder Radwanderweg?

Damals, bei der Erstellung der Prioritätenliste für die Dorferneuerung, hatte sich der Arbeitskreis als Abschlussprojekt und verbindendes Element den Radweg gewünscht. An diesem Vorhaben hängen mehrere Einzelmaßnahmen in den verschiedenen Ortschaften, unter anderem könnten Rastplätze entstehen und Sehenswürdigkeiten wie der Hexenstein in Wehe oder die Rehtränke in Rhade aufgewertet werden. Zusätzlich war ein Wanderweg in Ostrittrum zwischen Hunte und Tierpark im Gespräch.

Während des Treffens wurde jedoch deutlich, dass letztere Maßnahme bei den Bürgern eine sehr niedrige Priorität hat. So gab es mehrere Äußerungen, dass die Erneuerung der Dorfstraße in Ostrittrum weitaus wichtiger sei. Ernst-August Bode, Einwohner und ehemaliger Kreistagsabgeordneter, erwähnte auch den lang gehegten Wunsch nach einer Überdachung des Grillplatzes an der Mühle.

Aktive Beteiligung der Bürger gewünscht

Anne Hollmann, die seinerzeit im Arbeitskreis mitgewirkt hatte, sprach sich ebenfalls für die Straßenerneuerung aus, hob aber noch einmal die Besonderheit des Radweges als verbindendes Element hervor. Sie ging außerdem darauf ein, dass die damalige Kostenkalkulation obsolet sei und die Summen für den Radweg und die anhängenden Maßnahmen reduziert werden könnten. Außerdem würden Mittel frei, wenn der Wanderweg zwischen Hunte und Tierpark wegfalle.

Da bis zum Ende des Dorferneuerungsprogramms keinesfalls mehr alle Maßnahmen realisiert werden können, wie der Bürgermeister betonte, soll der Arbeitskreis die konkreten Wünsche der Bürger ausarbeiten. So sollen die Einwohner die Auswahl und Umsetzung der Maßnahmen aktiv mitgestalten.

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