Weiterentwicklung einer Infrarotvorrichtung/Tarngehäuse made in Aschenstedt

Kabelloses Alarmsystem der nächsten Generation

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Harald Denker zeigt, wie das System funktioniert.

Aschenstedt - Von Tanja Schneider. Mit der Absicherung von Wohngebäuden, Betriebsarealen oder Baustellen beschäftigt sich der Aschenstedter Harald Denker bereits seit gut 20 Jahren. Über seine Firma ASST Alarmsysteme bietet er unterschiedliche Lösungen an – vom Bewegungsmelder bis hin zur kabellosen Rundumsicherung via Infrarot. Bei Letzterer handelt es sich um eine Lichtschrankenvorrichtung mit Sender und Empfänger, die bereits vor 30 Jahren von einem Entwickler aus der Nähe von Rotenburg/Wümme erfunden wurde, mit dem Denker seit Jahren kooperiert. Nun gibt es die neueste Generation dieses Alarmsytems, das nach eigenen Angaben „weltweit konkurrenzlos“ ist.

„In der kommenden Woche erhalte ich die ersten neuen Geräte“, sagt der Aschenstedter, der die Systeme vertreibt und selbst Lösungen für entsprechende Tarngehäuse entwickelt. Neben den offensichtlichen „Hüllen“ greift er dabei auf die örtlichen Begebenheiten zurück. So können der Sender und Empfänger beispielsweise in künstlichen Steinen, Baumstämmen oder Stromverteilerkästen verschwinden. „Auf Baustellen können sie in Kabelrollen oder zwischen Paletten versteckt und jederzeit wieder abmontiert werden“, erzählt der 71-Jährige.

Wie bereits die Vorgängermodelle zeichne sich auch die jetzt überarbeitete Version des Alarmsystems vor allem durch die Reichweite aus. Zwischen Sender und Empfänger könnte eine Strecke von bis zu 1500 Metern abgedeckt werden. „Das aktive Infrarotsignal funktioniert auch hinter Glas und ist für das menschliche Auge unsichtbar“, sagt Denker. Wird das Signal, also die Lichtschranke durchbrochen, löst das System Alarm aus. Dieser kann weltweit auf bis zu fünf Handys gesendet werden. „Der Alarmierte kann das betroffene Gerät nun aufrufen und sich die entsprechenden Fotos und Videos auf sein Mobiltelefon laden“, erläutert der gelernte Exportkaufmann. „Auch, wenn er weit weg ist, sieht er, was gerade auf seinem Grundstück geschieht, kann bei Bedarf einen Wachdienst rufen oder zur Abschreckung von Einbrechern erst einmal via Handy die Beleuchtung einschalten.“ Reagiert der zuerst Alarmierte nicht, wird aufs nächste registrierte Handy weitergeleitet.

Während die ersten Modelle mit Lithium-Batterien ausgestattet waren, versorgen nun vorzugsweise Mini-Solarmodule die Geräte mit Energie. Aufgrund der großen Reichweite sowie der Mobilität sei es ideal für große Industrie- und Gewerbeflächen, staatliche Sicherheitsorgane sowie größere Privatanwesen. Die Vorgängermodelle sind laut Denker durchaus auf Resonanz gestoßen – auch im Ausland, wo sie beispielsweise Solarparks in Spanien und Italien absichern. Eine Weiterentwicklung des Systems sei aber aufgrund des technischen Fortschritts sowie Kundenwünschen unabdingbar gewesen. Produziert werden die Geräte derzeit im Landkreis Rotenburg – vom Entwickler selbst. Bei größeren Stückzahlen müsste eine andere Lösung her, so Denker.

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