Finanzausschuss: Rechtliche Fragen klären

Waschhalle „fliegt“ von Tagesordnung

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Der Finanzausschuss hat das Thema Waschhalle von seiner Tagesordnung genommen.

Dötlingen - Überraschend hatte der Feuerwehrausschuss vor rund zwei Wochen entgegen der Empfehlung der Verwaltung für den Anbau einer Waschhalle an das Dötlinger Feuerwehrhaus votiert.

Und genauso unerwartet nahm der Finanz- und Wirtschaftsausschuss den Punkt während seiner Sitzung am Donnerstagabend im Rathaus von der Tagesordnung. „Es müssen noch rechtliche Fragen geklärt werden“, begründete der Vorsitzende Claus Plate (FDP). Ratsmitglieder und Verwaltung hatten sich unmittelbar zuvor nichtöffentlich besprochen.

Knackpunkt sollen die vom Finanzausschuss empfohlenen, ergänzenden Bedingungen sein. Unter anderem soll die Brettorfer Ortswehr – wenn die Dötlinger Waschhalle kommt – von einem Antrag auf eine eigene absehen. Solche Punkte müssten nicht nur rechtlich geklärt werden, sondern bedürften auch der Beratung. 

„Bei solchen Formulierungen hätte ich dem Beschlussvorschlag nicht folgen können“, sagte Plate. Wie auch Willi Niehoff, Beate Wilke (beide CDU) und Gabriele Roggenthien (Bündnis90/Die Grünen) sprach er sich dafür aus, das Thema zu vertagen. Ralf Metzing (SPD) plädierte hingegen für eine Diskussion während der Sitzung – auch mit Blick auf die anwesenden Feuerwehrleute, darunter alle drei Orts- sowie der Gemeindebrandmeister, die in der Einwohnerfragestunde Zusammenhalt demonstrierten.

Dötlingens Ortsbrandmeister Torsten Fischer sprach Gerüchte an, die ihm die Tage nach der Finanzausschuss-Sitzung zu Ohren gekommen waren und fragte ganz direkt: „Wurde der Politik seitens der Verwaltung von ,Grabenkämpfen‘ und Differenzen wegen der Waschhallen-Entscheidung berichtet?“ 

Die Ausschussmitglieder verneinten dies. Niehoff sagte aber: „Es gibt unsererseits die Befürchtung, dass wir mit unserem Beschluss genau dies verursachen und die gute Zusammenarbeit unter den Wehren gefährden könnten.“ 

Fischer versicherte, dass es zu keinen Differenzen kommen werde. „Deshalb sind wir auch heute zusammen hier“, verdeutlichte er. Über die Waschhalle wird nun während der Ratssitzung am 15. März beraten. Der Anbau würde die Gemeinde 100.000 Euro kosten, 42.500 Euro steuern die Brandschützer in Eigenleistung bei. - ts

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