Viele Menschen nehmen offenes Angebot in Neerstedt wahr / Mehr als 500 Impfungen

Warum impfen lassen? „Aus Solidarität“

Eine Schlange bildet sich neben der Förderschule Sprache in Neerstedt.
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Eine Schlange bildet sich neben der Förderschule Sprache in Neerstedt.

Neerstedt – Kurz vor 10 Uhr. Draußen stehen schon jede Menge Leute in der Warteschlange. Der Grund? Sie alle wollen sich an diesem Mittwoch gegen das Coronavirus impfen lassen. Die Dötlinger Gemeindeverwaltung hatte zu dieser offenen Impfaktion in Zusammenarbeit mit dem Malteser-Hilfsdienst in die Turnhalle nach Neerstedt eingeladen. Es ist die erste Aktion dieser Art in der Gemeinde Dötlingen.

Ab zwölf Jahren wird in der Turnhalle gegen das Coronavirus immunisiert – die Jugendlichen müssen aber in Begleitung eines Erwachsenen kommen. „Die Ü-30-Jährigen bekommen Moderna, die Unter-30-Jährigen Biontech“, erklärt Kassandra Plate, Ausbildungsleiterin des Malteser Hilfsdienstes. Hildburg Ziegeler aus Ganderkesee ist zu dem Zeitpunkt die letzte Person in der Schlange, die auf Höhe der Förderschule Sprache endet. Sie holt sich ihre Booster-Impfung ab. Von dem Impf-Angebot habe sie online erfahren, erzählt sie. Vor ihr steht ein älterer Mann, der aus der Nähe von Delmenhorst kommt, um ebenfalls seine Booster-Impfung zu erhalten.

Grit Gerke aus Wildeshausen (l.) und Jeanette Witte aus Wüsting müssen noch etwas auf ihren Piks warten.

Aus Oldenburg sind Andrej Grama und Gabriel Dorofte angereist. Letzterer begleitet seinen Kollegen zu seiner Zweitimpfung. „Ich bin schon durch“, sagt Dorofte.

Grit Gerke aus Wildeshausen steht etwa in der Mitte der Schlange. Sie möchte sich boostern lassen. Sie habe vor zwei Wochen in der Zeitung von der Impf-Aktion erfahren, sagt sie. Warum sie sich immunisieren lässt? „Nur so können wir aus der Pandemie herauskommen. Wir sollten glücklich sein, dass es so schnell einen Impfstoff gab. Ich lasse mich nicht nur für mich impfen, sondern auch aus Solidarität“, betont sie.

Im Gespräch: Kassandra Plate von den Maltesern und der Arzt Ulrich Walenz mit Ortrud Daniels (links).

Hinter ihr steht Jeanette Witte aus Wüsting. Sie lässt sich zum zweiten Mal impfen. Ihren ersten Piks habe sie in Wildeshausen bekommen, so Witte.

10.15 Uhr: In der Turnhalle herrscht reger Betrieb. Drei Ärzte sowie zehn „Impfer und Verwalter“ seien vor Ort, schildert Plate. „Die Malteser machen es in Kombination mit den Johannitern.“ Es gebe genug Impfstoff, um alle Personen immunisieren zu können. „Ansonsten können wir auch noch etwas nachordern“, versichert sie.

Nun geboostert: Ortrud Daniels aus Großenkneten. Volker Themann von den Maltesern impfte sie.

Ortrud Daniels aus Großenkneten, die, wie alle eine FFP2-Maske trägt, darf sich an den Tisch von Allgemeinmediziner Dr. Ulrich Walenz und Plate setzen, die mit ihr die Unterlagen durchgehen. Die Großenkneterin hatte sich bereits um 9 Uhr für ihre Booster-Impfung angestellt. „So 30 Leute waren bestimmt schon da“, schildert sie. „Auf den Tag genau sind heute fünf Monate um“, freut sie sich.

„Sind Sie Rechts- oder Linkshänderin?“, fragt Volker Themann von den Maltesern, bevor er ihr das Vakzin in den linken Arm spritzt. Nach ein paar Sekunden hat sie es überstanden. „Jetzt können Sie sich zehn bis 15 Minuten in den Wartebereich setzen“, sagt Themann zu ihr. Noch bis 17 Uhr gab es die Möglichkeit, sich in der Turnhalle impfen zu lassen. Ralph Meyer von den Maltesern gab am Abend die Zahlen bekannt: „Es waren mehr als 500 Impflinge da, und es war von allem etwas dabei. Überwiegend waren es aber Booster-Impfungen.“ Gefolgt von Zweitimpfungen. „Ein paar Erstimpflinge waren auch da.“  

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