Warten auf den Radweg

Bürgern dauert Umsetzung der Trasse zwischen Brettorf und Iserloy zu lang

Wann wird der Radweg von Brettorf nach Iserloy entlang des Stedinger Wegs gebaut? Das fragen sich die Anwohner.
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Wann wird der Radweg von Brettorf nach Iserloy entlang des Stedinger Wegs gebaut? Das fragen sich die Anwohner.

Brettorf – „Wann kommt der Radweg von Brettorf bis nach Iserloy? Wie können unsere Kinder sicher zur Schule kommen? Wie kann die Verkehrssicherheit im Ort und außerhalb des Orts verbessert werden?“ Diese Fragen haben sich die Anwohner am Stedinger Weg und der Straße „An der alten Post“ in Brettorf gestellt. „Der Radweg wurde vor einigen Jahren angekündigt, ist aber noch nicht in die Umsetzung gegangen“, sagt der Brettorfer Andreas Meyer.

Um auf die Situation aufmerksam zu machen, hatten die Anwohner kürzlich zu einem Ortstermin eingeladen. Etwa 50 Teilnehmer seien dort gewesen – darunter Bürgermeister Ralf Spille, die Bürgermeisterkandidaten für Dötlingen, Andreas Krems und Antje Oltmanns, Landratskandidat Christian Pundt sowie Ratsvertreter aller Fraktionen. Der Radweg „Stedinger Weg-Süd“ wurde vor drei Jahren beschlossen. „Die Realisierung erfolgte bisher nicht, da bislang benötigte Grundstücke und Mittel im Gemeindehaushalt fehlten“, erklärt Meyer auf Nachfrage.

Bestehender Fuß- und Radweg sei zu schmal

Aus seiner Sicht müsste der Radweg entlang des Stedinger Wegs nach Iserloy aus mehreren Gründen dringend kommen: Zum einen wäre er für Pendler attraktiv. „Es gibt viele, die lieber das Rad nehmen würden als das Auto, wenn sie nach Dötlingen oder Wildeshausen fahren.“ Als weitere Beispiele nennt er Touristen, Kinder und Erwachsene.

Zudem müsse für rund 35 Kindern aus der Nachbarschaft, „die schon schulpflichtig sind und noch schulpflichtig werden“ ein sicherer Schulweg gewährleistet werden. Einige Jungen und Mädchen müssten vom Stedinger Weg aus über die Uhlhorner Straße fahren, um zum Bushäuschen zu kommen, das sich gegenüber vom Geschäft „Martens Spezialmixshop“ befindet. Beide Straßen seien sehr stark befahren, wie Meyer sagt. „Das ist für Kinder auch nicht ungefährlich“, so der Brettorfer. „Am Stedinger Weg wurde im vergangenen Jahr im Oktober eine Verkehrszählung von der Gemeinde vorgenommen.“ Weiter sagt er: „5 400 Fahrzeuge sind gezählt worden – mit teilweise stark überhöhten Geschwindigkeiten im Außenbereich.“ Zwar gebe es einen Fuß- und Radweg vom Bahnhof Richtung Ortsausgang am Stedinger Weg, der sei aber zu schmal und durch schwer einsehbare Grundstückseinfahrten gefährlich, schildert Meyer die Sorgen der Anwohner. Viele Radler würden daher auf der Straße fahren. Er wünscht sich, dass sich die Politik Gedanken bezüglich einer sicheren Wegeführung für Schulkinder macht und dass der geplante Radweg „noch etwas weiter in den Ort reingehen kann“.

Zuerst Thema Grundstücksverhandlungen klären

Zudem bitten er und die weiteren Anwohner um eine „Haushaltspriorisierung von den künftigen Ratsfraktionen. Die sollen diesen Punkt mit auf die Agenda nehmen“. „Wir würden uns wünschen, dass im nächsten Jahr Baubeginn ist.“

In einer kleinen Ansprache an die Anwesenden habe Spille ausgeführt, dass die Förderung des Radwegbaus durch Bundes- und Landesmittel in den kommenden zwei Jahren günstig zu sein scheint, gibt der Brettorfer den Ortstermin wieder.

Um einen Zuschussantrag stellen zu können, müsste vorher das Thema Grundstücksverhandlungen geklärt werden, schildert Spille auf Nachfrage. „Die letzten Gespräche sind noch zu führen. Drei sind es, glaube ich, noch.“ Er fügt hinzu: „Wenn das d’accord ist, dann werden die Antragsunterlagen fertiggestellt.“ Und weiter: „Wenn das unterschrieben ist, dann denke ich, dass wir im Herbst die Unterlagen für die Förderung präsent haben.“

Im Haushalt stehen im investiven Bereich etwa 800 000 Euro als Ansatz. Eine Förderung von 75 Prozent könnte möglich sein, es komme aber auf die Förderprogramme an. Ende des Monats treffe sich der Arbeitskreis Schulwegsicherheit, der das Thema aufnehmen werden. „Mal schauen, wann es Ergebnisse gibt. Die kommen dann in den Bauausschuss rein“, so Spille.  

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