Waltraut Früchtenicht und das Ehepaar Rose erhalten Ehrenamtspreis

„Für uns ist es einfach selbstverständlich“

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Bürgermeister Ralf Spille zeichnete Waltraut Früchtenicht sowie Ingrid und Manfred Rose (v.r.) gestern während der Ratssitzung für ihr ehrenamtliches Engagement aus.

Altona - Waltraut Früchtenicht sowie Ingrid und Manfred Rose sind die Ehrenamtlichen des Jahres 2015. Die Gemeinde Dötlingen würdigte das Engagement der drei Einwohner mit einer Auszeichnung, die Bürgermeister Ralf Spille während der gestrigen Ratssitzung im Hotel „Gut Altona“ überreichte.

Alle drei Geehrten wohnen in Neerstedt und sind insbesondere in unterschiedlichen Gruppen und Projekten der evangelischen Kirchengemeinde aktiv. Früchtenicht wirkt zum einen im dortigen Kreativkreis, der sich auch für gute Zwecke engagiert, zum anderen ist sie eine feste Größe im Besuchsdienst. So manchen Einwohner hat sie zum runden Geburtstag bereits besucht und mit Selbstgebasteltem eine Freude bereitet. Über den Kreativkreis ist sie punktuell zudem am Gemeinschaftsprojekt „Wi helpt di“ beteiligt. Daneben arbeitet sie seit Jahren bei der Kleiderkammer des Deutschen Roten Kreuzes in Wildeshausen, nimmt Gebrauchtes an und gibt es wieder an Bedürftige aus. Auch um die Flüchtlinge in der Gemeinde kümmert sich die 66-Jährige – mal übernimmt sie einen Fahrdienst, mal sind es praktische Alltagshilfen, damit sich die Asylsuchenden hier zurechtfinden. „Und es ist wichtig, dass dies jemand tut“, sagte Spille.

Die Unterstützung der Flüchtlingshilfe ist auch Ingrid und Manfred Rose ein Anliegen. Schon in den 1990er-Jahren waren sie in diesem Bereich äußerst aktiv – und nun wieder. Sie wirken nicht nur im Arbeitskreis „Integration“ mit, sondern haben auch die Patenschaft für eine der Asylbewerber-Unterkünfte übernommen. Andere Paten, die über belastende Erlebnisse oder ihnen zugetragene Erfahrungen reden möchten, können sich zudem an das Ehepaar wenden.

Manfred Rose war bis 2010 Pastor in Dötlingen. 1984 rief er den Seniorenkreis „Gemeinsame Sache“ mit ins Leben. Und auch heute noch sind er und seine Frau Ingrid an der Gestaltung so manchen Seniorennachmittages beteiligt. Den Posaunenchor, den er Anfang der 1980er-Jahre übernahm, leitet der Neerstedter ebenfalls noch. „Dieses Engagement muss gewürdigt werden“, meinte der Bürgermeister. Der Verwaltungsausschuss sei sich zudem völlig einig gewesen, wer die Preisträger sein sollen. Roses hingegen konnten dies nicht nachvollziehen. „Für uns ist es einfach selbstverständlich, dass wir uns einbringen“, sagten sie. Aufgrund seines kirchlichen Hintergrundes betonte Manfred Rose, dass Nächstenliebe nicht nur gepredigt, sondern auch gelebt werden sollte.

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