Bürgermeisterwahl in Dötlingen

FDP und CDU bereiten Wahlkampf vor

Zwei Frauen stehen vor einer Leinwand, auf der mehrere Teilnehmende einer Videokonferenz zu sehen sind
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Einer Online-Fragerunde der Dötlinger CDU stellte sich Bewerberin Antje Oltmanns (l.) am Dienstag. Beate Wilke (r.) von der Ratsfraktion moderierte den Abend.

Noch hat der Wahlkampf um das Bürgermeisteramt in der Gemeinde Dötlingen nicht so recht begonnen. Aber die Parteien sind dabei, ihn vorzubereiten. Sowohl die FDP, die Andreas Krems als Bewerber unterstützt, als auch die CDU, die Antje Oltmanns favorisiert, sind in dieser Woche aktiv geworden.

Neerstedt – Interesse für die Kommunal- und die Bürgermeisterwahl im September zu wecken ist in Coronazeiten vielleicht noch mehr eine Herausforderung als sonst. Knapp ein halbes Jahr vor dem Wahltermin am 12. September sind die Dötlinger Parteien deshalb bereits dabei, vor allem mit Online-Veranstaltungen das politische Ereignis vorzubereiten.

Anfang der Woche lud die FDP zu einem Infoabend rund um die Tätigkeit als Ratsmitglied ein. Zudem ist sie mit Andreas Krems, der Bürgermeister der Gemeinde Dötlingen werden will, vor Ort unterwegs. Und die CDU veranstaltete am Dienstagabend eine hybride Versammlung, bei der sich Bewerberin Antje Oltmanns den Fragen der Mitglieder stellte.

Liberale wollen Lust auf Politik machen

Der Einladung der Liberalen waren am Montagabend 17 Dötlinger gefolgt, einschließlich der vier Mandatsträger im Gemeinderat – Claus Plate, Eckehard Hautau, Wieland Garms und Helge Vosteen – und mehreren Nichtmitgliedern. Plate erzählte, seine Entscheidung, in die Kommunalpolitik einzusteigen, sei durch das Bedürfnis, an demokratischen Entscheidungsprozessen im direkten Umfeld teilzuhaben, motiviert gewesen. Er sitzt seit 2006 im Gemeinderat.

Auf die Frage, wie viel Zeit man für die Ratsarbeit aufbringen müsse, folgte eine kurze Diskussion zwischen zwei Mandatsträgern. Plate kam auf eine bis zwei Stunden pro Woche, während Hautau seinen Aufwand eher auf drei bis vier Stunden bezifferte. Letztendlich waren sie sich einig, dass der Zeitaufwand davon abhänge, in welchen und wie vielen Ausschüssen man sitze.

Vosteen nahm den Interessierten die Furcht vor zu viel Detailarbeit. „Es sind nicht nur Fachleute im Rat. Das geht durch alle Fraktionen so“, beschwichtigte er. „Man kann sich jederzeit auch fachlichen Rat bei der Verwaltung holen“, ergänzte Hautau.

Kandidatur auch ohne Parteibuch möglich

Teilnehmer Karl-Heinz Sube erkundigte sich, wer denn überhaupt kandidieren dürfe. „Muss man dazu Mitglied der FDP werden?“, wollte der Unternehmer wissen. „Bei uns kann man auch ohne Parteibuch in den Rat kommen. Jeder kann auf die Liste, der mit uns gemeinsam Politik machen will“, lautete Plates eindeutige Antwort.

Auf den Einwurf: „Sind auch Frauen für die FDP im Rat?“ von Sabine Schütte versicherte Ortsverbandsgeschäftsführer Hartmut Schütte, dass er sich über mehr Frauenbeteiligung in der Politik freuen würde. Aktuell ist die Fraktion allerdings nur mit Männern besetzt.

CDU befragt Bewerberin Oltmanns

Bei der Sitzung der CDU mit knapp 20 Teilnehmenden lag der Fokus auf Bewerberin Antje Oltmanns. Es sei ihr eine Freude und Ehre, sich den Mitgliedern vorzustellen, sagte Oltmanns während der Hybrid-Veranstaltung am Dienstagabend. In ihrer kurzen Einführung erklärte sie, sie wolle eine „kompetente Chefin der Verwaltung und Repräsentantin der Gemeinde“ werden.

Auf Nachfrage von Willi Niehoff, der die Großenkneterin auf ihre enge Verbundenheit mit ihrer Heimatgemeinde ansprach, betonte Oltmanns: „Ich werde mich jetzt absolut nach Dötlingen orientieren und meine Prioritäten setzen.“ Niemand brauche sich in dieser Hinsicht Sorgen zu machen.

Bei anderen Fragen, etwa zu den Themen Klimaschutz, dem Ausbau erneuerbarer Energien oder der Idee, Wohneinrichtungen für Senioren zu bauen, hielt sich die Bewerberin mit konkreten Antworten zurück. Noch sei sie nicht in alle Bereiche so tief eingestiegen, begründete Oltmanns. Eine stärkere Digitalisierung der Verwaltung befürwortete sie jedoch ebenso wie die Notwendigkeit, die derzeit angespannte Haushaltslage gut im Blick zu behalten. „Die goldenen Zeiten sind leider ein Stück weit vorbei“, kommentierte sie.

Für den Wahlkampf, mit dem sie erst nach der offiziellen Aufstellung als Kandidatin der CDU beginnen werde, wolle sie ein Team zusammenstellen, erklärte Oltmanns. Eine Homepage und einen Instagram-Account habe sie sich bereits zugelegt.

Mit Stauden als Präsent unterwegs ist Bewerber Andreas Krems. Bei dieser Aktion vor dem eigentlichen Wahlkampfbeginn begleitet ihn die FDP.

Auch Krems, der parteilose Bewerber, den die FDP unterstützt, wartet noch auf das offizielle Votum der Partei, bis er in den Wahlkampf startet. Doch er ist bereits unterwegs und verteilt in den Ortschaften der Gemeinde – am Donnerstag in Dötlingen, am Freitag in Brettorf – jeweils in Begleitung eines FDP-Mitglieds einen kleinen Ostergruß inklusive Gesprächsangebot für Interessierte. 1.000 Stauden seien dafür beim Pflanzenhof Schachtschneider angeschafft worden, berichtet FDP-Vorsitzender Plate.

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