Vorfreude auf die neue Waschhalle

Hauptversammlung: Friedel Beneke gehört seit 60 Jahren der Dötlinger Feuerwehr an

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Ehrungen in Dötlingen: Diane Febert (Vorsitzende Kreisfeuerwehrverband), Heiner Ulrich (Gemeindebrandmeister), Frank Leutloff, Karsten Grashorn, Herbert Aschenbeck, Klaus-Friedrich Bahlke, Friedel Beneke, Manfred Henning, Torsten Fischer (Ortsbrandmeister) und Thore Güldner (Feuerwehrausschussvorsitzender, von links).

Dötlingen - Viele Gäste aus Politik und Feuerwehrwesen haben am Freitagabend an der Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Dötlingen im Dötlinger Hof teilgenommen. Besonders freute sich Ortsbrandmeister Torsten Fischer jedoch, seinen Feuerwehrkameraden Bernhard Schmoger zu begrüßen: Denn dieser war im Oktober vergangenen Jahres als Gruppenführer mit zu einem Einsatz am Lopshof ausgerückt und plötzlich vor Ort mit einem Kreislaufstillstand zusammengesackt.

„So lästig Fehlalarme an Brandmeldeanlagen auch sein mögen, dieser hat ein Leben gerettet“, war sich Fischer sicher. Die Einsatzkräfte hätten sofort reagiert und Schmoger erfolgreich reanimiert. „Dabei hat sich unser vor einigen Jahren beschaffter Defibrillator mehr als bezahlt gemacht“, betonte der Ortsbrandmeister. Alle Beteiligten könnten stolz auf ihre Teamleistung sein, so Fischer.

Im Jahresbericht betrachtete Dötlingens Ortsbrandmeister zunächst den Mitgliederbestand. Dieser sank durch vier Austritte bei zwei Neueintritten von 50 auf 48 Aktive. Die Austritte seien insbesondere dem Wohnortwechsel geschuldet gewesen, so Fischer. Außerdem seien 15 Kameraden in der Altersabteilung. Für die Kinderfeuerwehr gelte weiterhin eine Warteliste, freie Plätze würden umgehend wieder aufgefüllt. Auch in 2018 traten wieder mehrere Mitglieder von der Kinderfeuerwehr in die Jugendfeuerwehr über. Fischer dankte in diesem Zusammenhang Kinderfeuerwehrwartin Silke Bleckwehl und dem weiteren Betreuerteam für ihr Engagement. Mehr als 625 Stunden kamen hier im vergangenen Jahr zusammen.

Auf die Einsätze des Jahres 2018 rückblickend, resümierte Fischer, dass sich die Zahl der Einsätze von 64 in 2017 auf 34 in 2018 deutlich verringert habe. Insbesondere die ausgebliebenen Unwetterlagen seien hierfür verantwortlich. „Seit Langem war es mal wieder ein Jahr mit mehr Brandeinsätzen als Hilfeleistungen“, so der Ortsbrandmeister. Besonders die Flächenbrände hätten die Wehr beschäftigt. Die Zahl der Fehlalarme sei mit insgesamt acht unerfreulich hoch gewesen. Die Einsatzstunden schlugen mit 706 Stunden zu Buche. Insgesamt leisteten die Ortsfeuerwehr Dötlingen und die Kinderfeuerwehr 7 048 dokumentierte Stunden.

Neben den regulären Übungsdiensten entfielen davon allein circa 864 Stunden auf die Teilnahme an insgesamt 33 Lehrgängen und Fortbildungen. Unter anderem hatten erneut mehrere Atemschutzgeräteträger das Brandhaus in Lemgo und den Brandübungscontainer in Loy besucht. Außerdem wurden viele Lehrgänge auf Kreis- und Landesebene absolviert.

Beim Thema Waschhalle zeigte sich Fischer erfreut darüber, dass sich die vielen Gespräche für das Vorhaben gelohnt hätten. Der Gemeinderat habe 100 000 Euro für den Bau zur Verfügung gestellt. „Danke, dass wir das Projekt umsetzen können. Nun kommt eine intensive Zeit auf uns zu“, gab er einen Ausblick. Ein Architekt sei gefunden und eine bezahlbare Lösung entwickelt worden. Der Ortsbrandmeister sprach Rat und Verwaltung abschließend seinen Dank für die gute Zusammenarbeit aus.

Beförderungen: Heiner Ulrich, Mark Depenbrock, Daniel Gildehaus, Marvin Leutloff, Simon Schröder und Torsten Fischer (von links).

In seinen Grußworten dankte Bürgermeister Ralf Spille den Einsatzkräften, auch im Namen aller Gemeindebürger, für ihr ehrenamtliches Engagement. Für den Rat sei eine erstmals im Oktober erfolgte Informationsveranstaltung inklusive der Besichtigung der drei Ortsfeuerwehren wichtig gewesen. Die Ratsmitglieder hätten dabei einen Einblick in die Abläufe der Feuerwehren gewinnen können. „Das war eine gut gelungene, runde Sache“, bilanzierte der Bürgermeister, der auf eine regelmäßige Wiederholung hoffte. Er lobte weiterhin die vielen geleisteten Stunden für Aus- und Fortbildungen. Die Gemeinde bemühe sich, entsprechende Gelder, insbesondere für die Brandübungscontainer, bereitzustellen. „Es ist wichtig, dass ihr wisst, was im Ernstfall auch euch zukommt“, betonte Spille. Nachholbedarf gäbe es bei der erneut hohen Anzahl an Fehlalarmen durch Brandmeldeanlagen. Spille stellte fest: „Die sind ein leidiges Thema, das kann und darf nicht sein.“ Die Gemeinde suche deshalb nach Lösungen - unter anderem arbeite man an einer neuen Kostensatzung für die Abrechnung solcher Fehlalarme.

Als Vorsitzender des Feuerwehrausschusses blickte Thore Güldner zunächst auf den Beschluss zur Waschhalle zurück. „Ich denke, wir haben dieses Thema zu eurer Zufriedenheit geklärt“, hob Güldner hervor. Im März stünden die nächsten Beratungen zum Haushalt an, wobei die finanziellen Spielräume geringer würden. Einsparungen im Bereich der Feuerwehr seien aber fehl am Platz.

Bei den anschließenden Wahlen wurde Maik Cording als neuer Atemschutzgerätewart gewählt, nachdem Michael Castens sein Amt zur Verfügung gestellt hatte. Daniel Gildehaus steht ihm künftig als stellvertretender Atemschutzgerätewart zur Seite. Für den Posten des stellvertretenden Ortsbrandmeisters wurde Simon Schröder wiedergewählt.

Bei den Ehrungen verlieh Gemeindebrandmeister Heiner Ulrich gleich vier seiner Kameraden das Feuerwehrehrenzeichen für 40-jährige Mitgliedschaft des Landes Niedersachsen. Dazu zählten Klaus-Friedrich Bahlke, Karsten Grashorn, Manfred Henning und Frank Leutloff. Das Abzeichen für 40-jährige Mitgliedschaft des Landesfeuerwehrverbandes (LFV) erhielt zudem Herbert Aschenbeck als Mitglied der Altersabteilung. Ehrengemeindebrandmeister Friedel Beneke wurde schließlich mit dem Abzeichen für 60-jährige Mitgliedschaft des LFV ausgezeichnet.

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