Vorfahrtsregelung im Visier

Haben vor der Sitzung die Breite des Klattenhofer Weges nachgemessen: die CDU-Ratsmitglieder Beate Wilke, Dietz Wiechers, Anke Spille und Ditte Höfel (v.l.). Foto: CDU

Neerstedt - Mit dem Begegnungsverkehr zwischen Klattenhof und Barel sowie der Vorfahrtsregelung im weiteren Verlauf der Strecke bis nach Neerstedt hat sich die CDU-Fraktion intensiv beschäftigt. Die Christdemokraten verweisen auf Probleme, die sich im Zuge des dortigen Radwegebaus verschärft hätten und bitten um Abhilfe. Ihr Anliegen war am Donnerstag Thema im Bau-, Straßen- und Verkehrsausschuss.

Wie Beate Wilke erläuterte, befürchtet ihre Partei, dass die Berme am Klattenhofer Kirchweg arg in Mitleidenschaft gezogen wird. Die Straße sei eng und jetzt zum Radweg hin stark abfallend. Bei Begegnungsverkehr sei ein Ausweichmanöver auf den Seitenraum kaum zu vermeiden - schon gar nicht, wenn sich Lastwagen oder landwirtschaftliche Maschinen treffen. Die Straße sei auch nicht - wie in der Beschlussvorlage der Verwaltung angegeben - 5,20 bis 5,40 Meter breit. „Wir haben am Mittwochmorgen nachgemessen, und wir waren erstaunt über die Abweichungen“, so Wilke. Denn an verschiedenen Stellen maß die Fahrbahn nur eine Breite von 4,20 bis 4,80 Metern. Das überraschte wiederum Bauamtsleiter Uwe Kläner: „Wir haben die Zahlen aus den Planunterlagen. Ich traue euch aber zu, ein Maßband richtig abzulesen“, sagte er.

Mit Blick auf den Begegnungsverkehr betonte Kläner, dass die Straße im Zuge des Radwegebaus nicht verändert wurde. „Sie liegt genauso da wie immer, und ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir jemals Probleme hatten. Die Berme ist in den letzten 20 Jahren nicht geschottert worden.“ Die CDU hatte die Verwaltung gebeten, Stabilisierungsmöglichkeiten aufzuzeigen. „Es kam aber nur ein einziger und noch dazu teurer Vorschlag“, zeigte sich Wilke enttäuscht. „Ich bin mir sicher, dass es günstigere Alternativen gibt.“ Kläner bestätigte, dass man auch mit Markierungen oder Leitpfosten arbeiten könnte. Er bat jedoch um Geduld. „Lasst uns warten, bis die Maßnahme abgeschlossen ist und die Banketten angelegt sind. Dann können wir besser sehen, ob und auf welchen Abschnitten es Handlungsbedarf gibt.“

Das Thema Vorfahrtsregelung könne am besten im Rahmen der Verkehrsschau mit der zuständigen Behörde erörtert werden. Im Fokus steht die Dorfstraße, die bis dato nur eine geringe Bedeutung zugesprochen bekommen hat. Sie ist deshalb keine Vorfahrtsstraße. Es gilt Rechts vor Links. Laut Wilke haben sich die Bedingungen seit der letzten Prüfung vor rund 15 Jahren aber geändert - nicht zuletzt aufgrund des Radweges. Kläner versprach, das Anliegen nicht aus den Augen zu verlieren.

Der Ausschuss einigte sich darauf, derzeit von einer Randstabilisierung entlang der Strecke abzusehen und die Problematik der Vorfahrtsregelung im Zuge der Verkehrsschau aufzuzeigen. Zudem soll der Bereich während der jährlichen Wegebereisung von Rat und Verwaltung angesteuert werden.  ts

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Hallo-Verden-Festival in der Stadthalle

Hallo-Verden-Festival in der Stadthalle

Band Aha spielt vor ausverkaufter Bremer Stadthalle

Band Aha spielt vor ausverkaufter Bremer Stadthalle

Löw-Team bucht EM-Ticket - "Sehr zufrieden"

Löw-Team bucht EM-Ticket - "Sehr zufrieden"

Jahrestag der Proteste: "Gelbwesten" demonstrieren in Paris

Jahrestag der Proteste: "Gelbwesten" demonstrieren in Paris

Meistgelesene Artikel

Nissan steht bei Probefahrt auf A28 plötzlich in Vollbrand

Nissan steht bei Probefahrt auf A28 plötzlich in Vollbrand

Einsatz in Neerstedt: Großer Abfallhaufen in Flammen

Einsatz in Neerstedt: Großer Abfallhaufen in Flammen

Vereine können Auto gewinnen

Vereine können Auto gewinnen

Wildeshausen-West: Bürgermeister Jens Kuraschinski im Interview zu aktuellen Entwicklungen 

Wildeshausen-West: Bürgermeister Jens Kuraschinski im Interview zu aktuellen Entwicklungen 

Kommentare