Von Viehzählungen bis hin zu Wahlen

Präsente und Urkunden: Bürgermeister Spille ehrt Bezirksvorsteher der Gemeinde Dötlingen

Sind für ihr ehrenamtliches Engagement von Bürgermeister Ralf Spille (rechts) geehrt worden: die Bezirksvorsteher Heinrich Voß (links) und Helmut Aschenbeck.
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Sind für ihr ehrenamtliches Engagement von Bürgermeister Ralf Spille (rechts) geehrt worden: die Bezirksvorsteher Heinrich Voß (links) und Helmut Aschenbeck.

Neerstedt – 30, 15 und 10 Jahre: So lange schon setzen sich Helmut Aschenbeck, Heiko Bruns und Heinrich Voß jeweils für ihre Gemeinde Dötlingen ein – und das ehrenamtlich. Bürgermeister Ralf Spille ehrte sie während der Bezirksvorsteherversammlung am Mittwochnachmittag im Rathaus für ihre langjährigen Tätigkeiten.

Aschenbeck und Voß durften sich über eine Urkunde sowie ein kleines Präsent freuen. Bruns, der seit 15 Jahren der Bezirksvorsteher der Ortschaft Wehe ist, konnte auf der Veranstaltung nicht zugegen sein, teilt die Gemeindeverwaltung mit.

Aschenbeck ist seit 30 Jahren ehrenamtlich für die Bauerschaft Barel zuständig. Im Laufe der Zeit habe sich diese Aufgabe allerdings sehr verändert, erzählt der 77-Jährige auf Nachfrage unserer Zeitung. „Es gab zu Anfang noch viel mehr zu tun. Das hat sich sehr reduziert. Es gab jährlich Viehzählungen, die von den Bezirksvorstehern vorgenommen wurden.“ Aschenbeck erklärt, wie dies ablief: „Man hatte einen Fragebogen vor sich liegen, in dem man eingetragen hatte, wie viele Kühe, Pferde oder Ackerland der Landwirt hatte. Das musste eingetragen und dann bei der Gemeinde abgegeben werden.“ Weiter sagt er: „Die Fragen wurden dann nach und nach durchgegangen und ausgefüllt.“ Oft saß er dafür mit den Bauern zusammen in der „guten Stube“, erinnert sich Aschenbeck. Er selbst musste aber nicht nachzählen: „Die Zählungen haben die Landwirte vorgenommen.“

Damals habe es mehr Aufgaben gegeben

Dass sich die Aufgaben reduziert hätten, sei dem Fortschritt geschuldet: „Die Zeiten haben sich gewandelt“, begründet der 77-Jährige, der in Wildeshausen geboren, aber in Barel aufgewachsen ist. „Der Geschäftsverkehr ist anders und es wird viel elektronisch kommuniziert“, begründet er.

Die Wahlen zählten zu seinen Hauptaufgaben als Bezirksvorsteher. Aschenbeck sitzt im Wahlvorstand und war sowohl bei der Kommunal- als auch bei der Bundestagswahl tätig, berichtet er.

Zudem übernehmen die Ehrenamtlichen unter anderem die Verteilung des jährlich erscheinenden Familien- und Veranstaltungskalenders, pflegen die Bekanntmachungskästen in der Kommune und weisen auf kleine Missstände in der Ortschaft hin. Dafür sollte man mit offenen Augen unterwegs sein, so der 77-Jährige: In seinem Fall geschieht das mit dem Auto oder dem Fahrrad. „Mit dem Fahrrad sieht man sogar etwas mehr“, findet der Jubilar. „Man schaut dann auch mal nach, ob eine Grabenreinigung nötig ist und falls ja, weist man die Gemeinde darauf hin.“

Heinrich Voß auch seit zehn Jahren Wahlleiter

Auch nach 30 Jahren mache ihm die Arbeit noch Spaß. „Man hat zum Beispiel die Zusammenkünfte mit den anderen Bezirksvorstehern, wo man sich austauscht. Solche Erlebnisse sind auch erfrischend.“

Trotzdem denke er daran, sein Amt abzugeben: „Es ist an der Zeit.“ Wann und an wen stehe aber noch nicht fest. So viel sei aber verraten. „Morgen noch nicht“, sagt Aschenbeck und lacht.

Der 59-jährige Heinrich Voß hat vor zehn Jahren das Amt für Hockensberg und Vossberg übernommen. Aus Altersgründen habe der vorherige Bezirksvorsteher aufgehört. „Der Bauamtsleiter Uwe Kläner und der damalige Bürgermeister Heino Pauka sind auf mich zugekommen und haben gefragt, ob ich es übernehmen möchte. Vor vielen Jahren hat es auch mein Vater in Hockensberg gemacht“, erzählt Voß, der sein Leben lang in Hockensberg lebt. „Ich schaue, ob alles in Ordnung ist, was Gräben, den Wasserdurchlauf und Straßenschäden angeht“, nennt er ein paar Beispiele seiner Tätigkeit. Als Wahlhelfer sei er auch schon viele Jahre aktiv: „Seit 15 Jahren bin ich bei den Wahlen dabei, seit zehn Jahren als Wahlleiter. Das macht immer Spaß“, sagt der Hockensberger, der sein Ehrenamt auch noch weiter ausführen möchte.  

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