Die Umsetzung des Tourismuskonzeptes der Gemeinde Dötlingen schreitet voran

Von der neuen Homepage bis zum Moorpadd

An Aktionstagen und Wochenenden kann es voll werden im Dorf Dötlingen: Um den Fremdenverkehr besser zu steuern und Besucher auch in andere Ortsteile zu locken, arbeitet die Verwaltung im Tourismuskonzept empfohlene Punkte ab. 
Archivfoto: Schneider
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An Aktionstagen und Wochenenden kann es voll werden im Dorf Dötlingen: Um den Fremdenverkehr besser zu steuern und Besucher auch in andere Ortsteile zu locken, arbeitet die Verwaltung im Tourismuskonzept empfohlene Punkte ab. Archivfoto: Schneider

Dötlingen – Um die Entwicklung des Fremdenverkehrs besser steuern und Besuchern ein vielfältiges Angebot vorhalten zu können, hatte sich die Gemeinde Dötlingen bereits 2015 in Sachen Tourismuskonzept auf den Weg gemacht. Zwei Jahre später lag es vor, und der Rat beschloss die Abarbeitung einer Prioritätenliste. Dabei wählte er die vier Schwerpunkte Angebotsstruktur, touristische Akzente, Öffentlichkeitsarbeit und Organisation/Kommunikation. Was bereits umgesetzt wurde und was noch in Planung ist, stellte die Verwaltung auf Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen während der Sitzung des Schul- und Kulturausschusses vor.

Bereits erledigt

Einen grünen Haken kann die Kommune hinter viele Vorhaben aus dem Bereich „Touristische Akzente“ setzen. Unter Federführung des Zweckverbandes Naturpark Wildeshauser Geest sind die Radrouten komplett überarbeitet worden. Es entstand ein naturparkweites Knotenpunktsystem inklusive einer Tagesroute durch die Gemeinde Dötlingen. Das Tourenheft und Kartenmaterial sind im Juli erschienen und auch online abrufbar. Die 43 Kilometer lange Rundroute durch die Kommune führt durch Brettorf, Aschenstedt, Dötlingen, Ostrittrum, Neerstedt, Barel und Klattenhof. Der Bahnhof Brettorf ist einer der empfohlenen Startpunkte. Er sollte mit Blick aufs autofreie Anreisen, wie es damals hieß, stärker in den Fokus gerückt werden.

Bei den Wanderwegen heißt es nun Qualität statt Quantität. Eine Vielzahl an kleinen Routen, die teilweise schon sehr zugewachsen waren, wurde aufgehoben. Dafür wurden – ebenfalls in Zusammenarbeit mit dem Naturpark – andere neu konzipiert. Und so soll es neben dem bekannten Huntepadd nun den Moorpadd durch das Poggenpohlsmoor sowie den Rittrumer Bergepadd geben, der von Ostrittrum aus auch nach Grad und Geveshausen führt. Daneben gibt es einen neuen Ortsplan, und die Gemeinde hat die „Rote-Hütchen-Beschilderung“ auf den aktuellen Stand gebracht.

Im Bereich „Öffentlichkeitsarbeit“ lag der Schwerpunkt auf der neuen Homepage der Kommune. Während dieses Projekt abgeschlossen ist, wird an der Neuauflage der Info-Broschüre samt Gastgeberverzeichnis noch fleißig gearbeitet. „Sie ist zu 40 Prozent fertig“, so Hauptamtsleiterin Katrin Albertus-Hirschfeld.

Unter dem Punkt „Angebotsstruktur“ war unter anderem die Einrichtung eines Wohnmobil-Standortes geplant. Hier setzt die Gemeinde auf den Campingplatz Aschenbeck und plant keine weiteren Stellflächen. Die gewünschte Abstimmung der Öffnungszeiten von Freizeit- und gastronomischen Einrichtungen, damit es jeden Tag Angebote gibt, gestalte sich schwierig, da die Möglichkeiten der Einwirkung seitens der Gemeinde begrenzt seien, berichtete Albertus-Hirschfeld.

Im Bereich „Organisation/Kommunikation“ geht es unter anderem um die Einführung eines Buchungssystems. Dieses sei im Zuge der Aktualisierung der Homepage beauftragt worden, derzeit laufe eine Prüfung der konkreten Umsetzung für Externe.

Was folgt

Im Bereich „Touristische Akzente“ steht noch die Beschilderung der drei oben genannten Wanderwege aus. Sie ist für Ende 2020/Anfang 2021 geplant. Zudem ist die Aktualisierung der Infotafeln in der Kommune vorgesehen. Da hierbei aber auch die Öffnungszeiten der Gastronomie berücksichtigt werden sollen, verschiebt sich das Vorhaben coronabedingt. Mit Priorität zwei sind Ideen wie das Erlebbarmachen der Megalithkultur für Kinder und Jugendliche versehen. Zudem soll darüber nachgedacht werden, sich über die Freiwilligenagentur „mischMIT!“ im Bereich „Kunst und Kultur“ breiter aufzustellen.

Im Bereich „Öffentlichkeitsarbeit“ steht die Fertigstellung der Info-Broschüre aus. Bei der „Angebotsstruktur“ gibt es Überlegungen, bezüglich einer Vernetzung stärker mit umliegenden Gemeinden zu kooperieren. Zum Beispiel könnte auf der Homepage auch der Punkt „Angebote in Nachbargemeinden“ eingeführt werden. „Wir sollten nicht nur im eigenen Saft schmoren, sondern über den Tellerrand blicken. Das erhöht auch unsere Attraktivität“, meinte Bürgermeister Ralf Spille.

Unter dem Punkt „Organisation/Kommunikation“ stehen die geordnetere Zusammenarbeit mit Institutionen und Akteuren sowie die Förderung des Ehrenamtes.

Reaktionen

„Wir können wirklich schon hinter einer Menge einen Haken setzen“, stellte die Ausschussvorsitzende Anne-Marie Glowienka (CDU) fest. Dirk Orth (Bündnis 90/Die Grünen) lobte: „Das geht in die richtige Richtung.“ Vor allem das neuen Knotenpunktsystem komme gut an. Diesen Eindruck hat auch Bürgermeister Spille: „Es ist sagenhaft, was in der Gemeinde jetzt an Radverkehr los ist“, bemerkte er. „Und vom Landvolk kommt demnächst ja noch die ,Kiek in‘t Land – Fahrradroute der Landwirtschaft‘.“ Sorge bereite ihm hingegen die Gastronomie, die unter der Coronakrise sehr gelitten habe. „Sie ist ein wichtiger Anziehungspunkt. Also, geht mal essen!“, lautete seine Aufforderung.

Letztendlich nahm der Ausschuss den aktuellen Bearbeitungsstand zustimmend zur Kenntnis.

Von Tanja Schneider

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