Von außen ist die Mühle wieder schick

1894 erhielt die Wassermühle Altona ihr jetziges Aussehen. Dank einiger Sanierungsarbeiten strahlt sie nun wieder in frischem Weiß.
+
1894 erhielt die Wassermühle Altona ihr jetziges Aussehen. Dank einiger Sanierungsarbeiten strahlt sie nun wieder in frischem Weiß.

Baugerüste, ein umgeleiteter Bach und ein provisorisches Wehr: An und neben der alten Wassermühle in Altona wird seit Wochen gewerkelt. Die Außenarbeiten seien abgeschlossen, nun gehe es um die Innenräume, erläutert Besitzer Heiner Ahrmann. Dort sollen künftig auch Trauungen möglich sein.

Altona – Frischer Putz, ein neuer Anstrich und einige Ausbesserungen am Unterbau des Dachs: Die Arbeiten an der alten Wassermühle bei Gut Altona sind bereits gut vorangeschritten. Laut Besitzer Heiner Ahrmann gibt es derzeit nur noch zwei Baustellen, und zwar das Wehr am benachbarten Bach sowie die Innenräume des knapp 400 Jahre alten Gebäudes.

Das marode Stauwerk werde derzeit durch ein Provisorium ersetzt, erläuterte Ahrmann. Ein neues Wehr soll in etwa fünf Wochen eingebaut werden. Für diese Arbeiten, die jedoch nichts mit der geplanten Verbesserung der ökologischen Durchlässigkeit des Mühlbachs zu tun haben (siehe Infokasten), sei die Hunte-Wasseracht zuständig. „Das lief alles wunderbar, auch in der Zusammenarbeit“, betont der Gebäudeeigentümer.

Für ihn steht derzeit vor allem die Sanierung der Innenräume im Fokus. Dort würden aktuell die letzten Malerarbeiten ausgeführt. Außerdem sollen die Beleuchtung neu gemacht sowie die Bestuhlung ersetzt werden. Doch wer einen gestalterischen Zwilling des nebenanliegenden Hotels und Restaurants erwarte, liege falsch, sagt der Altonaer: „Das wird viel rustikaler.“ Einige ursprüngliche Elemente wie alte Familienbilder – Ahrmanns sind bereits seit 1888 Eigentümer des Gebäudes – und Teile der Mühle seien zum Beispiel noch vorhanden.

Ahrmann möchte Trauungen ermöglichen

Das Ziel der Arbeiten sei inzwischen offiziell: Künftig soll es möglich sein, sich in der ehemaligen Wassermühle trauen zu lassen. Die Idee habe er bereits seit Längerem gehabt, berichtet Ahrmann. Nun habe auch die Gemeinde Dötlingen zugestimmt. Neben dem Rathaus und dem Püttenhus in Dötlingen sowie der Wassermühle in Ostritt-rum sollen Paare dann Gelegenheit haben, die standesamtliche Zeremonie in Altona abwickeln zu lassen.

Wann genau es damit losgehen kann und wie die Details vor Ort aussehen werden, sei jedoch noch offen, erklärt Dötlingens Standesbeamtin Ute Vogt. Derzeit sei eine Vereinbarung zwischen Ahrmann und der Kommune in Arbeit. Unter anderem müsse der Raum gewidmet werden. Vor dem Frühjahr 2021, schätzt sie, werde in Altona noch nichts geschehen können: „Ein Zeitpunkt steht noch gar nicht fest.“ Zudem sorge die weiter anhaltende Coronakrise für Unwägbarkeiten. Aktuell seien nur zehn Personen bei einer Trauung erlaubt, im April habe sie die Zeremonie sogar allein mit dem Brautpaar feiern müssen. Und wer wisse schon, wie es in den kommenden Monaten aussehe?

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Remis im Gipfel zwischen Bayern und Leipzig - BVB enttäuscht

Remis im Gipfel zwischen Bayern und Leipzig - BVB enttäuscht

Welche Rolle spielt das Geschlecht beim Fahrradkauf?

Welche Rolle spielt das Geschlecht beim Fahrradkauf?

Acht Brettspiel-Geschenktipps für Weihnachten und Silvester

Acht Brettspiel-Geschenktipps für Weihnachten und Silvester

Lamberts Bay ist mehr als ein Fischerort

Lamberts Bay ist mehr als ein Fischerort

Meistgelesene Artikel

„Ein bisschen spooky“ – Wie ein Ehepaar aus Harpstedt Corona am eigenen Leib erlebte

„Ein bisschen spooky“ – Wie ein Ehepaar aus Harpstedt Corona am eigenen Leib erlebte

„Ein bisschen spooky“ – Wie ein Ehepaar aus Harpstedt Corona am eigenen Leib erlebte
Landkreis Oldenburg trauert, Nachbarn atmen auf

Landkreis Oldenburg trauert, Nachbarn atmen auf

Landkreis Oldenburg trauert, Nachbarn atmen auf
Schwerbehinderte darf nicht mit ICE fahren

Schwerbehinderte darf nicht mit ICE fahren

Schwerbehinderte darf nicht mit ICE fahren

Kommentare