Zwei Betriebe aus Neerstedt nehmen an einem eintätigen Seminar teil

In vier Stunden zum Brandschutzhelfer

Nahmen an einer Ausbildung zum Brandschutzhelfer teil: Rico Scholz und Martyna Krupinska vom Friseursalon Scholz sowie Christin Riep, Sonja Peuser und Anne Seibt von „Ergo Physio Riep“ (v.l). Brandschutzbeauftragter Luca Haase (links) leitete das Seminar. Foto: terrasi

Neerstedt - Von Lara Terrasi. Wie verhalte ich mich im Falle eines Brandes, wie kann ich anderen in einem solchen Fall helfen und wie sollte mein Betrieb ausgestattet sein, was das Thema Brandschutz betrifft? Zwei Betriebe aus Neerstedt haben am Mittwochmittag an einer vierstündigen Ausbildung zum Brandschutzhelfer (BSH) teilgenommen. Luca Haase, Brandschutzbeauftragter der Firma Diekmann aus Höxter, die solche Kurse anbietet, leitete das Seminar. In lockerer Runde ging es in der Praxis für Ergo- und Physiotherapie „Ergo Physio Riep“ in Neerstedt über die Bühne.

„Herr Haase hatte uns eine In-House-Schulung angeboten und wir fanden die Idee super“, erzählte Ergotherapeutin Christin Riep, von der gleichnamigen Praxis. Zusammen mit zwei ihrer Mitarbeiterinnen und Rico Scholz und Martyna Krupinska vom Friseursalon Scholz nahm sie an der Ausbildung teil. „Ich finde es interessant, diese mit anderen Betrieben zu machen. Die nächste Fortbildung möchte ich auch mit einem anderen Betrieb machen“, so Riep. Das Seminar bestand aus zwei Theorie- und einem Praxisteil. „Nach meiner Präsentation bekommen sie mehrere Fragebögen, in denen zum Beispiel steht, was die Aufgaben eines Brandschützers und was Rauchschutztüren sind. Für den praktischen Teil müssen die Teilnehmer mit einem Feuerlöscher Flammen bekämpfen, die ich mit einem Brandsimulator erzeuge“, verrät Haase vorweg den Verlauf der Prüfung. Er erklärte, dass nach solch einer Ausbildung alle drei bis fünf Jahre eine Fortbildung erfolgen müsse. „Ich muss mich auch alle drei Jahre fortbilden und das ist auch wichtig. Ich bin froh, dass ich im Notfall richtig reagieren könnte“, betonte er. Solche Ausbildungen richten sich jedoch nicht nur an Arbeitgeber, auch Privatpersonen können daran teilnehmen.

„Der Gesetzgeber fordert zum einen, dass es einen Brandschutzhelfer geben muss. Im Falle einer Gefahr, sollte es den Mitarbeiter möglich sein, diese zu beseitigen“, erklärte Haase den fünf gespannten Zuhörern. Dabei sei ein Anteil von fünf Prozent der Beschäftigten bei normaler Brandgefährdung ausreichend.

Im ersten Theorieteil listete er die verschiedenen Brandschutzordnungen auf, die das Verhalten von Personen im Brandfall innerhalb eines Gebäudes regeln. Die erste Kategorie richtet sich an die Besucher und Kunden. Also an alle, die sich in einem Gebäude aufhalten. Die Zweite richtet sich an jeden Mitarbeiter. Sie müssen sich im Falle eines Feuers richtig verhalten. Die Brandschutzordnung C richtet sich an Mitarbeiter mit einer besonderen Qualifikation, wie zum Beispiel an einen Brandschutzhelfer. In einem Brandfall sind die Aufgaben des Brandschutzhelfers, die Feuerwehr zu alarmieren, das Feuer zu löschen und dafür zu sorgen, dass alle Menschen das Gebäude verlassen. Zudem müssen sie jeden Raum nach weiteren Personen absuchen. „Stellen Sie sich vor, jemand sitzt in seinem Büro und hört mit Kopfhörern Musik´“, sagte der Kursleiter.

Haase erklärte weiter: „Im Falle eines Einsatzes der Feuerwehr ist es wichtig, dass die Einsatzkräfte ungehindert in das Gebäude gelangen können.“ Als es um das Thema Rauchmelder ging, lief Haase durch die Räume der Praxis, um sich ein Bild zu machen. „In Betriebsständen sind sie nicht notwendig, aber Sinn macht es in diesen Räumen schon“, gab er Riep einen Tipp.

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