Pläne nordöstlich der Siedlung bereiten Anwohnern Sorgen

Wie viele Neubauten verträgt Vossberg?

Zwischen der Vossberger Siedlung und der Autobahn (siehe roter Pfeil) könnte eventuell weitere Wohnbebauung entstehen. Repro: Ts

Vossberg - Von Tanja Schneider. Was soll auf der Fläche in Vossbergs Norden zwischen der Straße „Am Reiterfeld“ und der A 1 genau geschehen? Diese Frage beschäftigt derzeit einige Anwohner. Seit bekannt wurde, dass die Eigentümer ihr an die Druckerei angrenzendes Areal aufteilen wollen und auf gut zwei Hektar Wohnbebauung entstehen könnte, machen Befürchtungen die Runde. Vor allem die Größe der potenziellen Grundstücke und damit die Anzahl möglicher Wohneinheiten treibt einigen Vossbergern die Sorgenfalten auf die Stirn.

„Wir sind nicht generell dagegen, dass dort neue Häuser errichtet werden“, betont die Gruppe, die am Montagabend im Garten von Werner Schulz zusammensitzt. Der Gedankengang der Eigentümer sei durchaus nachvollziehbar. Aber wenn eine Erweiterung der Wohnbebauung kommt, solle sie sich doch an den Charakter der Siedlung anpassen.

Der Vossberg ist von großen, begrünten Grundstücken geprägt – so wie es der entsprechende Bebauungsplan vorgibt. Viele messen 2 500 Quadratmeter. Rechnet man mit dieser Zahl auch für das Areal „Am Reiterfeld“, würde dies acht neue Wohngrundstücke bedeuten. „Das wäre in Ordnung. Damit könnten wir leben“, sagen die versammelten Vossberger. Angeblich seien dort aber 1 000 Quadratmeter große Grundstücke angedacht, also etwa 20 neue Wohneinheiten. „Und das finden wir problematisch“, berichten sie. Abgesehen vom Charakter des Vossbergs geht es ihnen um die Gleichbehandlung sowie die Verkehrssituation.

Für die Siedlung gibt es nur eine Zuwegung über die B 213, den Dötlinger Weg. Dieser sei schon jetzt ausgelastet und verkrafte kein neues Baugebiet mit 20 Häusern und entsprechend mehr Autos, meinen die Anwohner. Ähnliche Bedenken gibt es für den Tannenweg, der es dieses Jahr auf die Prioritätenliste für die Sanierung von Gemeindestraßen geschafft hat und demnächst eine Oberflächenbehandlung erhalten soll. „Wo ist denn da der Sinn, wenn eventuell bald eh Baufahrzeuge anrollen und den Tannenweg wieder kaputtmachen?“, fragt die Gruppe. Sie sorgt sich, dass ein Baugebiet der befürchteten Größe einen Straßenausbau und entsprechende Anliegerbeiträge mit sich bringen könnte.

Ihre Bedenken und Wünsche wollten die anwesenden Vossberger am Montagabend zu Papier bringen und dann an sämtliche Ratsmitglieder, Bürgermeister Ralf Spille sowie Bauamtsleiter Uwe Kläner schicken. „Wir möchten gerne aktiv werden, bevor konkrete Entwürfe gemacht werden“, erklärt die Gruppe. Bislang ist das Thema von der Politik noch nicht öffentlich beraten worden. Die Eigentümer besagter Fläche haben aber einen Antrag gestellt. Wie Bauamtsleiter Kläner auf Nachfrage erläutert, ist das Areal laut Flächennutzungsplan für die Landwirtschaft eingestuft und liegt außerhalb des Bebauungsplanes „Vossberg“. Soll dort Wohnbebauung entstehen, muss also ein neuer B-Plan aufgestellt werden. Ob die Politik dies möchte, werde sich in einer der kommenden Bauausschusssitzungen zeigen – frühestens am 5. September.

Die Gruppe von Vossbergern kündigte an, ein eventuelles Bauleitplanverfahren genau zu verfolgen und bis dahin die übrigen Einwohner der Siedlung zu informieren.

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