Verona und Horst Lenz eröffnen Watvogelanlage/Offene Türen am 1. Mai

Ein Hauch von Küste in Dötlingen

+
Der Vorsitzende des Bürger- und Heimatvereins, Eckehard Hautau (l.), besichtigte schon einmal die neue Anlage von Verona und Horst Lenz, in der sich bald auch Watvögel wohl fühlen sollen.

Dötlingen - Von Tanja Schneider. Es hat einen Hauch von Küstennähe. Wer die neue Watvogel-Anlage im Tiergehege des Dötlinger Ehepaares Lenz betritt, spürt den Sand unter den Füßen, hört die Rufe der Vögel und das Plätschern des Wassers. Dieses schlägt zwar nicht in Wellen an den Strand, sondern läuft in Teiche, Urlaubsfeeling kommt aber dennoch auf. Am Freitag, 1. Mai, ist dieser Bereich erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich.

Die neue Anlage ist Teil der Umstrukturierung des Tiergeheges. Mit zunehmendem Alter haben Verona und Horst Lenz entschlossen, sich nach und nach von arbeitsintensiven Tieren zu trennen, auf andere Arten umzuschwenken und sich eine Wohlfühloase zu schaffen. Einige Alpakas, Lamas, Pferde und Esel sind bereits ausgezogen, andere erhalten noch ihr Gnadenbrot. Zudem dürfen die Kängurus weiterhin über das Areal hüpfen. Im Zuge dieses Wandels hatte das Paar bereits im Sommer die Errichtung der Watvogelanlage geplant. Ziel ist es, ein Stück See nach Dötlingen zu holen und den Tieren ein artgerechtes Umfeld zu schaffen.

Nach ein paar Verzögerungen startete im Herbst der rund dreimonatige Umbau durch eine Fachfirma. „Zunächst mussten etwa 170 Kubikmeter Mutterboden aufgeschüttet und eine Drainage für den Wasserablauf gezogen werden“, erläutert Horst Lenz während einer Besichtigung der Anlage. Diese hat der Dötlinger mit einer Teichlandschaft mit Wasserläufen, heimischen Pflanzen, die von den Vögeln verschont werden, jeder Menge Findlingen, Baumstümpfen und einem Sonnenpodest mit Liege ausstatten lassen. Zudem ließ er Wesersand aufschütten. „Rund 500 Arbeitsstunden hat dies gekostet“, erzählt er.

Noch ist das Areal, das derzeit von Storchen, schwarzen Schwänen und Kronenkranichen bewohnt wird, nicht mit einem Netz überdacht. Spätestens, wenn die ersten Watvögel, auch Limikole genannt, einziehen, soll sich dies aber ändern. „Unter anderem zum Schutz vor Greifvögeln“, sagt Verona Lenz. Ehe Limikole, hinter denen sich Regenpfeiferartige wie der Kiebitz verbergen, die Anlage bevölkern, versuchen es die Dötlinger mit Schreitvögeln. „Sie sind eine Art Vorstufe“, meint Horst Lenz, der ein Seidenreiher-Paar erworben hat. Dieses ist momentan noch äußerst scheu und lebt sich deshalb in einem abgetrennten und mit einem Netz überspannten Bereich neben der eigentlichen Anlage ein.

Diese nahm nun auch der Vorsitzende des Bürger- und Heimatvereins, Eckehard Hautau, in Augenschein. „Wir freuen uns immer, wenn in Dötlingen etwas Neues entsteht. Das sorgt für Vielfalt“, sagte er. Wer neugierig auf den Watvogelbereich ist, kann diesen am 1. Mai zwischen 11 und 18 Uhr besichtigen. Der Eintritt ist kostenlos. Ansonsten ist die Anlage nur nach Anmeldung beim Ehepaar Lenz unter Telefon 04433/ 1282 zugänglich. Weitere Infos finden Interessierte auf der Homepage, die aber noch auf den neuesten Stand gebracht werden soll.

www.privatgehegedoetlingen.de

Mehr zum Thema:

Geheimdienst-Kontrolleure: Umgang mit Gefährdern neu ordnen

Geheimdienst-Kontrolleure: Umgang mit Gefährdern neu ordnen

Tim Wiese gibt Autogrammstunde in Apotheke

Tim Wiese gibt Autogrammstunde in Apotheke

Trump wendet sich radikal vom Klimaschutz ab

Trump wendet sich radikal vom Klimaschutz ab

Zyklon „Debbie“ verwüstet Australiens Küstenregion

Zyklon „Debbie“ verwüstet Australiens Küstenregion

Meistgelesene Artikel

Mammutverfahren geplatzt

Mammutverfahren geplatzt

Entenschlachterei am Westring fällt im Ausschuss durch

Entenschlachterei am Westring fällt im Ausschuss durch

Aldi rechnet mit Neubau an der Harpstedter Straße in 2018

Aldi rechnet mit Neubau an der Harpstedter Straße in 2018

Vater wird aus Sorge um kranke Tochter zum Betrüger

Vater wird aus Sorge um kranke Tochter zum Betrüger

Kommentare