Jugenddiakon zieht positives Fazit

„Vereine verstärkt ansprechen“

Dötlingen - (ts) · „Wir sind mittendrin“, lautete das Fazit von Jugenddiakon Jochen Wecker, der am Dienstagabend den Mitgliedern des Jugend-, Sport- und Sozialausschusses einen Bericht über den derzeitigen Stand der Jugendarbeit in der Gemeinde vorlegte. Dabei sprach er sowohl die räumliche als auch personelle und finanzielle Situation an.

Während die Räume im Dötlinger Jugendhaus völlig ausreichend seien, „wird es in Neerstedt eng“, machte Wecker einmal mehr das bekannte Problem aufmerksam. Der dortige „offene Treff“ werde momentan von einer Gruppe von etwa 15 bis 20 Jugendlichen im Alter von zwölf bis 16 Jahren regelmäßig genutzt, die damit für eine gute Auslastung der begrenzten Räume sorgten. „Die Folge ist, dass deshalb nur wenige Kinder unter zwölf Jahren kommen“, erklärte Wecker. Denn einen abgetrennten Bereich könne er ihnen nicht vorhalten.

Anders sieht es da im Jugendhaus in Dötlingen aus, in dem demnächst kleine Renovierungsarbeiten anstehen. „Aber die können wir noch selbst bewältigen“, so Wecker. Wurde die Einrichtung im vergangenen Jahr noch hauptsächlich von Jüngeren angesteuert, hat sich seit Mai auch hier eine Gruppe von Dötlingern und Aschenstedtern im Alter von zwölf bis 14 Jahren gefunden, die regelmäßig kommt. „Grund ist die Konfirmandenarbeit. Durch sie lernen die Jugendlichen das Haus und uns Mitarbeiter kennen. Das baut Hemmungen ab“, sagte Wecker, der sich besonders darüber freute, dass in diesem Jahr zehn Jugendliche die Juleica-Ausbildung absolviert haben. „Und es hätten noch deutlich mehr mitmachen wollen.“ Zu den Teilnehmern gehörte Patrick Meyer, der das Team im Dötlinger Jugendhaus verstärkt. In Neerstedt ist seit November Nina Bahlke neu dabei.

Mit der finanziellen Situation zeigte sich Wecker zufrieden. „Der größte Batzen in unserem Etat nach den Personalkosten ist das Sommerferienprogramm“, informierte er. Neben einer zweiwöchigen Aktion gab es 19 Veranstaltungen. „Und ich hätte gerne noch mehr gemacht.“ Da die evangelische Jugend viele Möbelspenden erhält, gibt es in diesem Bereich kaum Kosten. „Nachlegen müssten wir allerdings bei unseren Computern“, so Wecker. Ebenso müsse auch noch an dem Punkt Vernetzung gearbeitet werden. Die Zusammenarbeit mit Rathaus, Landkreis, Polizei und Schulen laufe zwar gut. „Die Vereine möchte ich aber noch verstärkt ansprechen“, teilte der Jugenddiakon mit.

Lob gab es von Bürgermeister Heino Pauka. „Ich hoffe nur, dass wir das Niveau auf Dauer halten können“, sagte der Verwaltungschef. „Das wird schwierig.“

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