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„Ich hoffe, mein Mann denkt dran“ – Umfrage zum Valentinstag

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Von: Annum Malik

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Die einen mögen es, die anderen nicht: Solche Geschenke findet man kurz vor Valentinstag im Supermarkt.
Die einen mögen es, die anderen nicht: Solche Geschenke findet man kurz vor Valentinstag im Supermarkt. © Malik

Für die einen ist er der romantischste Tag des Jahres, für die anderen purer Kommerz: der Valentinstag. Wir haben uns per Umfrage in der Gemeinde Dötlingen umgehört.

Neerstedt – Wissen Sie, welcher Tag heute ist? Richtig, Montag. Aber nicht nur irgendein Montag, sondern einer, an dem sich Verliebte etwas schenken, um dem anderen auf diese Weise zu zeigen, wie gern man ihn hat. Für andere wiederum ist der Tag zu kommerziell. Unsere Redaktion hat nachgefragt, wie Menschen, die in der Gemeinde Dötlingen unterwegs sind, den internationalen Tag der Liebe begehen.

„Der Valentinstag ist für mich ein Floristending. Die Blumenpreise steigen stark an. Wir schenken uns zwischendurch im Jahr immer mal etwas, aber nicht speziell zu dem Tag“, sagt die 45-jährige Meike Pönisch. Genauso sieht es eine 41-Jährige: „Mir sind die Blumenpreise gerade zu hoch.“

Dass eine klassische rote Rose mittlerweile schon an die sieben Euro kosten kann, kann eine Dötlinger Floristin bestätigen. Das liege an den gestiegenen Transport- und Energiekosten.

„Valentinstag ist nichts Besonderes für mich“

Die 27-jährige Stephanie Jung boykottiert den Tag, da er für sie durch die Kommerzialisierung an Romantik verloren habe, erzählt sie. Ein 59-jähriger Mann sieht es ähnlich. Durch die Festlegung des Valentinstages gehe die Glaubwürdigkeit der ehrlich von Herzen kommenden Aufmerksamkeit verloren. Er wolle auch keiner Norm entsprechen, indem er da „mitmacht“. „Zu einer anderen Zeit kann man sich auch etwas schenken“, findet er.

Einen Romantiker gibt es unter den Befragten aber doch noch: Niklas Busse hat in der Vergangenheit schon mal das volle Programm vorbereitet: von roten Rosen über ein selbst zubereitetes Essen bis hin zur Einladung ins Restaurant. Wie die Mehrheit der befragten Personen, begeht auch der 31-Jährige den Valentinstag in diesem Jahr nicht. Bei ihm ist der Grund jedoch ein anderer: „Ich bin Single“, sagt Busse.

Margrit Mutke aus Neerstedt
Margrit Mutke aus Neerstedt © Malik

Julia, die ihren vollen Namen nicht nennen möchte, feiert den Tag nicht mehr. Sie habe aber in Vergangenheit schon mal etwas verschenkt oder selbst Geschenke erhalten. „Der Valentinstag ist nichts Besonderes für mich“, so die junge Frau.

„Ich hoffe, dass mein Mann daran denkt“, sagt Maike Schachtschneider mit einem Augenzwinkern. Aus ihrer Sicht sei es Aufgabe des Mannes, an dem Tag der Partnerin etwas zu schenken, so die 59-Jährige.

Ein kleiner Einblick in den Selbstbedienungsschrank, der rund um die Uhr geöffnet hat. Er steht vor dem Haus von Margrit Mutke in Neerstedt.
Ein kleiner Einblick in den Selbstbedienungsschrank, der rund um die Uhr geöffnet hat. Er steht vor dem Haus von Margrit Mutke in Neerstedt. © Malik

Margrit Mutke und ihr Mann schenken sich über das Jahr verteilt kleine Aufmerksamkeiten, sagt sie. Daher werde sich nicht auf den 14. Februar festgelegt. Für Kurzentschlossene, die ihren Partner heute noch mit einer Kleinigkeit überraschen wollen, hat Mutke etwas Passendes parat: Vor ihrem Haus in Neerstedt bietet sie in einem Selbstbedienungsschrank unter anderem Holz- und Dekoartikel, Blumengeschenke, Kerzen und Gewürze an – und das rund um die Uhr, sieben Tage die Woche.

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