Markus Häger und Thomas Schlegel spielen „Winternacht“-Konzert in der Dötlinger Kirche

„Untreue“ Musiker begeistern 140 Zuhörer

Markus Häger (l.) und Thomas Schlegel präsentierten Lieder und Geschichten. Foto: Schneider

Dötlingen – Die „Winternacht – Alles still“-Konzerte der Musiker Markus Häger und Thomas Schlegel haben sich zu einem wahren Publikumsmagneten entwickelt. Die zehnte Auflage lockte am späten Sonntagnachmittag etwa 140 Zuhörer in die Dötlinger St.-Firminus-Kirche. Dort war eigentlich – wie schon in den Vorjahren – der Auftakt der Reihe geplant. Doch Organist Häger beichtete: „Wir waren untreu. Wir haben vergangene Woche schon in Hundsmühlen gespielt.“ Diesen „Fehltritt“ machte das Duo aber gleich mit den ersten Klängen wieder wett.

Mit „Warm ums Herz“ läutete es den kostenlosen Konzertabend ein – ein Instrumentalstück aus der Feder von Gitarrist Schlegel, bei dem der Name Programm ist. Die Zuhörer lauschten andächtig. Abgesehen von den Gitarren- und Keyboardklängen war es mucksmäuschenstill im Gotteshaus.

Neben Eigenkompositionen hatten Häger und Schlegel auch Werke bekannter Liedermacher, beispielsweise Reinhard Meys „Ich bin...“ und Clemens Bittlingers „Aus weit entfernten Räumen“ im Gepäck. „Ein Säckel aus Liedern, Geschichten und Instrumentalstücken“, so Häger. Pastorin Susanne Schymanitz versprach während ihrer Begrüßung eine humorvolle und besinnliche Stunde zum Nachdenken, Mitsummen sowie Genießen. Und genau das beherzigten die Besucher. Sie lehnten sich entspannt zurück, erfreuten sich an Stücken wie „Weil ich kann“ von Simon & Jan und ließen von Häger gelesene Worte wie „Dich & Die Grenze der Verzweiflung“ auf sich wirken. Letztere stammen von dem österreichischen Lyriker Erich Fried und regen zum Grübeln an – über die Liebe und ihre Auswirkungen. „Es lohnt sich, mal ein Buch von Erich Fried aufzuschlagen und zu schauen, was er geschrieben hat. Das meiste macht sogar Sinn“, meinte Häger, ehe er Van Morrisons „Have I told you lately“ anstimmte – allerdings nicht in der Original-, sondern in der Schlegel-Version. Der Gitarrist sorgte für die deutsche Variante „Hab‘ ich dir eigentlich schon gesagt“.

Das Publikum spendierte immer wieder Applaus und verlies am Ende mit Herbert Grönemeyers „Der Weg“ zufrieden die Dötlinger Kirche.

Weitere „Winternacht“-Konzerte sind am Sonntag, 2. Februar, ab 17 Uhr in der St.- Ansgari-Kirche in Kirchhatten sowie am Sonntag, 16. Februar, ebenfalls 17 Uhr, in der evangelischen Kirche in Heiligenloh.  ts

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