Ein Tag mit Überraschungen

„Sport ohne Limits“ beim TV Brettorf

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Sie freuen sich auf „Sport ohne Limits“ am 22. September und präsentieren stolz den Inklusionspreis (v.l.): Karin Tangemann, Ela Dölemeyer und Gerrit Meyer.

Brettorf - Von Ulf Buschmann. Zwei Euro kostet der Spaß – und das einen ganzen Vormittag lang. Zwei Euro ist die Höhe des Startgeldes, welches die Teilnehmer in der kommenden Woche zahlen.

Und das tun sie aller Erfahrung nach gerne. Denn für Freitag, 22. September, lädt der TV Brettorf zu „Sport ohne Limits“ ein. Ab 9 Uhr gibt es auf der Sportanlage am Bareler Weg 10 ein buntes Programm mit allerlei Überraschungen.

Welche das sind, darüber schweigen sich Ela Dölemeyer, Karin Tangemann und Gerrit Meyer mit einem Augenzwinkern aus. Sie gehören neben Rudi Zingler und Julia Kloes zur Kontaktgruppe für Menschen mit und ohne Behinderungen, die „Sport ohne Limits“ auf die Beine stellt. Seit dem Jahr 2015 ist sie offiziell eine Abteilung des TV Brettorf.

„Sport ohne Limits“ geht in diesem Jahr zum 33. Mal über die Bühne. Am Freitag soll es um 9 Uhr mit den Wettbewerben losgehen. Bis 13.30 Uhr möchten die Organisatoren mit den Siegerehrungen durch sein. Danach ist Schluss. Doch bis alle ins Wochenende gehen, werden die Teilnehmer und Teams an zwölf Stationen um Punkte und Pokale kämpfen. Auf dem Programm stehen unter anderem die Disziplinen Ballweitwurf, 50-Meter-Lauf, Kistenstapeln mit zwei Partnern, Skateboard-Paddeln, die Wasserspiele der Feuerwehr und die Überraschungen. Hierzu verraten Dölemeyer, Tangemann und Meyer nur so viel: Es sei eine Mischung aus Schnelligkeit und Geschicklichkeit.

Rund 150 Meldungen liegen laut Meyer für „Sport ohne Limits“ vor. Zwar sei der Anmeldeschluss bereits Ende August gewesen, doch Kurzentschlossene können sich noch unter Telefon 0172/7522228 oder perE-Mail an gerrit.meyer1@gmx.de anmelden.

Das Organisationsteam wünscht sich, dass wieder jüngere Leute dabei sind. Hintergrund: Das Durchschnittsalter liegt bei 60 Jahren. „Unser ältester Teilnehmer ist 81 Jahre, der jüngste ist 18“, so Meyer.

Die Teams in diesem Jahr kommen vom Albertushof in Groß Ippener, Gut Sannum bei Huntlosen, den „Pro Werkstätten“ der Diakonie Himmelsthür, den Delmewerkstätten aus Bassum und der Stiftung Waldheim. Ebenso dabei sind das Wohn- und Ferienhaus Neerstedt, die Werkstatt Brünen sowie die Wohngemeinschaft Hansastraße aus Delmenhorst.

Zurückgehende Teilnehmerzahlen

Nach Angaben von Dölemeyer, Tangemann und Meyer werden sich die Organisatoren über die zukünftige Ausgestaltung von „Sport ohne Limits“ unterhalten. Hintergrund: Das Event leidet unter zurückgehenden Teilnehmerzahlen. Vor einigen Jahren seien es noch rund 200 Aktive gewesen. Wenn die Macher nachdenken, dann steht unter anderem zur Debatte, die Veranstaltung wieder zurück auf einen Sonnabend zu verlegen. Die Verlegung auf den Freitag im Jahr 2015 sei unter anderem erfolgt, um „Sport ohne Limits“ in die Vereinsmeisterschaften des TV Brettorf einzugliedern.

Dass die Veranstaltung zur Disposition steht, ist indes nicht zu befürchten. Immerhin sei die Kontaktgruppe gerade erst mit dem Inklusionspreis des Landkreises Oldenburg ausgezeichnet worden. Damit ist die Arbeit der Menschen gewürdigt worden, die sich im Jahr 1981 als Kontaktgruppe für Behinderte und Nichtbehinderte in der Gemeinde Dötlingen zusammenfanden. Dies geschah in erster Linie aus persönlicher Betroffenheit. Jedes Mitglied hatte damals ein Familienmitglied mit einer Behinderung. „Über Inklusion hat keiner gesprochen, wir haben einfach gemacht“, erinnert sich Tangemann.

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